Asir


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Asir
Basisdaten
Hauptstadt Abha
Fläche 76.693 km²
Einwohner 1.699.945
Bevölkerungsdichte 22,2 Einwohner pro km²

Asir (arabisch عسير‎, „schwieriges Land“) ist eine Provinz in Saudi-Arabien. Sie hat eine Fläche von 76.693 Quadratkilometer und 1.699.945 Einwohner (Stand 1. Januar 2005). Hauptstadt ist Abha.

Die Provinz hat ihren Namen vom arabischen Stamm der Asiri um Abha.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Provinz Asir

Die gebirgige Provinz liegt im Südwesten von Saudi-Arabien. Sie wird im Norden vom Hedschas, im Osten von der Wüste Rub al-Chali, im Süden vom Jemen und im Westen vom Roten Meer begrenzt. Hinter der Wüste Tihama in der Küstenebene am Roten Meer steigt das Bergland bis zu einer Höhe von über 3.000 Metern an. Durch das relativ milde und feuchte Klima ist die Region ein Zentrum der Landwirtschaft und der Viehzucht in Saudi-Arabien.

Region Asir

Die Provinz ist nicht identisch mit der historischen Region Asir, die Provinz ist wesentlich kleiner. Die Region hingegen erstreckt sich von 21° im Norden bis 17°31´ im Süden bzw. von 40°30´ im Westen bis 45° im Osten.

Salibi-These

Der libanesisch-christliche Historiker Kamal Salibi hält in "Die Bibel kam aus dem Lande Asir" (1985) für möglich, dass das jüdische Jerusalem des Alten Testaments in der Zeit vor der Babylonischen Gefangenschaft (586 bis 537 v.Chr.) nicht im Lande Kanaan bzw. Palästina, sondern stattdessen in Asir gelegen haben könnte. Dorthin hätte Moses einst die Hebräer aus der Ägyptischen Knechtschaft geführt und dort habe Salomon den Tempel in al-Šarim (Alt-Jerusalem) errichtet. (Al-Sarim bzw. L-S-R-M sei eine arabisierte Lautverschiebung von R-S-L-M bzw. Jerusalem.) Erst nach der jüdischen Befreiung aus der Babylonischen Gefangenschaft sei ein Neu-Jerusalem in Palästina statt des zerstörten und verfallenen Alt-Jerusalem in Asir errichtet worden.

Damit hätte im 6. Jahrhundert v.Chr. neben Tayma (Nordarabien) und Mekka (Westarabien) auch Asir unter neubabylonischer Herrschaft gestanden.

Die politisch-brisante These wird von allen Beteiligten angezweifelt:

  • Israel fürchtet um Zweifel an seiner Existenzberechtigung
  • Saudi-Arabien müsste historische Ansprüche der Juden in unmittelbarer Nachbarschaft zu den heiligen Städten des Islam in Mekka anerkennen.
  • Auch die traditionelle Lehrmeinung kann von ihrem in jahrhundertelangen theologischen Auseinandersetzungen nur mühsam erarbeiteten dogmatischen Kompromiss kaum abrücken.

Geschichte

Bereits im 7. Jahrhundert wurden die Juden durch ein Dekret des Kalifen Umar al-Chattab aus Asir und dem Hedschas bzw. von der gesamten arabischen Halbinsel (außer Jemen) umgesiedelt.

Nachdem das Land seit dem 16. Jahrhundert formal den Osmanen unterstanden hatte, gelang es den Idrisiden von Asir zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit italienischer Hilfe, die faktische Unabhängigkeit zu erringen. Als Machtkämpfe unter den Idrisiden ausbrachen, kam das Land 1934 nach dem Saudischen Krieg zwischen dem Jemen und den Saudis an Saudi-Arabien. Die immer wieder aufflammenden Grenzkonflikte konnten erst 2000 endgültig bereinigt werden.

Siehe auch: Asir-Gebirge







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