Gustav Adolfs Page


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Gustav Adolfs Page ist eine 1882 von Conrad Ferdinand Meyer geschriebene Novelle.

Die Novelle spielt zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in der, wie der Name bereits vermuten lässt, Gustav II. Adolf, ein schwedischer König, eine tragende Rolle spielt.

Personenbeschreibung

Von 1611 - 1632 schwedischer König, der, nachdem er seit 1630 in den Dreißigjährigen Krieg (1618-48) eingriff (zunächst mit großem Erfolg), u.a. in dieser Novelle als Verfechter und Retter des deutschen Protestantismus idealisiert wurde, ehe er schließlich in der Schlacht von Lützen starb.


Herzog von Mecklenburg und Friedland und Generalissimus des Kaisers Ferdinand II., sein Hauptgegner, der in der Katholischen Liga gegen die Protestantische Union kämpfte und in einer Episode der Novelle als geheimer Gast und Warner dem Schwedenkönig gegenübersitzt.


  • Arbogast Leubelfing

Nürnbergischer Patrizier und Handelsherr. Wahrscheinlich von etwas schmächtiger Gestalt. Er selbst gehört zur Prominenz der Stadt und bewirtete sogar König Gustav Adolf in seinem Haus, das als das schönste von ganz Nürnberg bezeichnet wird und nahe dem Kloster Sankt Sebald gelegen ist. Ihm ist der Ruf der Familie wichtiger als das Wohlergehen des Sohnes.


  • August Leubelfing

Der Sohn Arbogast Leubelfingers. Er ist ein schmächtiger, sorgenvoller und weibshafter Junker, der seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten ist und auch von der Wesensart dem Vater nahekommt. Er ist eher häuslich, verrichtet lieber kühle Geldgeschäfte und hat Angst vor dem Krieg und verkörpert den typischen Patriziersohn.


  • Auguste Leubelfing

Die eigentliche Hauptfigur, die oftmals Guste genannt wird, ist von Gustav Adolf begeistert; man könnte sogar sagen, dass sie in ihn verliebt ist. Sie selbst wird als knabenhaft, keck und forsch beschrieben. In Männerverkleidung dient sie anstelle ihres Cousins Gustav Adolf als Page.


Der Antagonist der Novelle. Er fühlt sich durch den König tödlich verletzt und verübt gegen Ende der Novelle in der oben erwähnten Schlacht ein Attentat auf ihn. Er hat schlanke Finger und ähnelt von Gestalt und Stimme her sehr Auguste Leubelfing.


  • Korinna

Die Geliebte des verheirateten Lauenburgers. Ihr Vater ist "ein Hauptmann bei den Kroaten; die Mutter starb früh hinweg". Sie ist sehr anmutig und schön und erkennt zuerst die wahre Identität Gustes.

Verfilmung

Unter der Regie von Rolf Hansen entstand 1960 eine Filmversion der Novelle mit Liselotte Pulver und Curd Jürgens in den Hauptrollen.

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