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Dieser Artikel befasst sich mit der deutschen Stadt Bocholt. Die gleichnamige Gemeinde in Belgien siehe unter Bocholt (Belgien). |
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Borken | ||||
| Höhe: | 25 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 119,37 km² | ||||
| Einwohner: | 73.560 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 616 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 46361–46399 | ||||
| Vorwahlen: | 02871 (außer Suderwick) 02874 (Suderwick) | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | BOR, alt (bis 1975): BOH | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 54 008
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| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Berliner Platz 1 46395 Bocholt |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Peter Nebelo (SPD) | ||||
| Lage der Stadt Bocholt im Kreis Borken | |||||
Die Stadt Bocholt (plattdeutsch: Bokelt) liegt im westlichen Münsterland im Nordwesten des Bundeslands Nordrhein-Westfalen und ist die größte kreisangehörige Stadt des Kreises Borken im Regierungsbezirk Münster.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadtgrenze ist im Norden zugleich die Landesgrenze zum Königreich der Niederlande, im Südwesten zugleich die Grenze zum Kreis Wesel und somit auch die Grenze zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Ebenso bildet sie die Grenze der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland. Durch Bocholt fließt die Bocholter Aa.
Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt rund 119 Quadratkilometer, wovon 65,9% landwirtschaftlich genutzt werden. 6,7% sind Waldfläche; 1,8% Wasserfläche; 2,1% Erholungs- und Grünanlagen; 15,9% Hof- und Gebäudeflächen; 6,9% Straßen, Wege und Plätze; 0,8% sonstige Flächen.
Die Bocholter Innenstadt liegt auf einer Höhenlage von 25 Metern über NN, im Nordosten gibt es leichte Erhebungen bis auf 47 m ü. NN, nach Westen hin fällt das Land Richtung Rhein langsam ab auf 19 m ü. NN.
Die Stadt Bocholt grenzt im Norden an die niederländischen Gemeinden Aalten und Winterswijk, im Osten an die Stadt Rhede, im Süden an die Stadt Hamminkeln sowie im Westen an die Stadt Isselburg.
Das Klima in der Region Bocholt/Westmünsterland ist ein gemäßigtes mit deutlich maritimen Einfluss, sodass die Winter im Vergleich zu anderen deutschen Regionen aufgrund der Seenähe und der niedrigen Höhenlage sehr mild ausfallen (Temperaturmittel im Januar 2,6 °C) und die Sommer mäßig warm (Juli 18,4 °C). Im langjährigen Mittel gibt es jährlich 12 Schneedeckentage, 50 Frosttage und nur 8 Eistage (Dauerfrosttage). Es gibt außerdem rund 32 Sommertage (Tagesmaximum 25 °C oder mehr) und 6 heiße Tage (30 °C oder mehr) im Mittel. Im Jahresmittel fallen rund 750 mm Niederschlag, wobei der Juni mit fast 78 mm der regenreichste und der April mit knapp 41 mm der trockenste Monat sind. Außerdem gibt es durchschnittlich 22 Gewittertage im Jahr.
Bocholt wurde zum Jahre 779 erstmalig als „Buocholt“ erwähnt und erhielt 1222 Stadtrechte nach Münsterschem Vorbild durch den Bischof von Münster. Bocholt wird traditionell als "Buchenholz" gedeutet. Auf diese Etymologie deuten die mittelalterlichen Stadtsiegel hin, die als sogenannte redende Siegel sämtlich einen Baum als Siegelbild zeigen, der auf dem Stadtsiegel von 1302 eindeutig als Buche zu identifizieren ist. Von Einheimischen wird die Stadt auf plattdeutsch „Bokelt“ genannt. Der Wahlspruch eingefleischter Bocholter lautet (auf Bocholter Plattdeutsch): „Nörgens bäter as in Bokelt“ (Nirgends besser als in Bocholt).
Im Mittelalter wuchs die Siedlung um eine Anfang des 9. Jahrhunderts gegründete „Urpfarre“ und einen bischöflichen Haupthof an einem Übergang über die Aa. Die Stadterhebung diente der Sicherung der fürstbischöflichen Macht im Westen des Bistums. Die Entwicklung der Stadt verlief gut, im 14. Jahrhundert musste das befestigte Stadtgebiet erweitert werden, eine zweite Kirche wurde errichtet - die jedoch bis ins 20. Jahrhundert keine Pfarrrechte erhielt - und die Stadt wurde landtagsfähig. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadtpfarrkirche St. Georg als gotische Hallenkirche neu erbaut, drei Klöster entstanden, am Ende des Jahrhunderts wirkte Israhel van Meckenem († 10. November 1503 in Bocholt) als Goldschmied und Kupferstecher in Bocholt.
Mit Beginn der Neuzeit endete der Aufstieg der Stadt. Wegen ihrer Grenzlage litt die Bocholter Wirtschaft unter dem Achtzigjährigen Krieg. Im sogenannten spanischen Winter 1598/99 war Bocholt monatelang von spanischen Truppen besetzt. Der Bau des Rathauses 1618/24 ist ein Indiz für eine Erholung des städtischen Wohlstands. Danach ruinierte der Dreißigjährige Krieg die Stadt: wiederholte Eroberungen und Plünderungen und eine kostspielige Besetzung durch hessische Truppen von 1635 bis 1650 verarmten Bocholt. Hinzu kamen verheerende Pestjahre. Zum wirtschaftlichen Niedergang kam der politische. Da die Stadt wie andere auch seit der Mitte des 16. Jahrhunderts mehrheitlich zum Protestantismus tendierte und sich allen landesherrlichen Rekatholisierungsversuchen widersetzte, verlor auch sie 1627 faktisch ihre städtische Selbständigkeit und erhielt sie nach erfolgter Gegenreformation nur eingeschränkt zurück.
Die Erholung dauerte Jahrhunderte. Mitte des 16. Jahrhunderts hatte die Stadt Zuzug von Kriegsflüchtlingen aus Brabant, die Kenntnisse in der Baumwollweberei mitbrachten und 1569 eine Baumwollgilde, das "Bomsidenambt", gründeten. Die manuelle Textilherstellung aus Baumwolle wurde im Laufe der Zeit der wirtschaftliche Schwerpunkt Bocholts, freilich in Abhängigkeit von einem Baumwollimport über die Niederlande, der im 18. und frühen 19. Jahrhundert - speziell im Siebenjährigen Krieg und unter der napoleonischen Herrschaft - immer wieder Störungen unterlag.
Durch den Frieden von Lunéville (1801), das Ende des Fürstbistums Münster (1802) und den Reichsdeputationshauptschluss (1803) gelangte die Stadt Bocholt unter die Herrschaft der Fürsten zu Salm-Salm und Salm-Kyrburg (siehe auch Salm (Adel)), die in den Gebieten der vormals fürstbischöflichen Ämter Bocholt (einschließlich der Herrschaft Werth) und Ahaus sowie in den Gebieten der Herrschaften Anholt und Gemen das Fürstentum Salm errichteten. Die Stadt Bocholt avancierte zur Landeshauptstadt, indem die Fürsten dort in einem säkularisierten Damenstift die "Fürstlich Salmisch Gemeinschaftliche Regierung" einrichteten. 1806 gehörte das Fürstentum Salm zu den Gründungsstaaten des Rheinbundes. 1811 wurde das Fürstentum Salm neben anderen Staaten von Frankreich annektiert, 1813 durch Preußen besetzt und wenig später durch den Wiener Kongress (1815) auch völkerrechtlich dem Königreich Preußen zugeordnet. Hier gehört Bocholt zum Kreis Borken, Regierungsbezirk Münster, Provinz Westfalen.
Die Industrialisierung, die in Bocholt 1852 mit der Aufstellung der ersten Dampfmaschine für eine Spinnerei begann, brachte vor allem ab 1871 einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden mindestens 114 Textilfirmen gegründet. Mit dem Aufstieg der Textilindustrie waren verbunden ein ebenso kräftiger Bevölkerungsanstieg (siehe Tabelle unten) und ein starker Ausbau der Infrastruktur: 1878 Anschluss an das Eisenbahn-, 1913 an das Elektrizitätsnetz; Krankenhausneubau 1875-78, Schlachthof 1899/1900, Stadtgas 1901, Bahnhof 1904, Feuerwehr 1907, Amtsgericht 1910/11, Wasserleitung/Kanalisation 1911-13, Friedhofsverlegung 1908, Alten- und Waisenhaus 1909/10, Walderholungsstätte 1913, Schul-, Kirchen- und Klosterneubauten) einhergingen.
Während die Wirtschaftsentwicklung im und nach dem Ersten Weltkrieg stagnierte bzw. stark schwankte, erreichte die städtische Eigenständigkeit 1923 mit der Errichtung des Stadtkreises Bocholt einen Höhepunkt. Politisch war Bocholt wegen der überwiegend katholischen Bevölkerung eine Hochburg des Zentrums. Die NS-Machtergreifung wurde dadurch nicht beeinträchtigt. Sie wurde maßgeblich vorangetrieben durch den von der NSDAP eingesetzten Bürgermeister Fritz Emil Irrgang, der die Stadtverwaltung von 1934 bis 1939 führte. 1935-38 erhielt die Stadt in dem eigens dafür gebauten "Stadtwaldlager" eine SA-Garnison der "Österreichischen Legion", d. h. Emigranten des Dollfuß-Putsches, die 1938 wieder nach Österreich abzogen. Das Lager wurde im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager (Stammlager VI F) genutzt, das zwischen 1942 und 1944 von Oberst Hans Jauch, dem Großvater von Günther Jauch, befehligt wurde. Auf dem ehemaligen Lagerfriedhof liegen über 1700 tote Sowjetsoldaten, die Ende 1941 im Lager starben. Die Stadt wurde am 22. März 1945 durch einen Bombenangriff zu ca. 85 % zerstört und am 30. März von britischen Truppen eingenommen.
Nach der Auflösung des Staates Preußen und der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen gehörte die Stadt zum Landesteil Westfalen-Lippe.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Bocholt zur Britischen Besatzungszone. Die Militärverwaltung richtete in dem vormaligen Kriegsgefangenenlager ein DP-Lager ein, zur Unterbringung so genannter Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen, Estland, Litauen und Jugoslawien. Da viele DPs eine Repatriierung in den kommunistischen Machtbereich ablehnten und eine Auswanderung nach Übersee anstrebten, was aber dauerte, existierte das DP-Lager Bocholt noch bis Anfang der 50er Jahre und war damit eines der letzten Lager in Westfalen. Danach ging die Verwaltung auf deutsche Behörden, nämlich das NRW-Sozialministerium, über. Die brachten darin Flüchtlinge des Kalten Krieges unter: 1956 Ungarn, später DDR-Flüchtlinge.
Der Wiederaufbau in der Mitte des 20. Jahrhunderts gelang sehr rasch, was vornehmlich dem rasanten Wirtschaftsaufschwung der 50er und 60er Jahre zu verdanken war. Die Bocholter Textilindustrie konnte jedoch nur anfänglich an diesem Aufschwung teilnehmen und geriet zunehmend in Konkurrenz zu billigeren Auslandsprodukten. Folge war ein starker Rückgang dieses Industriezweigs. Dagegen prosperierten die Metall- und die Elektroindustrie, welche heute die lokale Wirtschaft bestimmen. Im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 stieg die Einwohnerzahl durch Eingemeindung von zehn Umlandgemeinden von ca. 49.000 auf ca. 65.000, die Fläche wuchs von 18,4 km² auf 119,4 km². Infolge dieser Erweiterung konnten ein weiträumiges Industriegebiet (Industriepark Bocholt) südwestlich der bebauten Stadtfläche im Stadtteil Mussum eingerichtet und das Krankenhaus aus dem Stadtkern ausgelagert werden.
Trotz erfolgreichen Wiederaufbaus und wirtschaftlichen Ausbaus konnte die Stadt ihre zentrale Stellung im Umland nicht beibehalten. Die Bahnverbindungen wurden bei Ausbau des Straßenverkehrsnetzes in den 60/70er Jahren bis auf die Rheinschienenanbindung nach Wesel stillgelegt, die Kreisfreiheit ging 1975 verloren, was u.a. das Aus des "BOH-Kennzeichens" mit sich zog. Mit der Privatisierung von Bundesbahn und Bundespost in den 90er Jahren wurden Bahnhof und Postamt zurückgestuft, das Gewerbegericht wurde verlegt. Durch die Fertigstellung eines Justizzentrums für Arbeits- und Amtsgericht sowie Staatsanwaltschaft Ende 2006 konnte der drohende Abzug der Justizbehörden abgewendet werden.
Bocholt ist in 12 Stadtteile gegliedert. Neben Bocholt selbst sind das folgende Stadtteile:
Im Mittelalter hatte Bocholt nur wenige hundert und in der frühen Neuzeit einige tausend Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So sank die Einwohnerzahl 1448 während der Soester Fehde, als Bocholt bombardiert wurde. Während einer Pestepidemie 1636/37 starben etwa die Hälfte der Bewohner. Auch im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) wurde die Stadt durch Heerzüge und Plünderungen in Mitleidenschaft gezogen. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1831 erst 4.000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits über 20.000.
Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Bis Kriegsende wurden durch die alliierten Luftangriffe 85 Prozent der Gebäude zerstört. Die Bevölkerungszahl sank von 35.000 im Jahre 1939 auf nur noch 8.000 im März 1945. Im Jahre 1974 lebten rund 48.000 Menschen in der Stadt. Durch zahlreiche Eingemeindungen von Ortschaften in der Umgebung stieg die Bevölkerungszahl am 1. Januar 1975 auf 66.000. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Bocholt nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 73.762 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) - historischer Höchststand.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1789 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis

Die Sitze im Stadtrat verteilen sich nach den Ergebnissen der Kommunalwahlen 1999 und 2004 folgendermaßen, wobei wegen der Verkleinerung des Stadtrats von 50 (1999) auf 44 (2004) Sitze die absoluten Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar sind:
| Partei | Sitze 1999 |
Sitze 2004 |
|---|---|---|
| Christlich Demokratische Union | 28 | 22 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 15 | 13 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 3 | 3 |
| Stadtpartei | 2 | 3 |
| Freie Demokratische Partei | 1 | 2 |
| FW/UWG | 1 | 1 |
Bisherige Oberbürgermeister:
Bisherige Bürgermeister:
Hauptamtliche Bürgermeister:
Die amtliche Wappenbeschreibung lautet: "In grünem Feld eine gerade aufgewachsene, ausgerissene silberne Buche mit drei symmetrisch verteilten Ästen mit dazwischen stehenden Einzelzweigen. Die Zahl der Blätter beträgt 17. Sie zeigen Rippen und sind gezahnt. Die Zahl der an den langen Stielen erscheinenden Bucheckern ist 23. Die Zahl der Wurzeln beträgt 5. Unten am Stamm befindet sich je ein abgehauener Auswuchs." Die Wappengenehmigung wurde am 6. März 1930 durch das preußische Staatsministerium erteilt. Vorlage des Wappens ist das große Stadtsiegel, dessen Gebrauch erstmals 1302 nachweisbar ist. Schon 1284 ist auf einem nicht vollständig erhaltenen Stadtsiegel ein Baum zu erkennen. Auf einem nur rudimentär erhaltenen Stadtsiegel von 1259 sind sechs Blätter an langen glatten Zweigen erkennbar.
Die Stadt unterhält Städtepartnerschaften mit der gleichnamigen belgischen Gemeinde Bocholt, mit der französischen Stadt Aurillac und mit Rossendale in Großbritannien.
Zudem besteht seit 1985 eine Partnerschaft auf wirtschaftlicher Basis mit der chinesischen Stadt Wuxi.[2]
Natur
Freizeiteinrichtungen
Bocholt ist eine Industrie- und Einkaufsstadt. Durch ausgedehnte Fußgängerzonen und zwei Einkaufszentren in der Innenstadt werden viele Gäste aus dem Umland, besonders aus Holland, an jedem Wochenende in die Stadt gezogen.
Der Siemens-Konzern ist der größte Arbeitgeber in Bocholt. Zum Siemens-Konzern gehört die Flender AG, die im Jahr 2005 von Siemens übernommen wurde und heute Teil des Geschäftsbereich Automation and Drives (A&D) ist. Darüber hinaus hat die Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) in Bocholt ein Werk für die Herstellung von Schnurlostelefonen (Gigaset).
Weitere große Arbeitgeber in Bocholt sind die Firmen Borgers, die Duvenbeck Unternehmensgruppe, die GILDE Gruppe, Benning, WM-Group, Olbrich, Sinnack, Elsinghorst, Pieron, Pergan, Meier-Gruppe, Verfahrenstechnik Hübers, Grunewald Modellbau und Roseversand.
Der Bocholter Industriepark im Südwesten der Stadt mit einer Bruttofläche von 235 ha ist das größte zusammenhängende, voll erschlossene Gewerbeflächenareal in ganz Nordrhein-Westfalen. Er zählt 200 Betriebe mit über 6.000 Beschäftigten. Der Industriepark verfügt über einen direkten Anschluss an die B 67 und damit an die A 3 Arnheim/Oberhausen. Bis Mitte 2008 ist eine Vergrößerung des Industrieparks um 60 ha nach Süden vorgesehen.
Das St.-Agnes-Hospital Bocholt stellt mit 470 Planbetten die medizinische Versorgung in und um Bocholt sicher. Das Hospital ist einer der größten Arbeitgeber vor Ort. Angegliedert ist die Zentralschule für Gesundheitsberufe mit 150 Ausbildungsplätzen, die gemeinsam mit dem St.-Marien-Hospital Borken betrieben wird.
Die "Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH" ist eine Gesellschaft der "Stadtwerke Bocholt GmbH" und versorgt Bocholter Privat- und Geschäftskunden aus einer Hand mit Energie und Trinkwasser. Zudem gehört die "Bocholter Bädergesellschaft", die das Erlebnisbad Bahia und das Fildekenbad betreibt, sowie die "Stadtbus Bocholt GmbH" zur Gesellschaft. Durch stetiges Wachsen sind mittlerweile mehr als 150 Mitarbeiter beschäftigt.
Eine der größten Speditionen in Bocholt ist Kühne + Nagel.
Der Bahnhof Bocholt liegt ungefähr 500 m südöstlich des Stadtzentrums an der Bocholter Bahn (KBS 421), die im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der Regionalbahn „Der Bocholter“ (RB 32) Wesel–Bocholt mit Anschluss an den Rhein-Express (RE 5) in Wesel bedient wird.
Im Straßenpersonennahverkehr erschließen
die Region und das Stadtgebiet. Darüber hinaus gibt es bedarfsorientierte Anrufbus-Linien.
Zudem gibt es Verbindungen nach Vreden und Rees-Milligen. Ein Nachtbus verkehrt an Wochenenden zwischen Bocholt und Legden.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM), auf der RB 32 der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Bocholt ist über die B 473 an die A 3 (E 35) angebunden. Durch das Stadtgebiet führt die B 67. Um diese zu entlasten, wurde die B 67n gebaut. Wenn im Jahr 2009 diese Schnellstraße fertig ausgebaut ist, verbindet sie die A 3 mit der A 31. Sie ist auch Teil des geplanten "äußeren Rings" von Bocholt, bestehend aus dem Ostring, der B 67n als Südring, der B 473 als Westring und dem noch zu planenden Nordring.
Die alte Siedlungsstruktur kann man anhand der Straßenführung innerhalb Bocholts erkennen. So führen aus allen Himmelsrichtungen große Einfallstraßen in Richtung Innenstadt, die vom mehrspurigen Innenstadtring umgeben wird. Innerhalb des Stadtrings sind vorwiegend Fußgängerzonen und Einbahnstraßen ausgewiesen. Da Bocholt wegen der Shoppingcenter viele Tagestouristen aus dem Umland anzieht, wurde ein elektronisches Parkleitsystem installiert. Es informiert die Autofahrer beim Befahren des Innenstadtrings, wo wieviele Parkplätze noch frei sind und leitet gegebenenfalls den Verkehr weiter.
Der Verkehr in Richtung Niederlande wird seit Sommer 2006 von der B 473 kommend durch den Westringtunnel an der Innenstadt vorbeigeführt.
Nach über 25 Jahre langen Planungen und ständigen hin und her der Politik wurde im Jahr 2007 endlich die B67n eröffnet. Von jetzt an ist es möglich von Rees kommend an Bocholt vorbei bis nach Rhede über diese Schnellstrasse zu fahren. Der östliche Ortskern der Stadt wurde dadurch wesentlich entlastet. Für den Fernverkehr ergibt sich dadurch ebenfalls eine große Zeitersparnis. Und die Bewohner der Dingdenerstrasse, Mühlenweg, Uhlandstrasse und der Münsterstrasse erfreuen sich einer lange nicht mehr dagewesenen Verkehrsruhe.
Bocholt ist eine ausgesprochene Fahrradstadt, fast jeder Bürger besitzt ein oder mehrere Räder, das Radwegenetz ist weitläufig und komfortabel ausgebaut. Im Sommer müssen auswärtige Autofahrer auf der Hut sein wegen des starken Radverkehrs in der Stadt, selbst im Winter benutzen viele Bürger ausschließlich ihren Drahtesel. Gruppenausflüge mit dem Fahrrad, so genannte "Pättkestouren", sind besonders im Frühjahr beliebt. In den Jahren 2005 und 2006 gewann die Stadt Bocholt den vom ADFC und BUND verliehenen Titel "Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands" in der Kategorie der Städte unter 100.000 Einwohner. Bocholt ist die erste Stadt Deutschlands, die eine bewachte Fahrradstation an einem Bustreff und nicht an einem Bahnhof errichten ließ. Eine zweite Radstation am Bocholter Bahnhof befindet sich im Bau.
Die Bocholter Presse ist dominiert von der einzigen Tageszeitung "Bocholter-Borkener Volksblatt" (BBV). Zweimal pro Woche erscheinen die Anzeigenblätter "Bocholter Report" und "Stadt-Kurier", letzteres aus dem gleichen Hause wie das BBV. Des Weiteren gibt es noch den lokalen Radiosender Radio WMW in Borken, sowie seit Mai 2004 auch einen Fernsehsender wm.tv. Nach dem Einstieg der WM-Group in das Unternehmen, wurde der Sitz des Lokalsenders nach Bocholt verlegt. Monatlich erscheint das kostenlose Bocholter Stadtmagazin "PAN".
Internet-Fernsehen mit lokalem Inhalt wird sogar von mehreren Anbietern gesendet. wm.tv stellt neben den aktuellen Nachrichtensendungen auch das Format "Heimatzeit Bocholt" online, lokale Nachrichtensendungen gibt es zudem auf den Internetseiten des "Bocholter-Borkener Volksblatt" und vom "Bocholter Report". Das Bocholter-Borkener Volksblatt zeigt eine täglich aktuelle Newssendung im Internet. Außerdem liefert es die Inhalte für das Shopping-Center-TV "Mallvision", das seit 2007 in den Arkaden ausgestrahlt wird.
Personen, die in Bocholt geboren wurden:
Personen, die in Bocholt gelebt haben und zugleich dort ihre Wirkungsstätte hatten, ohne dort geboren zu sein:
Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau (Westf.) | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden
Kreise: Ahaus | Altena | Arnsberg | Beckum | Bielefeld | Bilstein | Bochum | Borken | Brakel | Brilon | Bünde | Büren | Coesfeld | Dortmund | Ennepe-Ruhr-Kreis | Eslohe | Gelsenkirchen | Hagen | Halle | Hamm | Hattingen | Herford | Hörde | Höxter | Iserlohn | Lippstadt | Lübbecke | Lüdinghausen | Medebach | Meschede | Minden | Münster | Olpe | Paderborn | Rahden | Recklinghausen | Schwelm | Siegen | Soest | Steinfurt | Tecklenburg | Unna | Warburg | Warendorf | Wiedenbrück | Wittgenstein
Stadtkreise: Bielefeld | Bocholt | Bochum | Bottrop | Buer | Castrop-Rauxel | Dortmund | Gelsenkirchen | Gelsenkirchen-Buer | Gladbeck | Hagen | Hamm | Herford | Herne | Hörde | Iserlohn | Lüdenscheid | Lünen | Minden | Münster | Osterfeld | Recklinghausen | Siegen | Wanne-Eickel | Wattenscheid | Witten
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