1519


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Staatsoberhäupter

1519
Ferdinand Magellan
Der portugiesische Seefahrer in spanischen Diensten Ferdinand Magellan beginnt die erste Weltumsegelung.
Ulrich Zwingli
Ulrich Zwingli wird Leutpriester am Großmünster in Zürich
Eroberung Mexikos
Hernán Cortés beginnt die Spanische Eroberung Mexikos
Karte von Tenochtitlán
Tenochtitlán
1519 in anderen Kalendern
Aztekischer Kalender 13. Kaninchen - Matlactli omey Tochtli (bis Ende Januar/Anfang Februar: 12. Haus - Matlactli omome Calli)
Buddhistische Zeitrechnung 2062/63 (südlicher Buddhismus); 2061/62 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender Jahr des Erd-Hasen 己卯 (am Beginn des Jahres Erd-Tiger 戊寅)
Islamischer Kalender 924/925/926 (Jahreswechsel 2./3. Jänner // 22./23. Dezember)
Jüdischer Kalender 5279/80 (5./6. September)
Koptischer Kalender 1235/36


1519 ist ein Jahr des Umbruchs: Im Heiligen Römischen Reich stirbt Kaiser Maximilian I., dem sein Enkel Karl I., König von Spanien, unter dem Namen Karl V. auf den Thron nachfolgt. Karl, der bei der Wahl den französischen König Franz I. schlägt, wird damit in den nächsten Jahren zum Herrscher, „in dessen Reich die Sonne nicht untergeht“.

Der spanische Konquistador Hernán Cortés führt eine Expedition in den mexikanischen Dschungel und beginnt damit die Spanische Eroberung Mexikos und die Zerstörung des Aztekenreiches.

In Spanien bricht der Portugiese Fernão de Magalhães zu einer Reise auf, die in zwei Jahren um die Erde führen und den endgültigen Beweis für die Kugelgestalt der Erde erbringen wird.

Und während Ulrich Zwingli sein Amt als Leutpriester in Zürich antritt und damit die Reformation in die Schweiz bringt, vollzieht Martin Luther in der Leipziger Disputation gegen Johannes Eck den endgültigen und unumkehrbaren Bruch mit der römischen Kirche.

Inhaltsverzeichnis

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen

Die Regensburger Synagoge vor ihrer Zerstörung 1519
Die Regensburger Synagoge vor ihrer Zerstörung 1519
  • Der Regensburger Stadtrat ordnet am 21. Februar die Vertreibung der Juden aus der Stadt an, nachdem christliche Handwerker das gefordert haben. Die Regensburger nutzen damit das Machtvakuum nach dem Tode Maximilian I. am Neujahrstag 1519 bis zur Krönung von Karl V. Das alte Judenviertel wird zerstört und es entsteht eine lukrative Wallfahrt zur schönen Maria auf dem heutigen Neupfarrplatz. Binnen zweier Wochen müssen alle Juden die Stadt verlassen. Das Ghetto wird samt Synagoge und Schule niedergebrannt, Pfänder beschlagnahmt, kostbare Pergamenthandschriften als Einbindematerial für Akten und Bücher missbraucht. Der Friedhof wird geschändet, die über viertausend Grabsteine meist zerstört, teilweise aber auch von Regensburger Bürgern mit Billigung des Rates entwendet und als sichtbare makabre Trophäe des „Sieges“ über die Juden in Hauswände eingemauert. Noch heute sind einige dieser „Judensteine“ erhalten.
  • 21. April: Der spanische Konquistador Hernán Cortés landet an der Küste Mexikos in der Nähe der heutigen Stadt Veracruz.
  • 20. September: Ferdinand Magellan beginnt die erste Weltumsegelung (bis 1522)
  • Die ersten Spanier erreichen Mexiko, Gründung der Stadt Panamá als erster europäischer Stadt am Pazifik
  • Hildesheimer Stiftsfehde mit letzter Ritterschlacht bei Soltau
  • Der Spanische König Karl I. gewinnt gegen Franz I. von Frankreich die Wahl zum deutschen Kaiser. Er nennt sich fortan Kaiser Karl V. Kurz davor war Friedrich III. (der Weise) als Kandidat zurückgetreten
  • Rottweil wird zugewandter Ort der Schweizer Eidgenossenschaft
  • Algier wird osmanisch
  • Die Hafenstadt Havanna auf Kuba wird gegründet

Religion

Leipziger Disputation zwischen Luther und Eck
Leipziger Disputation zwischen Luther und Eck
  • In der Pleißenburg in Leipzig findet zwischen dem 27. Juni und dem 16. Juli unter der Vermittlung von Petrus Mosellanus ein theologisches Streitgespräch zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und den führenden Vertretern der reformatorischen Bewegung, Martin Luther, Andreas Karlstadt und Philipp Melanchthon statt. Bei der Leipziger Disputation werden die wesentlichen Unterschiede zwischen katholischer und reformatorischer Lehre dokumentiert. Außerdem gelingt es Eck, Luther zu der Aussage zu verleiten, dass nicht alle Thesen des Jan Hus ketzerisch seien. Dies bedeutet den endgültigen Bruch zwischen Luther und Rom. Nach dem Ende der Disputation, deren Abschlussrede der Rektor der Universität Leipzig, Johann Langius Lembergius, hält, beanspruchen beide Seiten den Sieg für sich.

Geboren

Gestorben


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