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Bockenheim |
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| Koordinaten | 50° 7′ 26″ N, 8° 38′ 21″ O50.1238888888898.63916666666677Koordinaten: 50° 7′ 26″ N, 8° 38′ 21″ O | |
| Fläche | 5,4 km² | |
| Einwohner | 31.049 (Dez. 2004) | |
| Bevölkerungsdichte | 5749 Einwohner/km² | |
| Postleitzahl | 60486, 60487 | |
| Vorwahl | 069 | |
| Website | Website | |
| Gliederung | ||
| Ortsbezirk | 2 – Innenstadt II | |
| Stadtbezirke |
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| Verkehrsanbindung | ||
| Autobahn | ||
| Bundesstraße | ||
| Regional- & S-Bahn | 30 32 34 40 | |
| Straßen- & U-Bahn | U4 U6 U7 16 17 | |
| Bus | 32 34 36 50 72 73 75 n1 n2 n11 | |
Bockenheim ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Der Stadtteil bedeckt eine Fläche von 540,1 ha, hat etwa 31.000 Einwohner, und ist damit der bevölkerungsreichste Einzelstadtteil Frankfurts. Sowohl der geografische Mittelpunkt als auch der Flächenschwerpunkt Frankfurts befinden sich dort.[1]
Bockenheim ist ein innenstadtnaher Teil Frankfurts, geprägt durch die ans Westend grenzende Johann Wolfgang Goethe-Universität, die Frankfurter Messe im Süden des Stadtteils, das Naturmuseum Senckenberg an der Universität, die Gewerbegebiete Industriehof und City-West im Nordwesten und eine weit gefächerte Infrastruktur von gastronomischen Angeboten und Einkaufsmöglichkeiten.
Bereits zur Römerzeit wurde das Gebiet für den Hauptort der Civitas Taunensium - Nida (Heddernheim / Römerstadt) - genutzt. Im 3. Jahrhundert erhält Nida eine eigene Stadtmauer; das Baumaterial (Basaltsteine) wurde in den nahe gelegenen Steinbrüchen des heutigen Bockenheim abgebaut.
Bockenheim wird um 768 bis 778 im Lorscher Codex, einer Schenkungsurkunde für das Kloster Lorsch, als „Bochinheim“ erstmals urkundlich erwähnt. Über 1.000 Jahre lang war es ein kleines Dorf etwa zwei Kilometer nordwestlich von Frankfurt, zu erreichen über die Bockenheimer Landstraße und die Hohe Straße / Via Regia, eine mittelalterliche transeuropäische West-Ost-Verbindung. Der Verlauf dieser Heer- und Handelsstraße deckt sich in etwa mit der heutigen Rödelheimer und Ginnheimer Straße und führt über die Ginnheimer Höhe zum Diebsgrundweg.
Seit dem 9. Jahrhundert gehörten die umliegenden Wälder zum Wildbann Dreieich - ein dem königlichen Jagdrecht vorbehaltenes Gebiet. Der Wildbann unterhielt in Bockenheim eine seiner 30 Wildhuben.
1320 wurde das Amt Bornheimerberg vom Deutschen Reich an die Herrschaft Hanau (ab 1429: Grafschaft Hanau) verpfändet. 1434 erhielt die Grafschaft das Amt als Reichslehen. Bei der Teilung der Grafschaft 1458 fiel der Bornheimer Berg und damit auch Bockenheim an die Grafschaft Hanau-Münzenberg.
1434 – 1435 entstand im Zuge des Baus der Frankfurter Landwehr die Bockenheimer Warte als vorgeschobene Verteidigungsanlage der Freien Reichsstadt Frankfurt. Die Grenze zwischen Frankfurt und Hanau, dessen Gebiet Frankfurt im Norden weitgehend umgriff, verlief etwa entlang der heutigen Gräfstraße. Östlich davon lag Frankfurt, westlich davon die Grafschaft Hanau mit Bockenheim. 1438 erlangt Bockenheim das Burgrecht in Frankfurt. In der Reformation wird Hanau letztendlich reformiert, Frankfurt ist lutherisch dominiert. So entsteht ein „Konfessionstourismus“ der Reformierten von Frankfurt nach Bockenheim, um dort den Gottesdienst zu besuchen.
1736 sterben die Grafen von Hanau in männlicher Linie aus. Die Grafschaft Hanau-Münzenberg fällt an die Landgrafschaft Hessen-Kassel und gehört ab 1866 zu Preußen.
Nach der Verleihung der Stadtprivilegien 1822 entwickelte sich Bockenheim zu einem bedeutenden Industriestandort und damit – neben Hanau und Kassel – zu einem der wirtschaftlich wichtigsten Orte in Kurhessen. Mit dem Bau der Main-Weser-Bahn – der erste durchgehende Zug fuhr 1852 – erhielt Bockenheim einen repräsentativen Bahnhof mit eigener Suite für den Kurfürsten. An seiner Stelle steht heute der Bahnhof Frankfurt (Main) West.
1895 schlossen die Städte Frankfurt und Bockenheim einen Eingemeindungsvertrag, durch den Bockenheim zu einem Frankfurter Stadtteil wurde. Durch die stetige Erweiterung des Frankfurter Westends im 19. Jahrhundert bildet Bockenheim heute eine direkte Fortsetzung des Frankfurter Stadtgebiets.
1872 fuhr die erste Straßenbahnlinie Frankfurts, eine Pferdebahn der Frankfurter Trambahn-Gesellschaft, von der Hauptwache durch Bockenheim, durch die heutige Leipziger Straße, zum Schönhof. Ab 1901 fuhr die erste elektrische Straßenbahn.
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Stadtwappen: goldener Bienenkorb mit fliegenden Bienen auf blauem Grund als Sinnbild des Gewerbefleißes (Stadtprivileg von 1822). Dies ist das älteste Bockenheimer Siegel von 1820.
Der Stadtteil profitiert von seiner direkten Nähe zum Messegelände und dem Bankenviertel in der Innenstadt und entwickelte sich in den letzten zwanzig Jahren durch die City-West zu einem weiteren großen Wirtschaftsstandort innerhalb von Frankfurt. Rund um den Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität etablierte sich außerdem ein studentisch-alternatives Umfeld mit vielen Kneipen, Bars und Geschäften. Daneben existiert im Stadtteilkern die Leipziger Straße als stadtweit bekannte Einkaufsstraße.
Wichtige Verkehrsbauten des Stadtteils sind im Regionalverkehr der Frankfurter Westbahnhof und im Nahverkehr der U-Bahn-Knotenpunkt U-Bahnhof Bockenheimer Warte. Dort treffen die U-Bahn-Linien U4 (Bornheim–Hauptbahnhof–Bockenheimer Warte) und U6/U7 (Ostbahnhof/Enkheim–Hauptwache–Industriehof–Heerstraße/Hausen) zusammen. Auf dem Gebiet Bockenheims liegen außerdem die unterirdischen Haltestellen Leipziger Straße und Kirchplatz sowie die oberirdischen Haltestellen Industriehof und Fischstein. Alle unterirdischen Haltestellen sind mit ortsbezogenen Motiven gestaltet.
Lange war geplant, die U-Bahn-Linie U4 unterirdisch nach Ginnheim zu verlängern und von dort oberirdisch über großenteils bereits bestehende Strecken zur neuen Siedlung Riedberg im Frankfurter Nordwesten fahren zu lassen. Dieses Projekt wurde im Juli 2006 von den Frankfurter Stadtverordneten gestrichen.
Die Straßenbahnlinie 16 durchquert auf ihrem Weg von Ginnheim nach Offenbach Bockenheim in Nord-Süd-Richtung. Seit Ende 2003 hat Bockenheim mit der Linie 17 eine zweite Straßenbahnstrecke, die vom Hauptbahnhof über die Messe und das neue Baugebiet City West entlang der Voltastraße zum Rebstockbad fährt.
Der Stadtteil ist an zwei Autobahnen angebunden. Im Norden besteht die Anschlussstelle Miquelallee an die Bundesautobahn 66 Frankfurt-Wiesbaden und im Süden die Anschlussstelle Opel-Rondell an die Bundesautobahn 648 Frankfurt-Eschborn. Beide Autobahnen schließen westlich von Bockenheim an die Bundesautobahn A5 an.
Auf heutigem Bockenheimer Gebiet befand sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts der erste Frankfurter Flugplatz – auf dem Gebiet des Rebstocksparks. 1936 wurde der Flughafen in den Stadtwald verlegt.
Am 18. September 2005 wurde der 16.Bundestag gewählt. Im Wahlkreis 183 (Frankfurt I) wurde Gregor Amann (SPD) als Direktkandidat gewählt.[2]
Am 27. Januar 2008 wurde Gernot Grumbach (SPD) als Landtagsabgeordneter direkt gewählt.[3]
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab nachstehende Sitzverteilung
Zum Ortsvorsteher des Ortsbeirates 2 wurde Walter Bromba, Fraktionsvorsitzender der Grünen, gewählt.
Bockenheim ist in drei Schulbezirke aufgeteilt, denen die drei Grundschulen zugewiesen sind:
Neben der bereits genannten Gesamtschule Georg-Büchner-Schule verfügt Bockenheim über zwei weitere weiterführende Schulen:
Außerdem befindet sich in Bockenheim das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung, seit 1951 in der Schloßstraße 23. Davor befand sich auf dem Gelände der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Gebrüder Siesmayer, ab 1906 die Gebäude der Kaufunger- und der Kurfürstenschule. Der Reformpädagoge und ehemalige Rektor der Kaufunger Schule August Jaspert war 1920 Gründer der Erholungsstätte Wegscheide bei Bad Orb für Frankfurter Schüler.
Zentrum für Hochschulsport der Uni Ffm
Sportfabrik der FTG
FTG Frankfurter Turn- und Sport-Gemeinschaft von 1847 J.P.
Sportgemeinschaft Frankfurt-Bockenheim von 1898
VfR Bockenheim von 1955 e.V.
Geldmuseum der Deutschen Bundesbank
Theodor W. Adorno-Archiv
| Höchste Gebäude Bockenheims | ||
|---|---|---|
| 1. | Europaturm (Ginnheimer Spargel) | 331m |
| 2. | Messe-Torhaus Baujahr 1984/Architekt Oswald Mathias Ungers Nutzer Frankfurter Messe |
117m |
| 3. | Investment Banking Center
Theodor-Heuss-Allee 70 |
112m |
| 4. | Blue Heaven Franklinstr.81-83
|
87m |
| 5a. | Theodor-Heuss-Allee 112 Baujahr 1991-93/Architekt Novotny,Mähner & Assoziierte Hauptmieter vormals American Express |
75m |
| 5b. | Theodor-Heuss-Allee 80
Goldenes Haus-Bürocenter an der Messe |
75m |
| 6. | S C A L A - Solmstraße 91 Baujahr 2001/Architekt Christoph Mäckler& Assoziierte |
73m |
| 7. | Theodor-Heuss-Allee 110 Baujahr 1982/Architekt Richard Heil Nutzer vormals Wayss & Freitag Bauunternehmen |
72m |
| 8. | C i e l o -Theodor-Heuss-Allee 100 Baujahr 2003/Architekt Gewers,Kühn & Kühn Nutzer u.a. Dresdner Bank |
70m |
| 8. | Sparkassen Informatik/Drehscheibe Frankfurt-
Theodor-Heuss-Allee 90-98 |
70m |
| 10. | Deutsche Bundesbank
Wilhelm-Epstein-Str.14 |
54m |
Der seit 1961 bestehende Bahnhof, welcher als Ersatz für den im 2. Weltkrieg zerstörten historischen Personen- und Güterbahnhof von 1852 mit seinem separaten kurfürstlichen Empfangsgebäude entstand, wurde im Zuge des S-Bahn-Ausbaus 1969 abgerissen und durch den heute bestehenden schlichten Bau ersetzt. Im Nachkriegsbahnhof gab es eine Eingangshalle mit einer geschwungenen Treppe als Zugang in den ersten Stock mit messingfarbenem Geländer sowie ein etwa zwei Stockwerke hohes Wandmosaik, welches eine Eisenbahnszene zeigte. Leider ist das Mosaik nicht erhalten.
Die Bundesagentur (vormals Bundesanstalt) für Arbeit Frankfurt am Main hat entsprechend ihres neuen Organisationsplans fünf neue Kundenzentren geschaffen. Für das Kundenzentrum West wurde in der Hersfelder Str. 25 eine neue Liegenschaft angemietet.
Jugend- und Sozialamt, Rohmerplatz 15. Zuständig für Bockenheim, Westend-Süd und Rödelheim. Der Bau dieser Sozialstation begann 1970 und wurde im Herbst 1972 beendet. Die Baukosten betrugen 10,9 Millionen DM. Der Baukostenvorschlag wurde damals um 30% überzogen. Neben der Diensstelle des Sozial- und Jugendamtes ist eine Altentagesstätte, eine Kinderkrippe für 81 Kinder, sowie Beratungsstelle des Stadtjugendamtes für Mütter und Säuglinge und Jugendliche. Wegen mangelnder Sanierungsarbeiten erwägt man einen Umzug der Ämter und sucht für die Immobilie einen Investor.
Seit 1851 stellt die Stadt Frankfurt durch die Saalbau GmbH ihren Bürgern Räume für Kultur, Freizeit und Geschäftsleute zur Verfügung. Neben anderen Bürgerhäusern, bietet der Saalbau Bockenheim einen Festsaal für 180 Personen und vier Clubräume unterschiedlicher Größe zur Nutzung an. Auf dem Gelände am Kurfürstenplatz, Ecke Schmälmer Straße, wurde 1869 ein repräsentatives Rathaus aus rotem Sandstein errichtet, in dem auch der damalige Landkreistag bis zur Eingemeindung mit der Stadt Frankfurt tagte. Das Gebäude wurde im 2.Weltkrieg zerstört. Unmittelbarer Mitnutzer der Liegenschaft ist heute die Feuerwache 20.
In der Wirtschaftswunderzeit erbaute diese Liegenschaft in der Leipziger Straße 88-90 die Hertie GmbH eine Filiale für ihren Vollsortimenter im Niedrigpreisbereich unter dem Namen Bilka. Im Souterrain wurde ein eigenes Self-Service-Restaurant eröffnet mit eigener Küche, das sich großer Beliebtheit bei Rentnern und Studenten erfreute. In den modern verkleideten oberen Stockwerken befanden sich Lager- und Verwaltungsräume. Leider musste die Hertie GmbH ihre Tochtergesellschaft Bilka 1989 an Woolworth verkaufen. Die schlossen bald das Restaurant und erweiterten so ihre Verkaufsfläche. 1998 wurden die deutschen Geschäfte von Woolworth im Rahmen eines sog. Management-buy-out in die DWW Deutsche Woolworth GmbH + Co.OHG mit Sitz in Frankfurt eingebracht. Das Kapital stellte die englische Electra Private Equity bereit. Das komplette Souterrain wurde an die Hugo Leibrandt Gruppe, die jetzige REWE Gruppe verpachtet. Der ursprüngliche amerikanische Woolworth Konzern wurde zwischenzeitlich liquidiert. Die deutsche DWW Deutsche Woolworth GmbH + Co.OHG mit z.Z. ca. 330 Läden (202 Kaufhäuser und 128 Mini-Läden) und insgesamt 13.000 Mitarbeitern sucht dringend nach höherer Rendite. Daher läuft hier und in Koblenz ein Versuch mit dem sog. Concept-Store-Modell. Hierbei sollten sog. Marktplätze auf der Verkaufsfläche gebildet werden, die sich umsatzfördernd auswirken sollen. Der damalige Kapitalgeber, die englische Electra Private Equity, gab das Investment an den britischen Finanzinvestor Argyll Partners weiter. Die gut 100 Warenhäuser der Deutschen Woolworth verkaufte Argyll an den US-Investor Cerberus Capital Management weiter, um angeblich die Sanierung der Restgruppe finanzieren zu können (FR vom 1. November 2007).
Nach der Übernahme der Kaufhof AG durch die METRO wurde im Sommer 2000 wegen zu spärlicher Renditen die Schließung dieser Filiale beschlossen. Zwei Monate später erfolgte der Verkauf der Liegenschaft an einen privaten Investor. Auch im Jahre 2008 sind die Arbeiten nicht abgeschlossen und Bürgerinitiativen beklagen weiterhin Baustellentätigkeiten wie Lärm und Schmutz. Nach Kapitalaufstockung der Haniel-Gruppe bei Metro 2007, ist jetzt u.a. der Kaufhof-Hauptwache unter verschärfter Renditebeobachtung mit etw. entsprechender Konsequenz.
Fertiggestellt im Oktober 1984. Eigentümer z.Z. der geschlossene Immobilienfonds DG-Immobilien-Anlage Nr.15. Die hohen Erwartungen scheiterten an zu hohen Mietforderungen. Anfang 2006 immer noch großer Leerstand der angebotenen Ladenflächen, trotz vorhandener Tiefgarage, Wohnbebauung, U-Bahn-Nähe und günstiger Lage zwischen Adalbert- und Leipziger Straße. Das ursprüngliche Galeriekonzept wurde nicht angenommen. Jetzt gibt es drei dominante Mieter, wie den Discounter Plus, den großen Bioland Basic und die Frankfurter Sparkasse.
Nach dem Auszug der Hartmann & Braun AG 1997 wurde das ehemalige Betriebsgelände von einem der größten Bauentwickler, der DIBAG Industriebau AG München, revitalisiert. Produktionsstätten wurden entkernt. Wohn- und vor allem Geschäftsräume geschaffen. Auch der ehemalige Verwaltungsbau an der Gräfstraße wurde durch einen der größten Immobilienbesitzer Alfons Doblinger saniert. Noch bis Anfang der 70er Jahre konnten in der Betriebskantine von Hartmann & Braun AG auserwählte, mittelschwache Studenten kostenlos Mittagessen. Die Clemensstraße, früher Sackgasse, wurde wieder eröffnet. Sie soll an Clemens Reifert erinnern, der auf diesem Geländer vormals eine Waggon-Fabrik betrieb und Bürgerausschussvorsteher in Bockenheim war. Zunächst wurde das sanierte Verwaltungsgebäude von der Banco Santander genutzt, die aber zum großen Teil schon weiter in die Solmsstraße gezogen sind.
Anfang 1994 kaufte die Mainzer ABG-Gruppe (Allgemeine Beteiligungsgesellschaft für Gewerbeimmobi-lien) das ehemalige Stamm-Betriebsgelände der VDO-Werke, die zuvor ihr Stammwerk nach Karben verlegt hatten. Im Jahr 1993 waren noch insgesamt 7700 Mitarbeiter bei der VDO beschäftigt. Zuvor wurde 1991 die VDO von der damaligen Eigentümerin, der bekannten Dressurreiterin Liselott Linsenhoff, an den Mannesmann-Konzern verkauft. Durch Umbau von Mannes-mann zur Arcor/Vodafone-Gruppe landerte die VDO zunächst bei Siemens-Bosch, dann alleine bei Siemens, die dann 2007 die VDO an die Continental Gruppe verkauften.
Die ABG-Gruppe entkernte die früheren Produktions- und Verwaltungsgebäude und baute sie modern aus. Die Entwürfe lieferte das Frankfurter Architektenbüro Nägele,Hofmann und Tiedemann. So entstanden ca. 29.000 m² Bürofläche, ca. 660 m² Ladenfläche und 44 Mietwohnungen des gehobenen Ausstattungsstandards nebst 347 Kfz-Stellplätze in einer Tiefgarage. Das Objekt zwischen Gräfstraße/Falkstraße/Wildunger Straße wurde 1998 fertiggestellt.
Einer der Hauptmieter ist seitdem die Deutsche WertpapierService Bank in der Wildunger Straße 14.
Der Schönhof war ehemals das größte Gut in Bockenheim, dessen Bauten 1810 bis 1820 von den Architekten Nicolas Alexandre Salins de Montfort und Friedrich Rumpf stammten. 1944 im Krieg zerstört, wurde es danach teilweise wiederaufgebaut. Die letzte Sanierung des Herrenhauses durch die Stadt erfolgte 1981. Heute wird der Schönhof als Restaurant mit großem Biergarten und als Musikübungszentrum genutzt.
Aus den Jahren 1582-1593 stammt das Grempsche Haus, das nahe der Kirche gelegen, das bedeutendste nichtkirchliche Bauwerk des Dorfes Bockenheim war. Das am Kirchplatz – am Ende der Ginnheimer Straße – gelegene Haus gehörte zum Adelshof der Familie Gremp von Freudenstein. Das steinerne Gebäude hat zwei Stockwerke und einen achteckigen Treppenturm. Im dahintergelegenen Park findet sich noch ein klassizistisches Landhaus aus dem Jahre 1829, das Landhaus Passavant.
Die erhaltene repräsentative Gartenvilla im Stil der italienischen Renaissance wurde 1829 nach dem Entwurf von Johann Friedrich Christian Hess für Adolph Samuel Passavant errichtet. Der Bauherr, selbst Architekt, kaufte bald darauf die Hüttenwerke in Michelbach/Aarbergen, daher sieht man heute noch den Namen Passavant auf vielen Kanaldeckeln. Die eigentliche bedeutendsten Liegenschaft, die sog. Villa Passavant Andreae, wurde 1938 an die Stadt verkauft. Von ihr sind heute nur noch spärliche Reste der Begrenzungsmauern an der Ginnheimer Straße übrig. Das Landhaus wird z.Z. vom Kindergarten des St.Elisabethen-Krankenhauses Die Arche benutzt. Auf dem großen Gelände selbst, früher ein Hofgut mit Wirtschaftsgebäuden, steht heute das kath. St.Elisabeth-Krankenhaus, das Josefhaus (ein neu errichtetes Altersheim) und ein kleiner Restpark mit Blick auf die Nidda und den Taunus.
Fast direkt am Westbahnhof und in unmittelbarer Nähe des Bernusparks steht in der Salvador-Allende-Straße (früher Kasseler Straße) das 1992 fertig gestellte Ökohaus Arche. Das Tübinger Architekturbüro Eble & Sambeth wollte sowohl Ökologie und Baubiologie, sowie Ökonomie und Alltagstauglichkeit in dem Vorhaben verwirklicht sehen. Das auch außerhalb Frankfurts bekannte Haus ist innen und außen begrünt und bewässert. Auf den Dächern wachsen inzwischen Bäume. Mieter sind etwa 30 verschiedene Gewerbe, darunter Verlage und Redaktionen (u. a. die Zeitschrift Öko-Test), Ärzte, eine Einrichtung zur Erwachsenenbildung, ein Restaurant sowie ein Veranstaltungszentrum mit Seminarräumen.
Diese denkmalgeschützte, großbürgerliche, neoklassizistische Villa in der Zeppelinallee 77 ließen der Unternehmer Hermann Weil und seine Frau Rosa erbauen. Weil und sein Sohn Felix waren bekannte Mäzene in Frankfurt am Main. Die Villa überstand unzerstört den Zweiten Weltkrieg. Der Deutsche Fußballbund kaufte und nutzte die Villa als seine Zentrale bis zum Neubau in Frankfurt-Sachsenhausen. Nach erneutem Umbau war die Werbefirma Lintas/Unilever, jetzt DSB+K Hauptmieter dieser Villa.
liegt in der Zeppelinallee 69 und wurde erbaut für den Bankier Wertheimer. Er stammte aus der einflussreichen Großfamilie der Wertheims, denen u.a. das Bankhaus E. & L.Wertheimer gehörte und zu deren Ahnen Samson Wertheimer zählt.
liegt in der Zeppelinallee 47 und wurde für Karl Herxheimer gebaut. Er war ein führender Dermatologe seiner Zeit und gehört zu den Mitbegründern der Universität in Frankfurt. Er beauftragte 1911 den damaligen Stararchitekt Bruno Paul (1874-1968) mit Bau der Villa. Der Mitbegründer des Werkbundes baute ein Gesamtkunstwerk. Der äußere Stil lehnt sich am Klassizismus und am deutschen Biedermeier an. Der zwegeschossige Baukörper ist dreigeteilt, wobei sich zwischen beiden vorspringenden schmalen Eckbauten ein breiterer eingezogener Mittelbau befindet. Als führender Innenarchitekt plante er auch den Innenausbau. 1942 wurde der Hausherr, vielfacher Mäzen Frankfurts, als 80-Jähriger aus Frankfurt nach Theresienstadt deportiert und dort umgebracht. Seine Ehefrau wurde in Auschwitz ermordet. Die Villa wurde nach dem Krieg bis 1968 Sitz des britischen Konsulats, dann für 25 Jahre Sitz einer Werbeagentur. Heute ist die Villa Geschäftssitz von Rechtsanwälten und Stiftungen.
liegt in der Zeppelinallee 38, im sogenannten „Diplomatenviertel“. Die Villa wurde erbaut für Henry Theodor Böttinger, geschäftlich erfolgreicher Schwiegersohn von Friedrich Bayer, Mitbegründer der Bayer AG Leverkusen. Als Architekt nahm er sich den damals sehr bekannten Ernst von Ihne (1848-1917), der in Frankfurt auch die Villa Bonn (Siesmayerstraße 12) baute und in Kronberg den Witwensitz der Kaiserin Victoria, das Schloss Kronberg.
Die wohlhabende Kaufmannsfamilie Leonhardi aus Frankfurt ließ sich 1806 außerhalb der ehemaligen Frankfurter Landwehr auf dem Gelände der Stadt Bockenheim eine Gartenvilla errichten. Architekt war Nicolas Alexandre Salins de Montfort. Bereits 1824 mussten sie wegen Konkurs die Villa verkaufen. Ab 1842 gehörte die Liegenschaft dem Bankier Wilhelm Hermann Carl von Erlanger, der zahlreiche bauliche Veränderungen vornahm, wie u.a. auch einen großen Orangierieanbau. 1905 wurde das Gebäude abgebrochen, die Front des Mittelpavillons mit der Sandstein-Säulenhalle dem Palmengarten zur Verfügung gestellt. Sie diente lange Zeit dem Tennisclub im Palmengarten als Vereinslokal. 1987 beschloss der Magistrat die Wiederherstellung des Gebäudes in seiner historischen Form in der Zeppelinallee am westlichen Rand des Palmengartens. Heute wird die Villa Leonhardi als Café-Restaurant und Vortragssaal genutzt.
Neubarocke Villa von 1927 mit symmetrischer Fassade, Mittelresalit mit aufwendigem Eingangsportal. An das Gebäude schließt sich ein Gartensaal an. Bauherr war Richard Merton, u.a. Eigentümer der Metallgesellschaft. Gebaut nach Plänen des Holsteinischen Hauses in Basel. Der Architekt war Anton Eyssen. Das Bauvolumen soll damals bei 1 Million RM gelegen haben. Richard Merton wurde von den Nazis verfolgt. 1939 musste er seine Villa für 135.000 RM verkaufen. Der Kaufpreis wurde nicht bezahlt. Merton floh nach England, seine Villa wurde im Krieg beschädigt. Nach dem Krieg zunächst Konfiszierung durch die Amerikaner, danach Rückgabe an den aus dem Exil zurückgekehrten Richard Merton. Er verkaufte die Villa an die Stadt, die es langfristig an den Union International Club e.V. verpachtete. Der Union-Club hält hier Vorträge ab und errichtete ein First-Class-Restaurant, die Villa Merton.
Die repräsentative, durch Anbauten erweiterte Villa nach einem Entwurf von Hermann Muthesius entstand 1923 als Villa Cahn, einer einflussreichen, weitverzeigten frankfurter Familie. Sie ist ein Beispiel einer landhausähnlichen Baukunst mit Reminiszenzen des ausklingenden Historismus.
Das in der Zeit von 1888 bis 1920 genutzte Postamt in der Kurfürstenstraße 49 in der Nähe des Westbahnhofes dient heute als Bürogebäude. In dem sog. neuem Postamt 13 in der Rohmerstraße war von 1912 bis 1932 - nur unterbrochen durch den 1.Weltkrieg - Jakob Sprenger (1884-1945) in der Hauptkasse als Oberpostinspektor tätig. Am 1. März 1927 wurde Sprenger von Hiltler selbst zum Gauleiter des Gaues Hessen-Nassau ernannt. 1933 wurde er Reichsstatthalter und 1944 Reichsverteidigungskommissar. Im März flüchtete er nach Kössen in Tirol und am sich am 7. Mai 1945 das Leben. Das sog. neue Postamt erhielt 1943 einen Bombentreffer im Zentralbau, wurde aber nach dem Krieg wiederaufgebaut. Im Jahre 2000 wurde die Liegenschaft von der Post an einen Immobilienfond verkauft, der das Gebäude totalsanierte und den Dachstuhl erneuerte und als Gewerberaum ausbaute. Der ursprüngliche Eingang wurde verlegt an den Rohmerplatz 33. Die Deutsche Post AG und die Postbank AG sind heute Mieter. Leerstehende Büroräume sind zeitweise auf dem Markt.
Ehemaliger Torbogen zum Eingang in die vormals größte Flak-Kaserne des Deutschen Reiches (jetzt Eingang Industriehof). Ende 1938 wurde das 30.000 m² große Gelände, von einer teilweise heute noch sichtbaren Steinmauer vollständig umgeben, vom Flak-Regiment 29 in Betrieb genommen. 1944 und 1945 oftmals Bombenziel der alliierten Luftstreitkräfte. Nach dem Krieg schon teilweise von neu gegründeten Industriefirmen genutzt. 1956 Eröffnung des Autohofs West. Seit 5 Jahren neuer Standort für Dienstleister, u.a. Sitz der Neuen Börse.
St.-Elisabeth-Kirche
Kirche St. Pius
Griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde „Heiliger Prophet Elias“
:Kirche der griechisch orthodoxen Gemeinde in der Solmsstraße 1, Archimandrit Bartholomaios Kessidis. Die Gemeinde untersteht der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Bonn des Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel.
Koptische orthodoxe St.-Markus-Kirche
Kirche der koptische orthodoxen Gemeinde in der Lötzener Str. 33, ehemals 1963 als siebtes Frankfurter Bürgerhaus gebaut.
Neuapostolische Kirche Imposantes Kirchengebäude der neuapostolischen Gemeinde in der Sophienstraße 50
Kirche der ungarisch-katholischen Christen Kirche der ungarisch-katholischen Christengemeinde in der Ludwig-Landmann-Straße 365
Sophia-Kirche der Christengemeinschaft Neuzeitlicher Kirchenbau der Christengemeinschaft in der Frauenlobstr. 2
Kirche der Altkatholischen Gemeinde in der Basaltstraße 32. Hier befindet sich das Gemeinde- und Pfarramt und das Bildungswerk. Im ehemaligen Café wurde eine Kapelle eingerichtet.
Gemeinde Treffpunkt Leben in der Kurfürstenstr. 14. Treffpunkt Leben für Frankfurt ist Mitglied im Freikirchlichem Evangelischen Gemeindewerk e.V.
Tibethaus Chödzong e.V. in der Friesengasse 13, das Haus der Buddhistischen Gemeinschaft
Alter Friedhof Bockenheim Dieser Friedhof zwischen Solms- und Ohmstraße wurde zwischen 1825 und 1898 belegt. Über den Standort gab es lange Streitgepräche, da dieser neben dem Schindanger (dort wurden tote Tiere begraben) und im neuentstandenen Industriegebiet von Bockenheim angelegt wurde. Erst als Familienmitglieder der reichen Familie Rohmer dort beerdigt wurden, nahm auch die Bevölkerung den Friedhof an.
(neuer) Friedhof Bockenheim liegt an der Ginnheimer Landstraße 97 an der Grenze zum Stadtteil Ginnheim. Er wurde 1878 seiner Bestimmung übergeben und entstand auf dem Gelände einer Brauerei, wobei das Sudhaus vorerst zur Trauerhalle umfunktioniert wurde. 2005 wurde die jetzige Trauerhalle letztmalig von der Stadt umfassend saniert. Die Totenruhe schien durch den geplanten U-Bahnbau in unmittelbarer Nähe gefährdet, dieser wird aber nach einem Beschluss der Frankfurter Stadtverordneten vom Juli 2006 nicht mehr verfolgt.
Jüdischer Friedhof Sophienstraße Der alte jüdische Friedhof von Bockenheim befindet sich an der Sophienstraße. Der Zeitpunkt seiner Entstehung ist unbekannt, belegt wurde er bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Von einer hohen Mauer umgeben, ist das 1641 m² umfassende Areal von der Straße nicht einsehbar. Es sind etwa 300 Steine erhalten.
Hessenplatz
Theodor W. Adorno-Platz
Carlo Schmid-Platz
Bernuspark
Rohmerplatz
Kurfürstenplatz
Volkspark Niddatal