
| Grosbliederstroff | ||
|---|---|---|
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| Staat | Frankreich | |
| Region | Lothringen | |
| Département | Moselle | |
| Arrondissement | Sarreguemines | |
| Kanton | Sarreguemines-Campagne | |
| Koordinaten | 49° 9′ N, 7° 2′ O49.1572222222227.0286111111111189Koordinaten: 49° 9′ N, 7° 2′ O | |
| Höhe | 105 bis 357 m | |
| Fläche | 13,07 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(1999) 3.334 Einwohner 255 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 57520 | |
| INSEE-Code | 57260 | |
| Oberbürgermeister | Joël Niederlaender | |
Grosbliederstroff (deutsch Großblittersdorf) ist eine Gemeinde im französischen Département Moselle in Lothringen. Sie grenzt an Deutschland und an die Gemeinde Kleinblittersdorf, mit dem sie durch die Freundschaftsbrücke verbunden ist, die die Saar überspannt. Der Ort wurde urkundlich erstmals 777 als Blittharia villa erwähnt.
Inhaltsverzeichnis |
Amtssprache ist Französisch, doch ist Deutsch unter der Bevölkerung sehr verbreitet. Bedingt durch die Nähe zum Ballungsraum Saarbrücken besitzen ungefähr 20 % der Einwohner die deutsche Staatsbürgerschaft.
Groß- und Kleinblittersdorf waren in Mittelalter und früher Neuzeit lediglich zwei an gegenüberliegenden Ufern der Saar gelegene Teile der im Jahr 777 gegründeten, lothringischen Gemeinde Bliederstorff.[1] Die Präfixe Groß- bzw. Klein- für die beiden Ortsteile tauchten erstmals Ende des 16. Jahrhunderts auf[2] und waren lediglich ein Indikator für die unterschiedliche Einwohnerzahl.[3] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses seit 1815 getrennt, gehörten beide Ortsteile nach dem deutsch-französischen Krieg ab 1871 zum Deutschen Reich, wenn auch zu unterschiedlichen Teilstaaten (G. zum Reichsland Elsaß-Lothringen, K. zur preußischen Rheinprovinz). Ab 1919 war Großblittersdorf wieder eine Gemeinde in Frankreich, während Kleinblittersdorf infolge des Versailler Vertrags in der französisch kontrollierten, aber teilautonomen Saarregion und ab 1935 im Dritten Reich lag. Von 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wieder gemeinsam im deutschen Herrschaftsbereich gelegen, folgte bis 1956 – wie schon von 1919 bis 1935 – erneut eine Zeit, in der beide Orte unter französischem Einfluss standen: Grosbliederstroff, wie es nun hieß, als Gemeinde im Département Moselle, Kleinblittersdorf im teilautonomen Saarland, das durch den Saarvertrag zum 1. Januar 1957 ein deutsches Bundesland wurde.
Bevölkerungsentwicklung
| 1836 | ca. 2000 | |
| 1911 | ca. 2400 | |
| 1962 | 3108 | |
| 1968 | 3218 | |
| 1975 | 3279 | |
| 1982 | 3163 | |
| 1990 | 3092 | |
| 1999 | 3334 | |
| 2007 | ca. 3600 |
ab 1968 ohne Berücksichtung des Zweitwohnsitzes
Sehenswürdigkeiten von Großblittersdorf sind die Notre Dame du Brandenbusch und der Parcours de santé et botanique. Besonders sehenswert ist die Ausstattung der Pfarrkirche, die von der Abtei Wadgassen im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Hier und in der Kapelle am Marktplatz findet man wertvolle Altäre und Statuen der Bildhauerfamilie Guldner aus Berus aus der Erbauungszeit.
Grosbliederstroff unterhält eine Partnerschaft mit der saarländischen Nachbargemeinde Kleinblittersdorf.
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