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Dieser Artikel behandelt die Bereitschaftspolizei in der Bundesrepublik Deutschland, zur Bereitschaftspolizei in der DDR siehe Volkspolizei-Bereitschaft. |
Die Bereitschaftspolizei (BePo) ist ein Großverband der Landespolizeien in Deutschland, deren Einheiten als geschlossene Einheiten fungieren. Der Begriff wird auch in der Gesamtheit aller Bereitschaftspolizeiverbände verwendet. Einzig die Polizei beim Deutschen Bundestag unterhält keine BePo.
Hauptaufgabe der BePo ist die Unterstützung der Landespolizei bei Großlagen sowie Wahrnehmung von Schwerpunktaufgaben (z. B. Unfallschwerpunkte und der Kriminalitätsbekämpfung). Zu weiteren Aufgaben vgl. Art. 35 Abs. 2 S. 2, Abs. 3, 91 GG. Damit auf besondere Lagen schnell reagiert werden kann, sind diese Polizeieinheiten in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht und werden für diese Einsätze ausgebildet. Neben Einsätzen im eigenen Bundesland können die Einheiten aus besonderem Anlass auch in anderen Bundesländern eingesetzt werden.
Die Einrichtung der Bereitschaftspolizeien in den Bundesländern ist auf ein Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern vom 27. Oktober 1950 über die Errichtung von Länderbereitschaftspolizeien zurückzuführen. Die Führungs- und Einsatzmittel werden vom Bund beschafft und sind einheitlich.
Die Bereitschaftspolizei besteht aus Beamten des mittleren, gehobenen und höheren Dienstes in Führungspositionen z. B. Ausbildungsbeamten, Klassenleitern, Gruppen-, Trupp-, Hundertschaftsführer o. ä.
Eine Koordination aller Bereitschaftspolizeien findet durch den Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder statt. Dieser ist Angehöriger des Bundesministerium des Innern.
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Außer in Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen findet in der Bereitschaftspolizei die Ausbildung für den Polizeivollzugsbeamten im mittleren und gelegentlich auch, zumindest in Ausbildungsabschnitten, im gehobenen Dienst statt.
Die ausbildenden Einheiten (auch Ausbildungsseminare; in Baden-Württemberg Polizeischule genannt) sind von den Einsatzeinheiten getrennt. Die ausbildenden Einheiten sind oft in Klassen gegliedert. Die Einsatzeinheiten gliedern sich bundeseinheitlich in Abteilungen, Hundertschaften, Züge und Gruppen. Auf der Stufe der Hundertschaften und Züge gibt es in den einzelnen Ländern z. B. Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten, die in Bayern Unterstützungskommando (USK) heißen, Technische Einheiten (welche z. B. für Sonderwagen und Wasserwerfer zuständig ist).
In den Ländern, in welchen die Berufsanfänger bei der Bereitschaftspolizei ausgebildet werden, werden diese nach der Ausbildung noch eine Zeit lang dort für diese geschlossenen Einsätze vorgehalten (in den anderen Bundesländern werden ebenfalls meist Berufsanfänger eingesetzt).
Die Gliederung ist je nach Bundesland unterschiedlich. Bundeseinheitlich vorgegeben ist aber folgender Rahmen: Bereitschaftspolizeiabteilung (BPA) - Bereitschaftspolizeihundertschaft (BPH) - Zug - Gruppe - Halbgruppe (z. T.) - Trupp.
Bei der Bayerischen Polizei gibt es 28 Einsatzhundertschaften in sieben Abteilungen.
Die BePo der Polizei Baden-Württemberg besteht aus:
Jede BPA verfügt über eine TEE und mehrere taktische Züge. Seit einer Umstrukturierung im Jahr 2006 wurden an den Standorten Böblingen und Bruchsal zwei BFE'n aufgestellt, während Lahr und Göppingen eine BFE beherbergen.
Die Polizeihubschrauberstaffel ist, anders als in Bayern (Polizeihubschrauberstaffel Bayern) und Rheinland-Pfalz, nicht Teil der Bereitschaftspolizei. Sie gehört zum Regierungspräsidium Stuttgart.
Bei der Bereitschaftspolizei findet die Ausbildung für den mittleren Dienst und die Vorausbildung für den gehobenen Dienst statt.
Die Bereitschaftspolizei der Berliner Polizei wurde erst nach Beendigung des Viermächtestatus wieder eingeführt (vorher waren die Einsatzbereitschaften der örtlichen Direktionen als Bereitschaftspolizei tätig) und ist inzwischen Teil der Direktion Zentrale Aufgaben. Die insgesamt acht Hundertschaften und zwei Technische Einsatzeinheiten gliedern sich in zwei Bereitschaftspolizeiabteilungen an zwei Standorten:
Jede BPA hat 4 Hundertschaften mit jeweils 3 Zügen.
Bei der Polizei Brandenburg nennt sich die BePo Landeseinsatzeinheit (LESE). Sie ist in 4 Einsatzhundertschaften unterteilt und an 4 Standorten untergebracht. Standorte befinden sich in Potsdam-Eiche, Oranienburg, Cottbus und Frankfurt/Oder.
Die LESE ist eine Polizeieinrichtung des Landes ohne eigene örtliche Zuständigkeit. Sie setzt sich aus dem Stab, der Bereitschaftspolizei, der Technischen Einsatzeinheit (TEE), dem Personenschutz (PS) und der Polizeihubschrauberstaffel (PHuSt) zusammen.
HE verfügt über 4 Abteilungen:
Verfügt über 1. und 2. BPH mit Standorten in Schwerin und Waldeck, BFE und TEE haben ihren Standort in Schwerin.
Die Bereitschaftspolizei der niedersächsischen Polizei ist Bestandteil der Zentralen Polizeidirektion mit Sitz in Hannover.
Standorte sind:
Sieben Einsatzhundertschaften verteilen sich auf diese Standorte, davon zwei in Hannover, sonst jeweils eine Hundertschaft.
Technische Einsatzeinheiten mit schweren Gerätschaften und Fahrzeugen befinden sich in Hannover und Braunschweig, in Oldenburg eine Technische Einsatzgruppe.
Spezialisierte Kräfte der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) gibt es an allen drei Abteilungsstandorten.
Die Bereitschaftspolizei der Polizei Nordrhein-Westfalen besteht aus drei Abteilungsführungen, drei technischen Einsatzeinheiten (PP Bochum, PP Wuppertal, PP Köln) und 18 Einsatzhundertschaften, die auf 14 Polizeipräsidien verteilt sind.
Die BePo der Polizei Rheinland-Pfalz ist folgendermaßen gegliedert:
SN hat 3 Bereitschaftspolizeiabteilungen:
BFE gibt es in allen Abteilungen, über eine TEE verfügt seit Januar 2008 nur die 2. Abteilung.
Die Polizei Thüringen hat folgende Standorte der BePo:
das Fortbildungsinstitut Thüringen hat seinen Sitz in Meiningen, wo die Ausbildung zum mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst erfolgt. In Erfurt ist auch der PÄD (polizeiärztlicher Dienst) untergebracht, wegen der Ausbildung in Meiningen (FI) wurde dort eine Außenstelle eingerichtet.
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