
Haubitzen sind Artillerie-Geschütze für indirektes Steilfeuer mit langer Reichweite. Sie sind Distanzwaffen bei Heeren, im Gegensatz zu Geschützen mit flacher Trajektorie für nahegelegene sichtbare Ziele.
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In Europa kamen die ersten Haubitzen (mit glattem Rohr mittlerer Länge) im 15. Jahrhundert in Deutschland und Italien auf. Mit ihnen wurden Steinkartätschen, ab der 2. Hälfte des 16.Jh. mit Sprengstoff gefüllte Granaten verschossen. In Russland gab es Haubitzen ab Mitte des 16. Jh., sie wurden als Gakownizy, Gaufnizy (Gafunizy) bezeichnet.
Das Rohr der Haubitze ist kürzer als das der Kanone. Dadurch sinkt zwar die mögliche Geschossgeschwindigkeit, durch die kürzere Bauweise ist jedoch eine stärkere Rohrerhöhung (größerer Winkel gegenüber der Horizontalen) als bei der Kanone möglich. Das ermöglichte eine parabolische Trajektorie (Bogenschuss), mit der man besser über die eigenen Truppen hinweg schießen konnte. Zur Regulierung der Schussweite kann neben der Rohrerhöhung auch die Treibladung variiert werden: eine größere Treibladung ergibt eine größere Reichweite.
Durch verbesserte Werkstofftechniken konnte später die Rohrlänge bei gleichem Höhenwinkel wieder vergrößert werden. Die Unterscheidung zwischen Haubitze und Kanone ist daher fließend und hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, ebenso wie die Abgrenzung zum Mörser mit noch kürzerem Rohr.
Moderne Artilleriegeschütze sind fast allesamt als Panzerhaubitzen gebaut. Je nach Befestigungsart des Abschussrohres - auf einer Selbstfahrlafette oder einem Panzer - werden Haubitzen in Feldhaubitzen (z. B. FH 155-1) beziehungsweise in Panzerhaubitzen (z. B. M109, Panzerhaubitze 2000 oder 2S19 Msta-S) unterteilt. Daneben existieren noch spezielle Ausführungen wie zerlegbare Gebirgshaubitzen oder leichte Geschütze, die „luftverlastbar“ sind.
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240mm-Haubitze der U.S. Army (1944) |
M-50 (155 mm) auf M4 Sherman-Basis der Israelischen Armee |
M115 (203 mm) der US-Armee im Zweiten Weltkrieg |
Panzerhaubitze M109A in Stellung |
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