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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Zahl Drei. Weitere Bedeutungen finden sich unter Drei (Begriffsklärung). |
Die Drei (3) ist die natürliche Zahl, die der Zwei folgt und der Vier vorausgeht. Sie ist die erste ungerade Primzahl.
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Nicht alle Sprachen haben ein eigenes Zahlwort für die Drei. So kennen einige Sprachen wie z. B. die der Torres-Strait-Insulaner nur Wörter für die 1 und die 2, mit denen durch Kombination auch die Zahlen 3, 4, 5 und 6 dargestellt werden. Größere Mengen werden lediglich mit „viel“ bezeichnet. Einige austronesische und australische Sprachen haben andererseits einen eigenen Numerus für die Dreiheit, den Trial bewahrt.
In Fremdwörtern sowohl aus dem Lateinischen als auch aus dem Griechischen steht die Wurzel tri für die Drei, z. B. in Trikolore, Triops. Ferner ist die lateinische Ordnungszahl tertius (der dritte) und die Mutiplikativform triplus (dreifach) in Form der Wurzeln terz bzw. tripel in deutsche Fremdwörter eingegangen, z. B. in die Wörter Terz und Tripelspiegel.
Bis drei zählen: Drei Impulse, die in gleichen Zeitabständen erfolgen, machen den dritten Impuls vorhersehbar. Somit sind drei Schläge die kürzeste Möglichkeit, einen Startmoment oder dergleichen anzusagen. Daher genügt es, bis drei zu zählen, wenn mehrere Personen etwas im selben Moment tun sollen. Auch viele Abzählreime zählen bis drei.
Drei ist in den meisten Schriftsystemen die größte Zahl, die mit ebenso vielen Strichen geschrieben wird, wie die repräsentierte Zahl. So gingen die Römer bei der Darstellung der 4 von ursprünglich IIII auf IV über, jedoch wird die Drei bei den römischen Zahlen, wie übrigens auch im Chinesischen mit drei Strichen dargestellt - erstere vertikal (III), letztere horizontal.
Die indische Brahmi-Zahl für die Drei wurde wie die chinesische mit drei horizontalen Linien geschrieben, während die Gupta die drei Linien mehr gebogen darstellten (siehe Abb. oben, 1. und 2. Skizze von links). Die Nagari gingen dazu über, die noch horizontalen Linien am rechten Ende im Uhrzeigersinn abwärts zu ziehen (s. Abb. 3). Nach und nach verbanden sie die Linien mit der jeweils darunter liegenden und entwickelten so ein Zeichen, das der modernen 3 schon sehr ähnlich sah, allerdings mit einem zusätzlichen Abstrich an der Basis (s. Abb. 4 & 5). Schließlich waren es die Araber des Maghreb, die mit der Ghubar-Schrift den "Extraschnörkel" beseitigten und so die moderne 3 entwickelten (s. Abb. 6). Im Gegensatz dazu war der Extraschnörkel für die Ostaraber sehr wichtig: Sie machten ihn viel größer, während sie gleichzeitig die darüberliegenden Striche in eine horizontale Achse rotierten. Auf diese Weise entwickelte sich eine Drei (٣) , die wie eine gespiegelte Sieben aussah, mit zwei Erhöhungen auf der obersten Linie.
Das chinesische Zahlzeichen ist chin. 三, sān, in formaler (d. h. schwerer fälschbarer) Schreibweise chin. 叁, sān. Weil das chinesische Wort ähnlich wie der Begriff für „lebendig“ (chin. 生, shēng) klingt, gilt die Drei in China als „gute Zahl“.
Drei ist die erste ungerade Primzahl und die zweit-kleinste nach der Zwei. Gleichzeitig ist sie die erste Mersenne-Primzahl (22 − 1), die erste Fermat-Primzahl (
), sowie die zweite Sophie-Germain-Primzahl und der zweite Mersenne-Primzahl-Exponent. Sie ist die fünfte Zahl der Fibonacci-Folge und die dritte, die einmalig ist.
Das Dreieck ist die einfachste geometrische Figur in der Ebene. Mit der Berechnung seiner Größen beschäftigt sich die Trigonometrie.
Dreierregel: Ist die Quersumme einer Zahl ein Vielfaches von drei, ist auch die zugrundeliegende Zahl durch drei teilbar.
Durch die Farbwahrnehmung des Menschen gibt es die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau, siehe auch Dreifarbentheorie. Ebenso gibt es bei den Dimensionen die drei Raumdimensionen Breite, Länge und Höhe bzw. X, Y und Z. Außerdem gibt es bei der Berechnung von Bahnkurven (Himmelsmechanik) ein sogenanntes Dreikörperproblem.
Drei Menschen sind die kleinste Gruppe, in der bei Abstimmungen eine absolute Mehrheit den Ausschlag für eine Entscheidung geben kann. Viele kleine Entscheidungsgremien bestehen daher aus drei Mitgliedern, z. B. Spruchkörper im deutschen Gerichtswesen wie das Schöffengericht oder die kleine Strafkammer.
Die verstreuten empirischen und theoretischen Untersuchungen dazu fasst zusammen: Bálint Balla, Die Zahl Drei und die Soziologie, Reinhold Krämer, Hamburg 2008, ISBN 978-3-89622-089-9
"Unter drei" ist ein Code im deutschen journalistischen Sprachgebrauch. Er bezeichnet die informelle Regel, dass weder Quelle noch Inhalt genannt werden dürfen, die erhaltenen Informationen absolut vertraulich behandelt werden müssen und ausschließlich für den Hintergrund bestimmt sind (verdeckte Information).
Ein aus drei Teilen oder Einzelwerken bestehendes Werk bezeichnet man in der Bildenden Kunst als Triptychon, in Literatur und Musik meist als Trilogie. Die abendländische Harmonik in der Musik beruht auf dem Ordnen verschiedener Töne zu Dreiklängen.
Die Drei gilt von alters her als göttliche bzw. heilige Zahl. Der Jahres- und Lebenszyklus wurde in vielen Kulturen als Dreiheit gesehen. Stichwörter hierfür sind
Eine Dreiheit von Göttern (Trias) als Symbol für die allumfassende Göttlichkeit existiert in vielen Kulturkreisen.
In der christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters ist die Drei das Symbol für Gott. Sie findet sich insbesondere in der Dreifaltigkeit (Trinität) aus Vater, Sohn und heiligem Geist. Andere Beispiele sind die Heilige Familie und die Heilige Drei Könige.
Im Märchen ist die Dreiheit ebenso häufig wie in der Mythologie. Der Topos der drei Königssöhne oder -töchter ist hierfür ein Beispiel.
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