
Das Entwerfen ist eine zielgerichtete geistige und schöpferische Leistung, als Vorbereitung eines später daraus zu entwickelnden Gegenstandes. Entwerfen gilt als Schlüsseltätigkeit in einigen Bereichen der Bildenden Künste, spielt aber in vielen Aspekten des menschlichen Denkens und Handels eine Rolle, bei denen Kreativität und Planung eng miteinander verknüpft sind.
Der Entwurf, als das Ergebnis eines Entwurfsprozesses, kann eine rein gedankliche Idee bleiben. In der Regel wird unter dem Begriff Entwurf jedoch eine Darstellung und Präsentation in Form von Texten, Zeichnungen, Grafiken und Modellen verstanden. Diese Darstellungen sind Mittel der Veranschaulichung und Kommunikation mit anderen Menschen. Anhand ihrer können Qualität, Funktionsweise und Funktionstüchtigkeit aber auch eventuelle Fehler eines Entwurfs überprüft, diskutiert und gegebenenfalls verbessert werden.
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Das Verb entwerfen findet sich bereits im Mittelhochdeutschen als Fachwort in der Bildwirkerei. Es bedeutete ursprünglich „ein Bild gestalten“: Beim Weben wurde der Schussfaden durch die aufgespannten Kettfäden geworfen um ein bestimmtes Motiv zu entwerfen. Noch heute wird die Phrase „ein Bild hinwerfen“ im Zusammenhang mit einer zeichnerischen Darstellung als synonym zu „(schnelles) skizzieren“ verstanden. Bereits im Mittelhochdeutschen findet sich eine allgemeine Bedeutungsausdehnung auf literarisches und geistiges Gestalten.
Der Aspekt der Vorläufigkeit und Prozessartigkeit, der heute beim Begriff des Entwerfens mitschwingt, kam erst später hinzu: durch den Einfluss des französischen projeter, „planen“, wörtlich „vor-werfen“. Die Substantivbildung Entwurf für eine (vorläufige) Skizze, einen Plan, entstand im 17. Jahrhundert.
Heute werden auch die englischsprachigen Begriffe design und draft in einigen Sachzusammenhängen mit Entwurf übersetzt.
In der Architektur ist das Entwerfen ein komplexer Prozess, bei dem verschiedene Randbedingungen (Lage, Baugrundstück, Raumprogramm, Kosten, Baurecht ...) beachtet werden müssen, um ein Bauwerk oder Gebäude zu entwickeln. Das Ergebnis, der Entwurf, wird in der Regel in Zeichnungen und Architekturmodellen, manchmal zusätzlich in Textform dokumentiert.
Die Regeln und Vorgehensweisen bei diesem Prozess nennt man auch Entwurfsstrategie. Je nach Strategie ist ein unterschiedlicher Grad an Flexibilität, Variabilität, Erweiterbarkeit und Reduzierbarkeit gegeben. [1]
Neben dem eher unscharfen Begriff Entwerfen existiert in Deutschland im Rahmen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure als Leistungsphase 3, der genauer fixierte Terminus Entwurfsplanung.
In der Softwareentwicklung wird für große Systeme zunächst ein Modell entworfen, welches die Daten und Abläufe des geplanten Systems repräsentiert. Anschließend wird dieses Modell in kleinere Bestandteile aufgeteilt und verwirklicht. Dabei spielen ästhetische und ökonomische sowie wissenschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle.
In der Technik versteht man mit Entwerfen den Prozess des Erdenkens und Erfindens von Formen, Teilen und Details eines Systems zum Erzielen einer bestimmten Funktion. Dabei spielen ästhetische und ökonomische sowie wissenschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle.
Beispiel: Mitsubishi Concept-cX
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