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Die Formula Student Germany ist ein Konstruktionswettbewerb für Studenten, der ab 2006 vom Verein Deutscher Ingenieure nach Regeln ähnlich der “Formula SAE”[1] ausgerichtet wird. Jedes Jahr im August treffen sich Studenten aus aller Welt für vier Tage am Hockenheimring, um ihre Konstruktionen miteinander zu messen und dabei der Industrie ihre Kreativität zu zeigen. Begleitende Veranstaltungen und die gemeinsame Unterbringung auf dem benachbarten Zeltplatz dienen dem internationalen Austausch.
Ähnliche Wettbewerbe finden auch in den Vereinigten Staaten (Formula SAE), Großbritannien (Formula Student UK), Italien (Formula SAE Italy) und Australien (Formula SAE Australasia) statt.
Die Fahrzeuge werden von Studenten in Teamarbeit entwickelt und gebaut. Es handelt sich um einen einsitzigen Formelrennwagen. Ziel des Engagements ist neben dem Bau des schnellsten Fahrzeuges auch der Vergleich von Konstruktion, Finanzplanung und Verkaufsargumenten.
Formula Student ist eine Ergänzung des Studiums, um Erfahrungen mit Konstruktion und Fertigung sowie mit den wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus zu sammeln. Hintergrund ist eine fiktive Produktionsfirma, die plant ein Formelfahrzeug aufzulegen. Innerhalb des Wettbewerbes soll ein Prototyp entwickelt werden, welcher der Zielsetzung, den Rennbetrieb eines nicht-professionelle Wochenendrennfahrer als Paket am besten gerecht wird. Neben guten Fahreigenschaften soll der Monoposto preiswert, zuverlässig und einfach zu betreiben sein. Außerdem spielen die Ästhetik, der Komfort und der Einsatz üblicher Serienteile eine wertende Rolle.
Die erste Veranstaltung konnte das Team der TU Graz für sich entscheiden.
Das Rennteam der Universität Stuttgart konnte sich 2007 in Hockenheim gegen 53 internationale Studententeams durchsetzen, holte somit den ersten deutschen Gesamtsieg ein und ist der Formula Student Germany Champion 2007. TU Graz Racing Team wurde zweiter vor dem Team des FH Joanneum Graz.
2008 scheiterte Stuttgart, nach einem technischen Defekt in der letzten Runde des Abschlussrennens knapp an der Titelverteidigung und es gewann das Team der TU Delft (DUT Racing) vor den Braunschweig Lions (Technische Universität Braunschweig) und dem Team der TU Graz.
Inhaltsverzeichnis |
Der Wettbewerb ist aufgeteilt in statische und dynamische Disziplinen.
| Static Events | 325 |
|---|---|
| Engineering Design | 150 |
| Cost Analysis | 100 |
| Business Presentation | 75 |
| Dynamic Events | 675 |
| Skidpad | 50 |
| Acceleration | 75 |
| Autocross | 150 |
| Endurance | 300 |
| Fuel Economy | 100 |
| Gesamt | 1000 |
Die statischen Wettbewerbe bestehen aus Analysen des Hertellungsprozesses und geben zusammen maximal 325 Punkte.
Im Design Event begutachten die Juroren die Konstruktion der Wagen, die Studenten müssen Entscheidungen in der Konstruktion begründen und verteidigen.
Es werden bis zu 150 Punkten vergeben.
Die Teams müssen sämtliche Kosten für den Bau des Fahrzeuges offenlegen. Die Juroren bewerten nach einer Diskussion das Kostenbewusstsein.
Zielvorgabe ist ein Stückpreis von 25.000 $ bei einer Serienlänge von 1.000 Exemplaren
Es können maximal 100 Punkte erreicht werden.
Die Juroren bilden eine fiktive Inverstorengruppe, denen die Teamleitung ihr Fahrzeug für den Bau einer Kleinserie in einer zehnminütigen Präsentation schmackhaft machen soll.
Das beste Team erhält 75 Punkte.
Für die dynamischen Wettbewerbe müssen die Autos auf verschiedene Strecken. Alle dynamischen Wettbewerbe zusammen ergeben 675 Punkte.
Das Skid-Pad ist eine liegende Acht mit Kreisdurchmessern von 15,25 m. Jedes Team darf zwei Fahrer stellen, die je zwei Versuche haben. Der schnellste Versuch wird gewertet.
Das beste Team erhält 50 Punkte.
Im Acceleration-Wettbewerb wird die Beschleunigung des Autos gemessen. Das Fahrzeug wird aus dem Stand 75 m lang beschleunigt. Jedes Team darf zwei Fahrer stellen, die je zwei Versuche haben. Der schnellste Versuch wird gewertet.
Das beste Team erhält 75 Punkte.
Das Auto muss durch ein ca. 800 m langen Handling-Kurs gesteuert werden. Enthalten sind Geraden, Haarnadelkurven und Slalomstrecken. Jedes Team darf zwei Fahrer stellen, jeder Fahrer hat zwei Versuche. Der schnellste Versuch wird gewertet. Die Fahrer haben keine Trainingsrunde.
Das beste Team erhält 150 Punkte.
Der Endurance-Wettbewerb ist der wichtigste. Das Fahrzeug muss durch einen 22 km langen, dem Autocross ähnlichen Rundkurs gelenkt werden. Nach 11 km wird der Fahrer gewechselt. Dabei müssen Motor und Zündung aus sein und danach ohne fremde Hilfe wieder starten. Normalerweise sind mehrere Rennwagen gleichzeitig auf der Strecke, die allerdings nicht gegeneinander sondern nur gegen die Uhr fahren. Für schnellere Autos werden spezielle Überholzonen eingerichtet. Dieser Wettbewerb ist deshalb so wichtig, weil mehr als ein Drittel aller Punkte gibt und weil fast die Hälfte aller Autos die 22 km nicht durchhalten.
Das schnellste Team erhält 350 Punkte.
Der Kraftstoffverbrauch während dem Endurance-Wettbewerb wird gemessen.
Das sparsamste Team erhielt 2008 50 Punkte. Ab 2009 wird dem Verbrauch ein höherer Stellenwert zugewiesen und bis zu 100 Punkte vergeben.
| 2006 | 2007 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Engineering Design | Stadia Motorsport (Helsinki Polytechnic) | TUfast (TU München) | Braunschweig Lions |
| Cost Analysis | University of Strathclyde Motorsport | Loughborough University | Squadracorse Politecnico di Torino |
| Business Presentation | DUT Racing | Rennteam Uni Stuttgart | DUT Racing |
| Skidpad | DUT Racing | Rochester Institute of Technology | Oxford Brookes Racing |
| Acceleration | Stadia Motorsport | Raceyard Kiel | Rennteam Uni Stuttgart |
| Autocross | UQ Racing (University of Queensland) | D.A.R.T. (TU Darmstadt) | Braunschweig Lions |
| Endurance | UQ Racing | Rennteam Uni Stuttgart | DUT Racing |
| Fuel Economy | Swansea University Race Engineering | Swansea University Race Engineering | DUT Racing |
| Gesamt | TU Graz Racing | Rennteam Uni Stuttgart | DUT Racing |
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