
Das Haus in der Sonne ist ein Weinberghaus im Stadtteil Oberlößnitz der sächsischen Stadt Radebeul. Das heute denkmalgeschützte[1] Gebäude liegt in der Weinbergstraße 44.
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Das Kerngebäude ist ein zweigeschossiger Bau mit einem Walmdach, nach Süden mittig vorgebaut ist ein polygoner Vorbau mit einem Mansard-Zeltdach. Nach Westen erstreckt sich ein eingeschossiger Flügel mit Mansarddach sowie ein Querbau mit Walmdach. Auf der Ostseite befindet sich ein Standerker. Nach Norden erstrecken sich weitere Anbauten. Das geputzte Erdgeschoss ist massiv und steht auf einem Bruchsteinsockel, das Obergeschoss aus Fachwerk ist verbrettert.
1770 ließ sich der kurfürstlich-sächsische Münzfaktor Georg Christian Städter auf dem Kröberischen Weinberg (später auch Krebelscher Weinberg) das barocke Weinberghaus als Herrenhaus errichten. Der Weinberg gehört heute zum Hermannsberg. Auf dem Anwesen stand weiter nördlich noch ein Wirtschaftsgebäude mit Weinpresse und Weinkeller. Seit 1790 wurden die Gebäude mehrfach erweitert. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Anwesen im Besitz des Kaufmanns Friedrich Zembsch, dem auch das Anwesen des späteren Haus Steinbachs gehörte.
1917 erwarb der Architekt Martin Hammitzsch das Anwesen zusammen mit seiner ersten Frau Marie. 1920 gab er dem Haus seinen heutigen Namen Haus in der Sonne aufgrund der exponierten Lage nach Süden. 1920/1921 gestaltete er das Haus im Stil der Heimatschutzarchitektur um und erweiterte es auf der West-, Nord- und Ostseite.
1936 heiratete er in zweiter Ehe die Halbschwester Adolf Hitlers, Angela geb. Hitler, verw. Raubal (1883-1949). 1937[3] oder 1938[4] verkaufte er das Haus an der Sonne an die Deutsche Arbeitsfront und zog nach Dresden. Bereits 1939 wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt.
Koordinaten: 51° 6′ 43" n. Br., 13° 40′ 25" ö. L.
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