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| Brandenburg (Burg) | ||
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Dom St. Peter und Paul errichtet auf der Brandenburg |
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| Burgentyp: | Niederungsburg | |
| Erhaltungszustand: | Reste in neueren Bauten | |
| Ständische Stellung: | Fürsten | |
| Bauweise: | Holzbau | |
| Ort: | Brandenburg an der Havel | |
| Geographische Lage | 52° 24′ 54″ N, 12° 34′ 0,1″ O52.41512.56677Koordinaten: 52° 24′ 54″ N, 12° 34′ 0,1″ O | |
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Die Brandenburg war ein slawischer Burgwall (Niederungsburg/Wallburg) auf der Dominsel in der heutigen Stadt Brandenburg an der Havel.
Inhaltsverzeichnis |
Die Burg war Fürstensitz der Heveller (Stodoranen). Im strengen Winter 928/929 wurde sie von König Heinrich I. durch Aushungern und mit Feuer und Schwert erobert.
Der romanische Vorläuferbau des Doms ging während des großen Slawenaufstandes von 983 verloren. Letzter slawischer Fürst auf der Burg Brandenburg war Pribislaw, der sich als Christ Heinrich nannte. Er gab Markgraf Albrecht dem Bären das Erbversprechen über die Burg Brandenburg, welches seine Frau Petrissa einhielt.
Dennoch konnte sich Fürst Jaxa von Köpenick noch einmal für kurze Zeit in den Besitz der strategisch wichtigen Anlage setzen. Die Besetzung der Burg wurde am 11. Juni 1157 durch Truppen des Askanier-Fürsten Albrecht des Bären nach schweren Kämpfen aufgehoben und Jaxa zur Flucht gezwungen. Dieser Tag gilt im allgemeinen als die Geburtsstunde der Mark Brandenburg. Die Markgrafen hielt es nicht lange in der Burganlage. Sie errichteten den markgräflichen Hof schon bald am Südrand der Neustadt Brandenburg, auf dem Gelände des heutigen Dominikaner-Klosters St. Pauli.
1165 war Baubeginn des (zweiten) Doms St. Peter und Paul auf den Fundamenten der Burg. Auch die Brandenburger Bischöfe blieben nicht an ihrem Dom auf dem Gelände der alten Slawenfeste. Sie zog es zunächst in das nahe Pritzerbe, später dann auf die Burg Ziesar an der alten Fernhandelsroute Magdeburg - Posen. Auf der alten Burg blieb nur noch das Domkapitel des Doms zu Brandenburg.
Die Burg war eine palisadenbewehrte Ringwallanlage mit einem aus Holz aufgeführten Haupthaus in der Mitte.
Der Brandenburger Dom wurde über die alten, zugeschütteten Wallanlagen der Burg hinübergebaut. Die daraus resultierende Diskontinuität der Bodenschichten trägt entscheidend zur statischen Instabilität der Kathedrale bei.
Ein letztes Relikt der alten Burganlage ist möglicherweise die Petrikapelle, deren Feldstein-Sockel des Westgiebels zusammen mit dem Sockel des Westwerkes von St. Gotthardt die ältesten gemauerten Artefakte Ostelbiens darstellen.
Ungesicherten Angaben zufolge ist die Petrikapelle gleichzeitig die Grablege Fürst Pribislaw-Heinrichs und evtl. auch Petrussas.
Obschon sich die Kapelle auf dem nachgewiesenen Gelände der Burg befindet, ist nicht gesichert, ob es sich bei ihr um die ursprüngliche Burgkapelle handelt, oder ob sie möglicherweise niedergelegt und mit Originalmaterial leicht ortsversetzt wieder aufgebaut wurde. Das Fürstengrab konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
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