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Die Direction Générale de la Sécurité Extérieure (DGSE) ist der französische Auslandsnachrichtendienst. Er wurde am 4. April 1982 als Nachfolgeorganisation des SDECE gegründet, ohne sich weitgehend organisatorisch und personell zu verändern. Die Aufgaben des DGSE bestehen aus Spionage und Gegenspionage außerhalb des Staatsgebietes. Unterstellt ist die DGSE dem französischen Verteidigungsministerium. Für den Dienst arbeiten etwa 3.300 zivile Mitarbeiter und 1.500 Militärs, die dem 44. Infanterieregiment in Orléans unterstellt sind.
Inhaltsverzeichnis |
Direction Générale de la Sécurité Extérieure.141 Boulevard MortierParis, 75020FrankreichPhone: +33 1 42 19 30 11
Die Stellung des Staates im Weltgefüge und die daraus resultierenden Interessen bestimmen die nachrichtendienstlichen Aktivitäten. Bei einem Land wie Frankreich sind dies außenpolitisch vor allem die Rolle als ehemalige Kolonialmacht sowie als Atommacht. Nach 1989 ist allerdings eine zunehmende Verschmelzung von inneren und äußeren Aufgaben zu beobachten. Die nationale Sicherheit des Landes steht im Mittelpunkt.
In Bezug auf Arbeit der Nachrichtendienste ist über dieses Feld wenig zu finden. Festgestellt werden kann aber, dass der größte Skandal des DGSE damit zusammenhängt: die Versenkung des Greenpeace-Schiffes „Rainbow Warrior“ im Hafen von Auckland (Operation Satanique) durch Agenten des DGSE, die als Taucher eine mit Zeitzünder versehene Haftmine unter der Wasserlinie des Stahlrumpf-Schiffes zur Explosion brachten, wodurch der portugiesische Photograph Fernando Pereira getötet wurde. Die Agenten setzten sich umgehend ab und wurden auf hoher See von einem aus Australien herbeieilenden U-Boot aufgenommen, wie nachträglich von Frankreich zugegeben wurde.
Schon Jahre zuvor stieß die französische Nuklearpolitik auf zunehmenden Protest der Umweltschützer. Diesem Protest schlossen sich die südpazifischen Staaten an, die sich neuen Risiken ausgesetzt sahen. Die Autonomie-Bestrebungen der französischen Überseegebiete erreichten 1983 - vor allem in Neukaledonien - einen neuen Höhepunkt. Ein Jahr später wurde David Longe, ein erklärter Gegner der Nuklearpolitik, zum Premierminister von Neuseeland gewählt. In diese, für die Nukleartests Frankreichs auf dem Mururoa-Atoll äußerst schwierige Zeit, fiel die „Aktion“ des DGSE. Als politische Konsequenzen aus dieser Affäre wurden der DGSE-Generaldirektor, Admiral Pierre Lacoste, sowie der Verteidigungsminister, Charles Hernu, ersetzt. Vertreter Frankreichs betonten in öffentlichen Erklärungen jedoch immer wieder, dass Frankreich nicht vorhätte, seine Stellung als Nuklearmacht oder seine Stellung im Pazifik in Frage zu stellen, und daher seine Atomversuche in dieser Region fortsetzen würde.
| Direktoren des DGSE: | |
|---|---|
| Name | Amtszeit |
| Pierre Marion | 17. Juni 1981 - 10. November 1982 |
| Pierre Lacoste | 10. November 1982 - 19. September 1985 |
| René Imbot | 20. September 1985 - Dezember 1986 |
| Francois Mermet | 2. Dezember 1986 - 23. März 1989 |
| Claude Silberzahn | 23. März 1989 - 7. Juni 1993 |
| Jacques Dewatre | 7. Juni 1993 - 19. Dezember 1999 |
| Jean-Claude Cousseran | 19. Dezember 1999 - 2002 |
| Pierre Brochand | seit 24. Juli 2002 |
| Erard Corbin | ab 7. Oktober 2008 |
1996 hatte die DGSE einen Personalstand von 2.500 Personen, darunter 1.700 Zivilisten, mit einem offiziellen Budget von FF 1.350.000.000.
Obwohl der DGSE vor allem auf Menschen als Quelle setzt, besitzt es zur technischen Kommunikationsüberwachung das Ensemble Mobile Écoute et Recherche Automatique Des Emissions -, Emmeraude. Gesteuert wird es von Alluets-Feucherolles im Departement Yvelines, im Westen von Paris.Trotz allem gibt es eine Liste von Abhörstationen des DGSE in Frankreich und dem Rest der Welt. Diese rund 30 Antennen decken praktisch den ganzen Globus ab – mit Ausnahme von Nordsibirien und Teilen des Pazifiks. Das Abhörnetzwerk besteht aus folgenden Stationen:
Durch die Tatsache, dass Frankreich eine Kolonialmacht war, besteht für das Land noch immer die Möglichkeit, auch außerhalb ihres Territoriums solche Stationen einzurichten.
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