Hainleite


Die Hainleite ist ein bis 463,2 m ü. NN hoher Muschelkalk-Höhenzug im Norden von Thüringen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die waldreiche Landschaft liegt zwischen Bleicherode im Landkreis Nordhausen, Sondershausen im Kyffhäuserkreis, Bad Frankenhausen, Dingelstädt, Oldisleben, Kindelbrück und Schernberg. Im Norden schließt sich auf der nördlichen Seite der Wipper das Kyffhäuser Gebirge an, im Osten – jenseits der so genannten Thüringer Pforte, einem Durchbruchstal der Unstrut beim kleinen Sachsenburg (ein Ortsteil von Oldisleben) – die Schmücke und die Hohe Schrecke sowie im Süden und Südwesten das Thüringer Becken.

Wichtige Städte

Berge

Der höchste Berg *) befindet sich mit 463,2 m ü. NN im westlichen Teil der Hainleite zwischen Immenrode und Straußberg. Weitere Berge sind u. a. der Possen (420 m), der Heidelberg (403 m) und der Kuhberg (406 m).
*) siehe hierzu unter Diskussion:Hainleite

Geologie und Landschaftsbild

Das Gestein des Höhenzugs besteht aus Röt und Muschelkalk.

Nördlich fällt die Hainleite relativ steil zum Tal der Wipper (ca. 200–163 m) ab, die in Sachsenburg in die Unstrut mündet. Nach Süden fällt der Bergrücken der Hainleite Richtung der Erfurter Tiefebene (ein Teil des Thüringer Beckens) relativ flach ab.

Der Baumbestand der Hainleite ist geprägt durch Mischwälder, insbesondere im östlichen Teil überwiegen dichte Buchenwälder. Die Krautschicht unter den Bäumen ist geprägt durch Perlgras und Türkenbundlilie. Auf freigelegten Muschelkalkabhängen findet man viele Orchideenarten.

Das Gebiet nördlich der Hainleite im Tal der Wipper zwischen Bad Frankenhausen und Artern nennt man auch die Diamantene Aue.

Wandern

Nicht ganz so bekannt wie der Thüringer Wald ist die Hainleite trotzdem ein bekanntes Wandergebiet. Allein um die Kreisstadt Sondershausen gibt es über 30 Wanderrouten. Überregional bekannt sind nachfolgende 3 Wege, die von West nach Ost teils in weiten Strecken über den Kamm der Hainleite führen:

Wirtschaft

Die Hainleite wird wegen des guten Waldbestandes hauptsächlich forstwirtschaftlich genutzt. Aber auch der Tourismus spielt eine wichtige Rolle.

Tourismuszentren sind

  • Erholungszentrum Teichtal bei Hainrode
  • die Stadt Sondershausen mit Schloss
  • Erlebnispark Straußberg u. a. mit Affenwald und Sommerrodelbahn
  • das Erholungszentrum Jagdschloss Possen (bei Sondershausen) mit Bungalowsiedlung und historischem Possenturm (frisch renoviert – größter Fachwerkturm Deutschlands)
  • die Kurstadt Bad Frankenhausen (in der Nähe das Kyffhäuserdenkmal)

Verkehr

Verkehrstechnisch ist das Gebiet der Hainleite gut erschlossen. Über die Städte Nordhausen und Sondershausen ist ein bequeme Anreise mit der Bahn möglich. Mit dem Auto kommt man von Norden her über die A 38 und B 80 und von Süden her über die A 4. Die Strecken B 4 und B 85 führen direkt über die Hainleite und verbinden die beide Magistralen. Verbessert wird die Nord-Süd-Verbindung, wenn später die A 71 fertiggestellt wird, die bisher von der A 4 bei Erfurt bis Sömmerda reicht.

Literatur

  • Harald Rockstuhl: Sagenbuch vom Dün aus dem Helbetal und von der Hainleite in Thüringen, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2005, ISBN 3-937135-71-5

Koordinaten: 51° 20' N, 10° 52' O


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