Don’t ask, don’t tell


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„Don’t ask, don’t tell“ (DADT, zu dt.: „Frage nicht, sage nichts“) bezeichnet ein US-amerikanisches Militärgesetz, genauer Titel 10, § 654 des US Code, welches den Status von Homosexuellen in den Streitkräften der Vereinigten Staaten regelt[1][2]. Dieser Richtlinie zufolge ist es Soldaten verboten, gleichgeschlechtliche Beziehungen romantischer oder sexueller Art in der Öffentlichkeit zu führen. Darüber hinaus ist es homosexuellen Mitgliedern der Streitkräfte untersagt, während ihrer Dienstzeit ihre sexuelle Orientierung preiszugeben oder über homosexuelle Themen zu sprechen. Vorgesetzten Soldaten wird es im Gegenzug untersagt, Untersuchungen über die sexuelle Orientierung ihrer Untergebenen anzustellen.

Das Gesetz stellte bei seiner Inkraftsetzung 1993 einen Kompromiss zwischen den Positionen des Militärs und der des Präsidenten Bill Clinton dar, der im US-Präsidentschaftswahlkampf 1992 versprochen hatte, allen Staatsbürgern den Zugang zu den Streitkräften zu ermöglichen. Die Richtlinie wurde vom damaligen Generalstabsvorsitzenden Colin Powell erarbeitet und von Clintons Amtsnachfolger George W. Bush beibehalten. Bis zum Erlass war Homosexuellen der Wehrdienst generell untersagt.

Seit 1993 wurden 10.000 Soldaten aufgrund der Richtlinie entlassen. Gegner des Irakkriegs wollen errechnet haben, dass die Neurekrutierungen, um sie zu ersetzen, $ 364 Mio. gekostet haben sollen[3].

Laut einer nicht repräsentativen Umfrage der Gruppe Zogby International am Ende des Jahres 2006 ist das Funktionieren der Dienstanweisung in Frage zu stellen: ihr zufolge kennt ein Viertel der Befragten ein homosexuelles Mitglied der Einheit.

In der Gesellschaft der Vereinigten Staaten hat das Zitat eine allgemeinere Verwendung gefunden. Es umschreibt in diesem Fall das Verschweigen der sexuellen Orientierung eines Individuums und deren bewusstes Vermeiden als Gesprächsthema, ohne jedoch seine Umgebung aktiv darüber zu belügen.

Marty Meehan mit Führungspersonal des Militärs bei der ersten Ankündigung seines Gesetzesvorhabens.

Am 2. März 2005 brachte der demokratische Abgeordnete Marty Meehan den Gesetzentwurf „H.R. 1059 – Military Readiness Enhancement Act of 2005“ zur Aufhebung der DADT-Regelung im Kongress ein. Er wurde an einen Ausschuss delegiert und hatte vor Ende der 109. Kongressperiode 122 Unterstützer[4]. Am 28. Februar 2007 brachte Meehan denselben Gesetzesentwurf unter der Bezeichnung „H.R. 1246 – the Military Readiness Enhancement Act of 2007“ erneut ein. Bis jetzt ist er an einen Unterausschuss verwiesen und hat 119 Unterstützerstimmen.[5]

Im November 2008 unterzeichneten 100 pensionierte, US-amerikanische Generale und Admirale einen Aufruf zur Aufhebung der Don’t ask, don’t tell-Regelung. [6]

Inhaltsverzeichnis

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. US Code § 103–160 (englisch)
  2. US Code Title 10 § 654 (englisch)
  3. Quelle: Time to repeal ‘don’t tell’ – „Es wird Zeit, don’t tell zu widerrufen.“ Online-Ausgabe der USA Today vom 7. März 2006. Gefunden am 22. April 2007.
  4. Library of Congress: Übersichtsseite zu H.R.1059, gesehen am 30.April 2007
  5. Library of Congress: Übersichtsseite zu H.R.1226, gesehen am 30. April 2007
  6. Queer:US-Generale rufen zum Ende des Homo-Verbots auf

Weblinks

Quellen







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