Carl Ludwig Fernow


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Carl Ludwig Fernow (* 19. November 1763 in Blumenhagen; † 4. Dezember 1808 in Weimar) war ein deutscher Kunsttheoretiker und Bibliothekar in Weimar.

Als Kunsttheoretiker verfügte er über eine große Fähigkeit der Darstellung, nicht aber der Methode. So lästerte Friedrich Schiller in einem Brief an Goethe über Fernow und den ihm in der Methodik überlegenen Hegel: „Suchen Sie doch Hegel und Fernow einander näher zu bringen, ich denke es müßte gehen, dem einen durch den andern zu helfen. Im Umgang mit Fernow muß Hegel auf eine Lehrmethode denken, um ihm seinen Idealismus zu verständigen, und Fernow muß aus seiner Flachheit herausgehen.

Mit Jens Immanuel Baggesen und Friedrich Weinbrenner bereiste er Italien. Von Ludwig Fernow stammen ca. 2.000 italienische Bücher der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die er aus Rom 1803 nach Weimar importierte. Goethe kaufte diesen Bestand für die Bibliothek nach dem Tod Fernows auf.

Literatur

  • Fritz Fink: Carl Ludwig Fernow: Der Bibliothekar der Herzogin Anna Amalia. Weimar: Fink, 1934.
  • Herbert von Einem: Carl Ludwig Fernow. Eine Studie zum deutschen Klassizismus. Berlin 1935.
  • Irmgard Fernow: Carl Ludwig Fernow als Ästhetiker. Ein Vergleich mit der „Kritik der Urteilskraft“. Würzburg 1936 (Diss.)
  • Arth. Richter: Fernow, Karl Ludwig. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 6, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 716 f.
  • Herbert v. Einem: Fernow, Carl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Bd. 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, S. 98 f.
  • Von Rom nach Weimar. Carl Ludwig Fernow. Hrsg. von Michael Knoche und Harald Tausch. Tübingen: Narr, 2000.

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