Der Deutsche Akademische Austauschdienst e. V. (DAAD) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Hochschulen und der Studierendenschaften zur Pflege ihrer internationalen Beziehungen. Der DAAD wurde am 1. Januar 1925 aufgrund einer privaten studentischen Initiative gegründet, 1945 aufgelöst und im Jahr 1950 wieder gegründet. Mitglieder sind (auf Antrag) die deutschen Hochschulen und ihre Studentenschaften.
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Seine hauptsächlichen Tätigkeitsbereiche sind die folgenden:
Der DAAD versteht sich als Mittlerorganisation der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Ein konkretes Ziel ist die Anhebung des Anteils in Deutschland studierender Ausländer auf über zehn Prozent. Stipendien für Ausländer werden in der Regel über die deutschen Botschaften ausgeschrieben. Kontakt zum DAAD für deutsche Studierende vermittelt gewöhnlich das Akademische Auslandsamt einer Hochschule.
Der DAAD ist auch Nationale Agentur für die Koordinierung und Durchführung der Programme der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der allgemeinen und der beruflichen Bildung: Sokrates / ERASMUS, Leonardo da Vinci und Tempus.
Der DAAD verleiht jährlich einen Jakob- und Wilhelm-Grimm-Preis an Wissenschaftler aus dem Ausland für „herausragende Arbeiten auf den Gebieten Germanistische Literatur- und Sprachwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache sowie Deutschlandstudien“. Die Auszeichnung, in Erinnerung an die Sprachforscher und Begründer der Germanistik Jakob und Wilhelm Grimm, ist mit 5.000 Euro dotiert und mit einem Forschungsaufenthalt an einer deutschen Hochschule verbunden. [1]
Die finanziellen Mittel des DAAD stammen überwiegend aus öffentlichen Mitteln (Stand: 2006):
Präsident des DAAD ist seit Januar 2008 Stefan Hormuth, Professor für Sozialpsychologie und Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie von 2001 bis 2007 Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz für Internationale Angelegenheiten. Vor Hormuth hatte Theodor Berchem (Würzburg) den DAAD 20 Jahre als Präsident geleitet.
Dem Vorstand des DAAD gehören gewählte Rektoren oder Präsidenten und Studierendenvertreter sowie Leiter der Akademischen Auslandsämter der Mitgliedshochschulen an, außerdem ein Vertreter des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft. Vertreter der Bundesministerien und anderer „Mittlerorganisationen“ sind als Gäste kooptiert.
Die Mitgliederversammlung tagt einmal im Jahr.
Die Geschäftsstelle des DAAD in Bonn wird geführt von Generalsekretär Dr. Christian Bode. Daneben unterhält der DAAD ein Büro in Berlin und zahlreiche Außenstellen und Informationszentren weltweit. Im Jahr 2000 betrug das Haushaltsvolumen 427,9 Millionen DM, die Mitarbeiterzahl 468. Die Gesamtzahl der Geförderten lag bei 64.047, davon 25.596 Ausländer und 37.451 Deutsche.
Ausländische Studierende mit DAAD-Stipendium werden in Deutschland von ehemaligen deutschen DAAD-Stipendiaten betreut, die im DAAD Freundeskreis e. V. zusammengeschlossen sind. Der Freundeskreis wurde 1981 gegründet und hat bundesweit ca. 1500 Mitglieder. In vielen Universitätsstädten gibt es Regionalgruppen, welche die Betreuung der ausländischen Stipendiaten organisieren.
Ausländische DAAD-Freundeskreise gibt es in vielen Ländern.
Der DAAD verwendet beide Namensversionen - "Deutscher Akademischer Austauschdienst" und "Deutscher Akademischer Austausch Dienst", dazu das Akronym DAAD. Auf den Zusatz e. V. wird im allgemeinen verzichtet. In rechtsverbindlichen Schreiben wird die satzungsmäßig korrekte Form "Austauschdienst" mit dem Zusatz "e. V." verwendet. In anderen Fällen kommt nach Auffassung der Geschäftsleitung des DAAD dessen Dienstleistungscharakter nicht hinreichend zur Geltung. Deshalb wurde entschieden, in Publikationen den Dienstleistungscharakter dadurch deutlicher zu unterstreichen, dass der Wortteil "Dienst" als eigenständiges Wort geschrieben wird, wobei den handelnden Personen bewusst ist, dass dies weder mit der satzungsmäßigen Benennung noch mit den Regeln der deutschen Sprache in Einklang steht.[2]
Koordinaten: 50.7001816687° N, 7.1486234665° O
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