Bezirk Suhl


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Basisdaten
Bezirkshauptstadt: Suhl
Fläche: 3.856 km² [1]
Einwohner: 549.400 (1989) [1]
Kfz-Kennzeichen: O
Karte
Bezirk Suhl

Der Bezirk Suhl wurde 1952 nach Auflösung der Länder in der DDR als kleinster und einer von insgesamt 14 Bezirken eingerichtet.

Inhaltsverzeichnis

Verwaltungsgliederung

Der Bezirk umfasste den Stadtkreis Suhl (ab dem 12. Mai 1967) sowie folgende Kreise:

  1. Bad Salzungen
  2. Hildburghausen
  3. Ilmenau
  4. Meiningen
  5. Neuhaus
  6. Schmalkalden
  7. Sonneberg
  8. Suhl

Mit der Wiedererrichtung der Länder auf dem Gebiet der DDR im Jahre 1990 wurden die Bezirke aufgelöst. Der Bezirk Suhl wurde dem Land Thüringen, ab 1994 Freistaat Thüringen zugeordnet.

Mit der Kreisreform, die im Freistaat Thüringen zum 1. Juli 1994 umgesetzt wurde, entstanden aus den bisherigen Kreisen größere Verwaltungseinheiten. So wurde der Kreis Bad Salzungen mit dem nördlich im ehemaligen Bezirk Erfurt liegenden Kreis Eisenach zum Wartburgkreis zusammengefasst. Der Kreis Hildburghausen wurde im Norden um Teile des Kreises Suhl erweitert und bildet nun den Landkreis Hildburghausen. Die Kreise Schmalkalden und Meiningen wurden zum Landkreis Schmalkalden-Meiningen vereinigt, der Kreis Sonneberg wurde um den südlichen Teil des Kreises Neuhaus erweitert und bildet nun den Landkreis Sonneberg, der nördliche Teil des Kreises Neuhaus wurde dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt angegliedert. Der Kreis Ilmenau wurde mit dem nördlich im ehemaligen Bezirk Erfurt gelegenen Kreis Arnstadt zum Ilm-Kreis fusioniert. Der Kreis Suhl wurde aufgelöst, Teile wurden in die Stadt Suhl eingemeindet; der südliche Teil um Schleusingen kam zum Landkreis Hildburghausen, der westliche und nördliche Teil um Zella-Mehlis und Oberhof kam zum Landkreis Schmalkalden-Meiningen und die im Osten von Suhl liegende Gemeinde Gehlberg wurde in den Ilm-Kreis eingegliedert.

Regierungs- und Parteichefs

Erste Sekretäre der SED-Bezirksleitung

  • 1952–1954 Adolf Färber (1912–1987)
  • 1954–1956 Kurt Schneidewind (1912–1983)
  • 1956–1968 Otto Funke (1915–1997)
  • 1968–1989 Hans Albrecht (1919–)
  • 1989–1990 Peter Pechauf (1941–)

Vorsitzende des Rates des Bezirkes

  • 1952–1958 Fritz Sattler (1896–1964)
  • 1958–1967 Wilhelm Behnke (1914–1975)
  • 1967–1990 Arnold Zimmermann (1922–)
  • 1990 Helmuth Vierling (kommissarisch) (1945–)
  • 1990 Werner Ulbrich (Regierungsbevollmächtigter) (1928–)

Dialekte bzw. Mundarten

Weitere Daten

  • Größe: 3876 Quadratkilometer, davon 50 % Waldfläche
  • Industrie: Forstwirtschaft, Holzver- und bearbeitung, Bergbau (Kalisalz, Schwerspat), Maschinenbau, Fahrzeugbau (Mopeds), Schienenfahrzeugbau, Jagd- und Sportwaffen, Haushaltsgeräte, Elektrotechnik, Mikroelektronik, Glas-, Spielwaren- und Porzellanindustrie.
  • Größte Städte:
Stadt Einwohner
(1950)
Einwohner
(1984)
Einwohner
(2005)
Suhl 24.020 56.345 42.689
Ilmenau 19.108 29.481 26.737
Sonneberg 30.182 28.400 23.805
Meiningen 23.484 25.892 21.448
Bad Salzungen 10.006 21.335 16.504
Schmalkalden 12.665 17.410 17.910
Zella-Mehlis 16.914 13.921 12.245
Hildburghausen 7.568 11.258 12.296

Der Bezirk Suhl war der kleinste Bezirk der DDR und wurde scherzhaft auch „Autonome Gebirgsrepublik“,„Sozialistisches unterentwickeltes Hinterland“ oder „Gebirgsrepublik Südthüringen“ genannt.

Wappen

Durch die Siegelordnung der DDR vom 28. Mai 1953 verloren alle regionalen Wappen ihre Bedeutung als Marke, bzw. Siegel. Jedoch wurden die Wappen der Städte und Kreise weiterhin an Gebäuden, oder in Publikationen verwendet, ohne eine amtliche Funktion zu erfüllen. Das in einigen Büchern verwendete Wappen des Bezirkes Suhl zeigt in Wirklichkeit das Wappen der Stadt Suhl. Amtlich war das Siegelwappen der DDR. Erst durch die Kommunalverfassung der DDR vom 17. Mai 1990 konnten Gemeinden und Kreise erstmals wieder ausdrücklich Wappen führen und als Siegel verwenden.

Quellen

  1. a b „40 Jahre DDR“ - Staatliche Zentralverwaltung für Statistik, Mai 1989






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