
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Ravensburg | |
| Höhe: | 704 m ü. NN | |
| Fläche: | 85,37 km² | |
| Einwohner: | 14.623 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 171 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88316 (alt: 7972) | |
| Vorwahl: | 07562 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RV (alt WG) | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 049 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Wassertorstraße 3 88316 Isny |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rainer Magenreuter (parteilos) | |
Die Stadt Isny im Allgäu ist ein heilklimatischer Luftkurort im württembergischen Allgäu in Baden-Württemberg. Die ehemalige freie Reichsstadt liegt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße.
Inhaltsverzeichnis |
Im Osten der Gemeinde liegt die Adelegg, ein sehr waldreicher Mittelgebirgszug, der als ein Nordausläufer der Allgäuer Alpen weit in das Alpenvorland reicht und mit dem Schwarzen Grat (1.118 m) die höchste Erhebung Württembergs aufweist.
| Der Jahresniederschlag beträgt 1.600 mm. Der Niederschlag liegt im oberen Drittel der Messstellen des Deutschen Wetterdienstes. Über 98 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der Oktober, am meisten regnet es im Juni. Im niederschlagreichsten Monat fällt rund 1,7mal mehr Regen als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagsschwankungen liegen im oberen Drittel. In über 94 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger. |
Auf einem Moränenhügel beim Weiler Burkwang unweit der Argen befand sich in spätrömischer Zeit das Kastell Vemania. Archäologen gehen davon aus, dass es unter Kaiser Probus angelegt worden war, um die Römerstraße zwischen Bregenz und Kempten zu sichern. Germanen haben es offenbar mehrfach überfallen, ehe die 200 Reiter starke Truppe um das Jahr 401 nach Italien abgezogen wurde.
Das heutige Isny wurde um das Jahr 1043 vom Grafen von Altshausen gegründet. 1096 wurde die Kirche den Mönchen vom Kloster Hirsau zur Gründung des Klosters St. Georg übergeben, dieses Datum stellt auch die erste urkundliche Erwähnung dar. Um das Jahr 1235 – Isny hatte bereits das Marktrecht – erhielt der Ort das Stadtrecht.
1284 fielen Stadt und Kloster einem Brand zum Opfer. 1365 erkauften sich die Isnyer die Rechte einer Freien Reichsstadt von ihrem Vogtherren, dem Truchsessen von Waldburg. 1376 beteiligte sich die Stadt an der Gründung des Schwäbischen Städtebundes. 1401 brannte es erneut in Isny. 1507 erhielt die Stadt das Münzrecht.
Im Jahr 1631 zerstörte ein Großbrand um die 380 Gebäude, auch die beiden Kirchen und das Kloster. Wie viele andere Städte auch litt Isny unter den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs.
1802 wurde die Reichsstadt mediatisiert und kam zunächst an die Reichsgrafen von Quadt, 1806 kam Isny zum Königreich Württemberg, wo es kurzfristig Sitz eines eigenen Oberamtes wurde. Aber bereits 1810 kam die Stadt zum Oberamt Wangen. Die Bevölkerung favorisierte eine Eingliederung zu Österreich oder alternativ nach Bayern. Durch die Angliederung an das Königreich Württemberg und das damit verbundene Abschneiden der traditionellen Wirtschaftsbeziehungen wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt über viele Jahre hinweg gehemmt.
Am 15. August 1874 erhielt Isny mit der Eröffnung der Bahnstrecke Leutkirch–Isny seinen ersten Eisenbahnanschluss. Mit der Auflösung des Landkreises Wangen 1973 fiel Isny an den Landkreis Ravensburg.
Isny war eines der Zentren der Reformation im Allgäu und wurde 1529 protestantisch. Hier arbeitete der Prediger und Reformator Paul Fagius, der hier dem jüdischen Dichter und Grammatiker Elijah Levita einige beachtliche Druckwerke in Auftrag gab. Die Stadt gehörte zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens.
Erst mit der Zugehörigkeit zum Königreich Württemberg 1803 durften wieder Katholiken in die Stadt ziehen. Aber auch heute noch ist Isny vorwiegend evangelisch-lutherisch geprägt.
Ehemalige Gemeindewappen:
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Wappen Beuren RV.svg
Beuren |
Wappen Grossholzleute.svg
Großholzleute |
Wappen Neutrauchburg.svg
Neutrauchburg |
Wappen Rohrdorf.svg
Rohrdorf |
Dem Gemeinderat gehören 29 Mitglieder an. Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
Vorsitzender des Gemeinderates ist Bürgermeister Rainer Magenreuter. Seine ehrenamtlichen Stellvertreter sind Dieter Hechelmann (1., CDU) und Sibylle Lenz (2., FWV).
Isny unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Die nach Beschäftigungszahlen am Standort Isny größten Betriebe sind:
Die Stadt ist mit einigen Buslinien u. a. mit Leutkirch, Wangen im Allgäu und Kempten im Allgäu verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an. Früher bestanden Eisenbahnverbindungen mit diesen Städten, von denen die Verbindung nach Kempten Isny-Bähnle, einstmals die höchststeigende Normalspurbahn in Deutschland, als letzte 1984 stillgelegt wurde.
Isny ist im Straßenverkehr nach Westen über die Bundesstraße 12 (Lindau am Bodensee – Philippsreut) mit Wangen im Allgäu verbunden. Es besteht hier sowie auch nach Norden bei Leutkirch ein Anschluss an die A 96. Nach Osten hin besteht nach dem Ausbau der B 12 eine Verbindung nach Kempten an die Bundesautobahnen 980 und 7.
Die Stadt Isny ist Träger einer Grundschule in der Kernstadt sowie von Grundschulen in Beuren, Neutrauchburg und Rohrdorf. Außerdem gibt es eine Hauptschule mit Werkrealschule, eine Realschule (gegründet 1998) und ein Gymnasium. Die drei weiterführenden Schulen befinden sich in der Kernstadt. Die Eduard-Schlegel-Schule als staatliche Förderschule und eine private Schule für Erziehungshilfe im Evangelischen Kinder- und Jugenddorf Siloah runden das allgemeinbildende Schulangebot ab. Für die jüngsten Einwohner gibt es zudem zwölf Kindergärten, die teils in kirchlicher und teils in kommunaler Trägerschaft stehen. Ein Kindergarten wird vom DRK betrieben.
Eine Außenstelle der Wirtschaftsschule Wangen in Trägerschaft des Landkreises Ravensburg ist baulich im Gymnasium Isny integriert.
Die private Naturwissenschaftlich-Technische Akademie Isny (nta) ist ein Berufskolleg und eine Fachhochschule für die Fachrichtungen Physik, Chemie, Informatik und Medizin. Diese kam 1950 als „Chemieschule Prof. Dr. Grübler“ nach Isny.
Isny liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.
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Die Türme von Wassertor, Nikolaikirche und Georgskirche |
Espantor |
ehemaliges Tuchhaus mit Blaserturm |
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