Normalhöhennull (NHN) ist die Bezugsfläche für Höhen über dem Meeresspiegel im Deutschen Haupthöhennetz 1992.
Seit dem 1. Januar 2000 wird in ganz Deutschland das Höhensystem auf Normalhöhen zum Nullpunkt des Amsterdamer Pegels umgestellt. Die Höhen in diesem System werden in Meter über Normalhöhennull (m ü. NHN) angegeben. NHN wurde eingeführt, da für die Höhen über Normalnull das tatsächliche Schwerefeld der Erde nicht berücksichtigt wurde. Damit ändern sich sowohl die bisher westdeutschen normal-orthometrischen Höhen (neue Berechnungsmethode) als auch die Normalhöhen Ostdeutschlands (Bezug auf einen neuen Pegel). Jedoch enthalten aktuelle topografische Karten meist noch Höhen über den alten Bezugsflächen.
NHN stellt ein Quasigeoid dar. Die Bezugshöhe ist an einem Nivellementpunkt an der Kirche Wallenhorst festgemacht. Die Geopotentielle Kote dieses Punktes wurde 1986 im Rahmen des europäischen Nivellementnetzes (UELN) ermittelt.
In der DDR verwendete man Normalhöhen unter der Bezeichnung Höhe über Höhennormal (HN) und als Datum galt von 1958 der Kronstädter Pegel. Die neuen NHN-Höhen sind durchschnittlich 12–15 cm höher. Die maximalen Abweichungen der Nivellementspunkte erster Ordnung liegen bei 7–16 cm.[1]
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