
Das China Aviation Museum (auch Datangshan genannt) ist das größte Luftfahrtmuseum in China. Das 50 km nördlich von Peking gelegene Museum ist teilweise in einem tunnelartigen Stollen untergebracht, welche ursprünglich zur bunkerartigen Flugzeugkaverne des Militärflughafens Shahe im Berg Datangshan gehörten. Das China Aviation Museum wurde am 11. November 1989 anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der chinesischen Luftstreitkräfte, der People's Liberation Army Air Force, eröffnet. Die Sammlung umfasst über 200 zivile und militärische Flugzeuge aus chinesischer und russischer Produktion sowie einige japanische und US-amerikanische Kriegsbeuten aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Koreakrieg.
In dem zentral gelegenen Felsmassiv befindet sich eine Flugzeugkaverne, deren größter Stollen von zwei Seiten über Rollwege befahrbar ist und einst als geschützter Flugzeughangar diente. Nun sind darin über 50 Flugzeuge zu beiden Seiten der flach gewölbten Decke ausgestellt. Eingangs der Halle befinden sich chinesische wie auch erbeutete japanische Flugzeuge des Zweiten Weltkriegs. Nachfolgend kommen Modelle aus der Nachkriegszeit wie die MiG-15 und MiG-17 sowie deren chinesischen Pendants J-2 und J-5, einige J-6, Chengdu J-7 und eine Shenyang J-8. Einige ältere J-2 und J-5 haben unterhalb der Kanzel Markierungen für erfolgreiche Flugzeugabschüsse von koreanischen und US-amerikanischen Flugzeugen aus dem Koreakrieg. Fünf MiG-15 der koreanischen Luftstreitkräfte sind ebenfalls ausgestellt. Weiterhin sind Jagdbomber vom Typ Q-5 Fantan und drei B-5 (die chinesische Variante der Iljuschin Il-28) aufgereiht. Am Ende des Tunnels befinden sich ausländische Typen wie eine F-86 Sabre der pakistanischen Luftwaffe, ein im Vietnamkrieg erbeuteter Hubschrauber vom Typ Bell UH-1H "Huey" der United States Army, ein von den italienischen Luftstreitkräften ausgemusteter F-104S "Starfighter" sowie ein maßstabsgerechtes Modell eines Boeing AH-64 "Apache".
Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich darüber hinaus sich noch Flugzeughangar, Radarstationen und Luftabwehrstellungen.
Koordinaten: 40° 10' 57" N, 116° 21' 49" O
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