Haunsheim


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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haunsheim
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Haunsheim hervorgehoben
48.610.366666666667445Koordinaten: 48° 36′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungsge-
meinschaft:
Gundelfingen an der Donau
Höhe: 445 m ü. NN
Fläche: 17,79 km²
Einwohner: 1572 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89437
Vorwahl: 09072
Kfz-Kennzeichen: DLG
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 137
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Professor-Bamann-Str. 22
89423 Gundelfingen a.d.Donau
Bürgermeister: Dieter Ott (Freie Wählervereinigung)

Haunsheim (schwäbisch: Hausa) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Haunsheim liegt im sogenannten Bachtal (richtig wäre: Haunsheim ist das Tor zum Bachtal) an einem Ostausläufer der Schwäbischen Alb. Nach Süden hin öffnet sich das Tal in die weite Donauebene.

Zur Haunsheimer Gemarkung gehört neben Haunsheim selbst das nördlicher gelegene Unterbechingen.

Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Gundelfingen an der Donau, die Stadt Lauingen, Medlingen, Wittislingen und Bachhagel.

Geschichte

Herrschaftsgeschichte

Der Reichspfennigmeister Zacharias Geizkofler auf Haunsheim und Reiffenegg führte als Herrschaftsinhaber (Geizkofler kaufte 1600 Haunsheim) 1603 in Haunsheim die evangelisch-lutherische Konfession ein, die ohne Unterbrechungen bis heute erhalten blieb.

1666 gelangte die Herrschaft Haunsheim durch die Heirat der Enkelin Zacharias Geizkoflers an die Freiherren von Racknitz. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

1823 erwarb Johann Gottlieb Freiherr von Süßkind aus Augsburg, der zuvor schon die benachbarte, ebenfalls evangelische Herrschaft Bächingen gekauft hatte, Schloss Haunsheim mit dem dazugehörigen Grund und ließ es seinem Geschmack entsprechend neugotisch umgestalten. 1849 erbte es seine Tochter Amalie Freifrau vom Holtz. Heute ist das Schloss im Besitz der Freiherren von Hauch.

Wappen

Der Torbau stellt das Schloss von Haunsheim dar, das die Ortsherren von 1601 bis 1604 errichteten. Der Gemsbock ist dem Familienwappen der Geizkofler entnommen und steht redend für den Namen der Ortsherren. Der Namensteil 'Geiz' steht für 'Geiß'. Aus dem Jahr 1655 ist ein Siegelabdruck überliefert mit der Umschrift SIGILLVM COMMVNITATIS IN HAVNSHEIM.

Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz auf grünem Boden ein rotbedachter silberner Torbau zwischen zwei Zinnentürmchen mit roten Spitzendächern, darauf goldene Wetterfahnen; vor dem geschlossenen goldenen Tor ein rechtshin springender schwarzer Gemsbock.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.492, 1987 dann 1.482 und im Jahr 2000 1.594 Einwohner gezählt.

Politik

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2002 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

  • Freie Wählervereinigung: 5 Sitze
  • Bürgerblock: 4 Sitze
  • CSU: 3 Sitze

Bürgermeister ist seit 2001 Dieter Ott (Freie Wählervereinigung).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 696.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 44.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Friedhof von Haunsheim
  • Evangelische Dreifaltigkeitskirche in Haunsheim, erbaut 1606 bis 1609 nach Plänen von Joseph Heintz d.Ä. unter Mitwirkung von Elias Holl in enger Anlehnung an den strengen klassizistischen Baustil des Kaiserhofes. Erwähnenswert ist darüber hinaus die 1878 erbaute und jüngst restaurierte H. C. Branmann-Orgel.
  • Friedhof in Haunsheim, planmäßig angelegt: Traditionsgemäß steht auf jedem Grab ein hölzernes, bunt bemaltes Grabkreuz (die Farben schwarz, weiß grün); damit wird die Vorstellung von der absoluten Gleichheit aller Menschen im Himmel symbolisch umgesetzt
  • Schloss der Freiherren von Hauch in Haunsheim, wo regelmäßig Konzerte stattfinden
  • Alte Schmiede aus dem 16. Jahrhundert in der Ortsmitte, originalgetreu restauriert

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 41 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 573. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 990 ha, davon waren 916 ha Ackerfläche.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 46 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 6 Lehrern und 102 Schülern

Weblinks

Commons Commons: Haunsheim – Bilder, Videos und Audiodateien






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