Die Augsburger Börse war die älteste Börse Deutschlands. Sie entstand 1540[1], vorangetrieben durch die Handelsaktivitäten der Fugger. Mit der von den Nationalsozialisten zum 1. Januar 1935 erzwungenen Fusion der Münchner und der Augsburger Börse zur Bayerischen Wertpapierbörse mit Sitz in München wurde die Augsburger Börse geschlossen.
Seit 1830[2] befand sich die Augsburger Börse in einem repräsentativen Gebäude in der Maximilianstraße, auf dem heutigen Rathausplatz. Nach dem Ende des Börsenbetriebs nutzte unter anderem der Reichsrundfunk den Bau und eröffnete dort am 10. September 1937 einen Sender mit zwei Studios.[3]
Bei dem Luftangriff auf Augsburg im Februar 1944 erlitt das Börsengebäude erhebliche Schäden. Die Ruine war bereits 1949 bis auf das Erdgeschoß abgetragen worden, die Gebäudereste wurden zu Beginn der 1960er-Jahre beseitigt.
Nachdem Pläne der Stadtsparkasse Augsburg, am ehemaligen Standort der Börse einen Neubau ihrer Hauptstelle zu errichten, Mitte der 1960er-Jahre scheiterten, wurde das Gelände Teil des Rathausplatzes, der seitdem auch den - ehemals vom Börsengebäude verstellten - Blick auf die gesamte Westfront des Augsburger Rathauses ermöglicht. Auch das „Kanzleigäßchen“, die einstige Wegeverbindung von der Maximilian- zur Philippine-Welser-Straße, die zwischen der Börse und dem städtischen Verwaltungsgebäude verlief, gehört seit dem Abbruch des Börsengebäudes zum Rathausplatz.
Geschichte der Börse Augsburg mit Fotos
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