Jacques Vergès


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Jacques Vergès (* 20. April 1924 oder 5. März 1925[1] in Ubon, Thailand) ist ein französischer Rechtsanwalt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jacques Vergès wurde als Sohn einer Vietnamesin und eines Franzosen von der Insel Réunion geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. 1942 schloss er sich France Libre unter Charles de Gaulle an und kämpfte in Nordafrika, Italien und Frankreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sich Vergès politisch zu engagieren, zunächst für die Dekolonisation Südostasiens (hier lernte er auch den späteren kambodschanischen Diktator Pol Pot kennen), später für den Befreiungskampf Algeriens.

1970 verließ Vergès seine Frau Djamila Bouhired (eine algerische Nationalistin der Algerischen Nationalen Befreiungsfront) und seine zwei Kinder. Er tauchte erst 1978 wieder auf. Bis heute weigert er sich, über diese Zeit, die er seinen "großen Urlaub" nennt, und seine Aktivitäten Auskunft zu geben.

Anwaltliche Tätigkeit

Ab Ende der 1970er Jahre trat Vergès vermehrt als Anwalt in Erscheinung. Er spezialisierte sich auf die Verteidigung prominenter und oft sehr umstrittener Personen. Zu seinen Klienten gehörten der Gestapo-Offizier Klaus Barbie, der serbische Präsident Slobodan Milošević, der Holocaust-Leugner Roger Garaudy, der ehemalige Staatspräsident von Mali, Moussa Traoré, der Terrorist Ilich Ramírez Sánchez (genannt Carlos) und der ehemalige Diktator von Togo, Gnassingbé Eyadéma.

Die Boulevardpresse gab ihm aufgrund dieser Mandanten den Beinamen „Der Anwalt des Teufels“.

Der französische Filmregisseur Barbet Schroeder drehte 2006 eine Dokumentation über das Leben von Vergès mit dem Titel L'Avocat de la Terreur (Des Terrors Advokat), der u.a. bei den Filmfestspielen in Cannes 2007 aufgeführt wurde.

Einzelnachweise

  1. Es ist unklar, an welchem Tag Vergès tatsächlich geboren wurde, vgl. The New York Times-Beilage zur Süddeutschen Zeitung vom 26. 11. 2007, S. 7

Weblinks







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