
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Erding | |
| Höhe: | 463 m ü. NN | |
| Fläche: | 54,64 km² | |
| Einwohner: | 33.821 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 619 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 85435 (alt: 8058) | |
| Vorwahl: | 08122 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ED | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 77 117 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Landshuter Straße 1 85435 Erding |
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| Webpräsenz: | ||
| Erster Bürgermeister: | Maximilian Gotz (CSU) | |
Erding ist eine altbayerische Herzogstadt, 36 Kilometer nordöstlich von Münchens östlicher Stadtgrenze und 36 Kilometer südwestlich von Landshut gelegen. Erding ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern.
Erding liegt mit rund 34.000 Einwohnern in einem der zukunftsträchtigsten Landkreise Deutschlands, wie eine Untersuchung des „Berlin-Instituts für Weltbevölkerung und globale Entwicklung“ von 2004 [1] aufzeigt (zweitbeste Bewertung nach Eichstätt) - demnach spielt der Flughafen München eine wesentliche Rolle für die wirtschaftlichen Entwicklung.
Inhaltsverzeichnis |
Erding liegt ca. 40 km in nordöstlicher Richtung vom Münchner Stadtzentrum entfernt. Im Erdinger Moos befindet sich der internationale Flughafen München Franz Josef Strauß. Dieser liegt nur ca. 5 km süd-südöstlich von Freising, ca. 39 km in nord-nordöstlicher Richtung von München sowie ca. 14 km in nord-nordwestlicher Richtung von Erding. Die Herzogsstadt hat ca. 34.200 Einwohner. Die drei Stadtteile sind Erding, Altenerding und Langengeisling. Altenerding und Langengeisling waren zunächst eigenständig und existierten schon länger als Erding selbst. Erding liegt an der Sempt, einem kleinen Nebenfluss der Isar.
742 wird der Stadtteil Altham das erste Mal urkundlich erwähnt: Ein Familienmitglied der Agilolfinger schenkt Altham dem Kloster Benediktbeuern. 788 wird auch die Siedlung Ardeoingas (entspr. Erding) das erste Mal urkundlich erwähnt. 891 schenkt König Arnulf den dortigen Königshof dem Domkapitel in Salzburg. 1228 erhält Erding von Herzog Ludwig von Bayern die Stadtrechte zuerkannt. Mit der ersten wittelsbachischen Landesteilung wird Erding Niederbayern zugeordnet, bei dem es bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts verbleibt. Ab 1300 wird der Erdinger Stadtturm, das Wahrzeichen der Stadt, erbaut.
1503 wird Erding im bayerischen Erbfolgekrieg von Herzog Albrecht IV. von Bayern-München erobert. Mit Ende des Erbfolgekrieges werden Ober- und Niederbayern 1506 wieder miteinander vereinigt. Die zwischenzeitlich vom Salzburger Domkapitel zurückerhaltene Hofmark Altenerding wird von den Grafen von Haag an Johann Jakob Fugger verkauft.
Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wird Erding zweimal – 1632 und 1634 – von den Schweden erobert, geplündert und in Brand gesteckt. Die Folgen waren eine Hungersnot und der Ausbruch der Pest 1634. 1648 wurde Erding dann sogar zum Hauptquartier des schwedischen Generals Wrangel. Die Bevölkerung war größtenteils in die noch unbesetzten Gebiete des Landes – die meisten nach Wasserburg am Inn und Traunstein – geflohen. Als die Kaiserlichen unter General Piccolomini auf Erding von Vilsbiburg und Geisenhausen her vorrückten, wurde die Stadt erneut in Brand gesteckt. Der dritte Wiederaufbau wurde durch eine extra eingeführte Biersteuer finanziert.
Während der napoleonischen Kriege – besonders 1800 bei der Schlacht von Hohenlinden – wurde Erding dazu verpflichtet, Soldaten einzuquartieren und zu verpflegen. Am 1. Mai 1945 wird die noch im April bombardierte Stadt Erding kampflos an die US-amerikanischen Truppen übergeben.
Die heutige Stadt Erding entstand am 1. Mai 1978 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Kommunen Erding, Altenerding und Langengeisling.
In Erding leben ca. 36.000 Menschen. Das Durchschnittsalter liegt bei Frauen bei 41,7 und bei Männern bei 39,7 Jahren. In Erding leben 1.050 mehr Frauen als Männer (49,3 % männlich; 50,7 % weiblich). 5.186 Erdingerinnen und Erdinger oder 14,8 % sind älter als 65 Jahre (davon 41 % männlich, 59 % weiblich). 20,3 % sind jünger als 18 Jahre. Der Anteil der 3.968 ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus 101 Nationen (davon 50,3 % männlich, 49,7 % weiblich) beträgt 11,3 %. Verheiratet sind 45,4 %, ledig 42,0 %, geschieden 6,9 % und verwitwet 5,7 %. 11 Männer und Frauen haben die Form einer Lebensgemeinschaft gewählt. Innerhalb der ehemaligen Stadtmauer - der Altstadt Erdings leben 815 Personen (davon 418 Männer und 397 Frauen), der Ausländeranteil beträgt 20,1 %.
52,1 % gehören dem römisch-katholischen Glauben an, weitere 13,5% sind evangelisch-lutherisch, 1,0 % sind anderen christlichen Glaubensgemeinschaften und Kirchen zuzuordnen, wie der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Brüdergemeinde), der freien Christengemeinde oder den Adventisten. Eine altkatholische Gemeinde hält Gottesdienste in der Heiliggeistkapelle ab. 33,6 % gehören einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an. In Erding haben sich auch andere Religionsgemeinschaften niedergelassen wie zum Beispiel eine neuapostolische Kirche oder die Zeugen Jehovas. Es gibt auch ein islamisches Zentrum.
Beschreibung: „In Silber eine schräg gestellte blaue Pflugschar.“
Seit dem 13. Jahrhundert steht im Schild eine schräg liegende Pflugschar, die als Gerät zur Bearbeitung der Erde als redendes Zeichen für den Ortsnamen gedacht war.
Das Wappenbild von Erding ist (wie das von Dorfen) bereits in der Wappensammlung von Philipp Apian und im Wappenblatt von Hans Mielich enthalten. Das Stadtwappen wurde nach der Gemeindegebietsreform am 4. August 1978 bestätigt.
Die Erdinger Fahne hat die Farben Weiß-Blau-Weiß.
Im Jahr 1935 wurde nordöstlich von Erding der Fliegerhorst Erding eröffnet.
Dank der günstigen Lage im Münchener Umland ist Erding durch mehrere Verkehrsanbindungen zu erreichen: Zum einen über die Bundesautobahnen A 9 München–Nürnberg, A 92 München–Deggendorf und A 8 Salzburg–Stuttgart. Des Weiteren über die Bundesstraßen B 11 München–Landshut, B 15 München–Rosenheim und über die B 388 München–Passau. Mit dem öffentlichen Personennahverkehr der Stadt München, dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund- MVV, ist Erding mit der S-Bahnlinie S2 aus Richtung München-Ost auf der 36,5 km langen Strecke in circa 40 Minuten zu erreichen. Der Münchner Hauptbahnhof ist von Erding mit der S-Bahn auf der 46 km langen Trasse in etwa 50 Minuten erreichbar. Die Bahntrasse führt über Markt Schwaben entlang der DB-Kursbuchstrecke 940 zum Münchener-Ostbahnhof. Im Einzugsgebiet der Stadt Erding befindet sich auch der Franz-Josef-Strauß-Flughafen der Stadt München. Ein zentraler Busbahnhof liegt am S-Bahnhof in Erding. Zudem existiert ein Rufbussystem für weniger frequentierte Strecken. (Infos hierzu siehe unten in der Rubrik: Weblinks)
In Erding gibt es folgende regelmäßig erscheinende Medien:
Erding ist Bundeswehrstandort für das Luftwaffeninstandhaltungsregiment 1 als auch für das Flugabwehrraketengeschwader 5. Diese befinden sich im Luftwaffen-Gelände im Nordosten der Stadt. Hier befinden sich auch einige Instandhaltungsgruppen wie die LwInsthGrp. 14 und 15. Weiter im Norden, anschließend an den Stadtteil Langengeisling liegt das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- Explosiv- und Betriebsstoffe (WIWEB). Das WIWEB ist eine Ressortforschungseinrichtung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung.
In Erding gibt es mehrere Grund- und Hauptschulen, zwei Gymnasien (Anne-Frank-Gymnasium Erding und Gymnasium Erding II), zwei Realschulen (Mädchenrealschule Hl. Blut, Herzog-Tassilo-Realschule Erding), ein sonderpädagogisches Förderzentrum, eine Privatschule für geistig Behinderte der katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising, (Dr.-Herbert-Weinberg-Schule) mit Gliederung in die Zweige der staatlichen Berufsschule (BS), der Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) mit den angebotenen Fachbereichen: Sozialwesen/Wirtschaft/Technik, eine Landwirtschaftsschule, sowie eine Schule für Krankenpflege. Seit dem 1. Oktober 2004 gibt es auch noch die kostenpflichtige und staatlich anerkannte private Fachhochschule für angewandtes Management.
Drei Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums erlangten 2005 einen Erfolg [2] beim strategischen Brettspiel Go. Nach einem Sieg beim HPM, dem wichtigsten Go-Turnier in Deutschland, vertraten sie Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Japan.
Erding verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Landshut und zum OLG-Bezirk München gehört.
Die Stadthalle Erding, eine moderne Mehrzweckhalle, wurde im Dezember 1984 eingeweiht. Hier finden Opern-, Operetten-, Theater- und Kabarettveranstaltungen statt.
Das Stadttheater Erding, in den Räumen des ehemaligen Stadtkinos untergebracht, wurde im Frühjahr 2005 unter dem Intendanten Peter Stienen wiedereröffnet. Operndiven, Kabarettisten und Musicalstars gastieren hier, wobei ein Schwerpunkt auf dem Lokalkolorit liegt.
Die Volksspielgruppe Altenerding, 1920 gegründet, präsentiert vor allem Stücke aus dem Bayerischen Umfeld. Besonderes Highlight sind die seit 1978 alle fünf Jahre stattfindenden Schwedenspiele, die die gesamte Innenstadt in eine Freilichtbühne verwandeln. Historischer Hintergrund ist die Eroberung und Plünderung durch schwedische Truppen im Jahre 1632.
Das Cineplex Kino Erding liegt nahe der S-Bahn-Station Erding.
Die Klassische Philharmonie Erding sowie das Erdinger Kammerorchester musizieren regelmäßig in der Stadthalle Erding.
Zudem bietet die Kreismusikschule Erding ein großes Spektrum an Veranstaltungen.
Die jährliche stattfindende Erdinger Orgelwoche in der Pfarrkirche St. Johann gehört wie die Erdinger Jazztage oder die Europa-Tage der Musik in der Kreismusikschule Erding mit internationaler Besetzung zum festen Bestandteil der Erdinger Musikkultur.
Die Stadtkapelle Erding ist ein konzertantes Blasorchester, das neben traditioneller Blasmusik moderne Unterhaltungsstücke im Repertoire hat und Ausflüge in die Klassik unternimmt.
Die Johannesbläser Erding sind eine Gruppierung (4 Trompeten, 2 Posaunen und Tuba), die von der Pfarrei Sankt Johann gegründet wurde und deren Mitglieder unter anderem in der Stadtkapelle mitwirken. Vorrangig spielen sie klassische und kirchliche Literatur, aber auch modernere Stücke.
Das Heimatmuseum Erding bietet einen Einblick in die Geschichte Erdings.[3].
Freilichtmuseum des Landkreises Erding zeigt das historische bäuerliche Leben des Landkreises Erding.
In Erding befinden sich mehrere Sportplätze, darunter zwei kleinere Stadien (Stadtstadion, Sepp-Brenninger-Stadion in Altenerding), ein Hallen- und Freibad mit einer Sprungturmanlage, eine Eissporthalle, die Therme Erding und ein Kiesweiher als Naherholungsgebiet (Kronthaler-Weiher). Beim Flughafen MUC wurde eine Motocross-Strecke angelegt.
Die Stadt Erding hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
Angegeben ist die Bevölkerungszahl der Stadt Erding, einschließlich der bis 1978 unabhängigen Gemeinden Altenerding und Langengeisling. Die Stadt Erding alleine hatte im Jahre 1875 2.755 Einwohner, am 1. Mai 1978 lebten in Erding 10.450, in Altenerding 11.048 und in Langengeisling 1.923 Personen.
| Jahr | Einwohner | Bemerkung |
|---|---|---|
| 01.12.1840 | 4.046 | |
| 01.12.1871 | 5.278 | |
| 01.12.1900 | 6.109 | |
| 16.06.1925 | 6.944 | |
| 17.05.1939 | 10.736 | Bau des Fliegerhorstes ab 1935 |
| 13.09.1950 | 13.760 | |
| 31.12.1961 | 19.023 | Zuzug von Heimatvertriebenen |
| 31.12.1970 | 20.963 | |
| 31.12.1987 | 23.933 | |
| 31.12.1990 | 25.147 | |
| 31.12.1996 | 28.406 | Eröffnung des Flughafen Münchens 1992 |
| 31.12.1998 | 29.571 | |
| 31.12.2000 | 31.165 | |
| 31.12.2002 | 32.045 | |
| 31.12.2004 | 32.953 | |
| 31.12.2005 | 33.017 | |
| 31.12.2006 | 33.500 | |
| 31.12.2007 | 35.122 |
Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (1960-2006)
Das Erdinger Weißbier gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Spezialitäten Bayerns.
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