
| HK MP7 | |
|---|---|
| Allgemeine Information | |
| Zivile Bezeichnung: | Maschinenpistole 7 |
| Militärische Bezeichnung: | MP7 oder PDW |
| Einsatzland: | Deutschland |
| Entwickler: / Hersteller: |
Heckler & Koch |
| Herstellerland: | Deutschland |
| Produktionszeit: | 2001 bis heute |
| Waffenkategorie: | Maschinenpistole |
| Maße | |
| Gesamtlänge: | 420/640 mm |
| Gesamthöhe: | 172 mm |
| Gesamtbreite: | 45 mm |
| Gewicht: (mit leerem Magazin): |
1,9 kg |
| Lauflänge: | 180 mm |
| Technische Daten | |
| Kaliber: | 4,6 x 30 mm |
| Mögliche Magazinfüllungen: | 20 oder 40 Patronen |
| Effektive Reichweite: | 200 m |
| Kadenz: | 950 Schuss/min |
| Feuerarten: | Einzelfeuer, Dauerfeuer |
| Mündungsgeschwindigkeit Projektil (V0): |
725 m/s |
| Mündungsenergie (E0): | 420 Joule |
| Liste der Handfeuerwaffen | |
Die HK MP7 (MaschinenPistole 7) wurde von dem deutschen Unternehmen Heckler & Koch entwickelt. Sie erfüllt die Anforderungen des NATO PANEL V an eine „Persönliche Verteidigungswaffe“ (PDW, Personal Defence Weapon).
Mit der MP7 sollen Truppenteile ausgestattet werden, die im Regelfall in keine infanteristischen Kampfhandlungen verwickelt werden. Das sind beispielsweise Truppenteile wie die Versorger, Sanitäter, (Luft-)Fahrzeugbesatzungen oder Artilleristen. Entscheidend für die Entwicklung dieser Waffe war die Erkenntnis, dass insbesondere bei einem asymmetrischen Konflikt auch rückwärtige Truppen in Hinterhalte geraten und damit in Nahbereichsgefechte verwickelt werden. Diese Truppenteile benötigen dann aufgrund der weitverbreiteten Nutzung militärischer Schutzwesten zwar die Durchschlagskraft eines Sturmgewehres, nicht aber dessen vergleichsweise große Reichweite. Für diesen Einsatzfall wurde für die Bundeswehr eine Waffe gefordert, die die Durchschlagskraft eines Sturmgewehres mit der Kompaktheit und geringen Masse einer Maschinenpistole vereint. Mit der Entwicklung der MP7 wurde diese Forderung erfüllt.
Inhaltsverzeichnis |
Die MP7 vereint die Vorteile mehrerer Waffentypen. So hat sie das Gewicht und die Handhabung einer normalen Pistole, die hohe Kadenz einer Maschinenpistole und die Durchschlagskraft eines Sturmgewehres. Erreicht wird das durch eine neue Kleinkaliber-Patrone im Kaliber 4,6 × 30 mm, die hohe Durchschlagskraft bei geringem Rückstoß gewährleisten soll. Die MP7 gewährleistet vollkommenes Durchdringen des CRISAT-Schutzes (1,6 mm Titan kombiniert mit 20 Schichten Kevlar) auf 200 Meter (m) Entfernung und übersteigt damit die NATO-Anforderung um das Vierfache. Die Waffe ist mit 42 Zentimetern Länge (Schulterstütze nicht ausgezogen) und dem durch die Verwendung von Kunststoffen geringen Gewicht (1,9 kg ohne Magazin) auch für das einhändige Feuern und bedingt auch für verdecktes Tragen geeignet.
Für die MP7 wurden zwei verschiedene Magazingrößen entwickelt: Eine mit 20 und eine mit 40 Patronen pro Magazin. Die Kadenz der Waffe liegt bei etwa 950 Schuss pro Minute. Je nach Griff- und Verschlussstück besitzt die MP7 bis zu drei verschiedene Feuermodi: Einzelfeuer, 3-Schuss-Feuerstoß und Dauerfeuer. Es werden auch halbautomatische Modelle angeboten. Der zentrale Spannhebel hinten am Gerät ermöglicht die Bedienung auch für Linkshänder. Außerdem verfügt diese Waffe über eine ausziehbare Schulterstütze und kann vielseitig bestückt werden, z. B. mit einem Zielfernrohr, Reflexvisier, Schalldämpfer oder einem Tactical Light.
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