
Ein Geburtendefizit liegt vor, wenn die Sterberate in einem Staat, einer Stadt oder einer Region über der Geburtenrate liegt, die Zahl der Lebendgeborenen in einem definierten Zeitraum also kleiner ist als die Zahl der Gestorbenen im gleichen Zeitraum.
Ein Geburtendefizit lässt den Altenquotienten einer Gesellschaft ansteigen. Viele Staaten, auch Deutschland, verzeichnen seit Jahren ein deutliches Geburtendefizit, was nachhaltige Folgen für die Bevölkerungsentwicklung mit sich bringt.
Als Gründe für die Entstehung des Geburtendefizits werden die Einführung der Antibabypille (Pillenknick), zunehmende Kinderfeindlichkeit in der Gesellschaft, der Trend zu kleineren Familien, ein sich änderndes Rollenverständnis in der Gesellschaft und das spätere Heiratsalter angeführt.
Andere führen an, für die Geburtenrate sei entscheidend „wie gut Frauen Familie und Beruf vereinbaren können, wie sehr die Männer diese bei der Kinderbetreuung unterstützen und wie der Staat Familien fördert“.[1]
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