Amaryllisgewächse


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Amaryllisgewächse
Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum)

Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum)

Systematik
Überabteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Lilienähnliche (Liliidae)
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Amaryllisgewächse
Wissenschaftlicher Name
Amaryllidaceae
J.St.-Hil.
Dichternarzisse in den österreichischen Alpen auf 1750 Meter NN
Cyrtanthus spec.
Eucharis candida
Lycoris radiata
Zephyranthes citrina

Die Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae), auch Narzissengewächse genannt, sind eine Familie, die zu den Einkeimblättrigen Pflanzen (Liliopsida) gehört. Sie umfasst etwa 60 Gattungen und mehr als 800 Arten, die besonders in wärmeren Gebieten vorkommen und eine fast weltweite Verbreitung haben.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Es sind mehrjährige krautige Pflanzen, die meist Zwiebeln, oder manchmal Rhizome, als Überdauerungsorgane ausbilden. Die parallelnervigen Laubblätter sind linear oder lanzettlich.

Sie haben meist doldige Blütenstände. Die zwittrigen, meist radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die sechs Blütenhüllblätter sind gleichgestaltet (Tepalen, Perigon). Oft gibt es einen Innenkelch. Die drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen. Es werden Kapselfrüchte oder Beeren gebildet.

Amaryllisgewächse im Gartenbau

Insbesondere die Schneeglöckchen und die Narzissen haben in der Gartenkultur eine weite Verbreitung gefunden. Narzissen werden seit der sogenannten orientalischen Periode von 1560 bis 1620 in Mitteleuropa angebaut. Während dieser Zeit wurden besonders viele exotische Zierpflanzen aus dem südlichen und südöstlichen Europa eingeführt, um die Gartenanlagen und die Parks der Renaissance zu schmücken.

Amaryllisgewächse als Zimmerpflanzen

Eine ganze Reihe von Amaryllisgewächse findet man auch als Zimmerpflanze. Neben der Amaryllis, die als Art aus wechselfeuchten tropischen Wäldern eine Ruhephase findet, sind dies unter anderem die Blutblumen, zu deren bekanntesten Vertreter die Haemanthus albiflos zählt.

Gattungen (Auswahl)

Die Familie Amaryllisgewächse umfasst etwa 60 Gattungen und mehr als 800 Arten:

  • Amaryllis: Mit zwei Arten.
  • Ammocharis
  • Apodolirion
  • Bokkeveldia
  • Boophone
  • Braxireon
  • Brunsvigien (Brunsvigia): Mit etwa 20 Arten.
  • Caliphruria
  • Calostemma
  • Carpolyza
  • Castellanoa
  • Chapmanolirion
  • Chlidanthus
  • Klivien (Clivia): Mit vier Arten.
  • Cooperia
  • Hakenlilien (Crinum): Mit etwa 65 Arten.
  • Cryptostephanus
  • Cybistetes
  • Cyrtanthus: Mit etwa 50 Arten.
  • Elisena
  • Eucharis: Mit etwa 17 Arten:
  • Eucrosia
  • Eustephia
  • Famatina
  • Schneeglöckchen (Galanthus): Mit etwa 20 Arten.
  • Gemmaria
  • Gethyllis
  • Griffinia
  • Habranthus
  • Blutblumen (Haemanthus): Mit etwa 20 Arten
  • Hannonia
  • Haylockia
  • Hessea
  • Hieronymiella
  • Rittersterne (Hippeastrum): Mit etwa 55 Arten.
  • Hyline
  • Schönhäutchen (Hymenocallis): Mit etwa 50 Arten.
  • Kamiesbergia
  • Lapiedra
  • Knotenblumen (Leucojum): Mit heute nur noch zwei (früher zehn) Arten.
  • Lycoris
  • Mathieua
  • Namaquanula
  • Narzissen (Narcissus): Mit etwa 50 Arten.
  • Guernseylilien (Nerine): Mit etwa 30 Arten.
  • Pamianthe
  • Trichternarzissen (Pancratium): Mit etwa 16 Arten.
  • Paramongaia
  • Phaedranassa
  • Placea
  • Plagiolirion
  • Proiphys
  • Pseudostenomesson
  • Pyrolirion
  • Rauhia
  • Rhodophiala
  • Scadoxus
  • Sprekelia
  • Stenomesson
  • Goldbecher (Sternbergia):
  • Strumaria
  • Tedingea
  • Traubia
  • Ungernia
  • Urceolina
  • Vagaria
  • Zephyranthes: Mit etwa 50 Arten.

Weitere Bilder

Urceolina grandiflora:

Zephyranthes candida:

Quellen

Weblinks

Commons Commons: Amaryllisgewächse – Bilder, Videos und Audiodateien






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