
Als Kanalkodierung (auch Kanalcodierung) bezeichnet man in der Nachrichtentechnik das Verfahren, digitale Daten bei der Übertragung über gestörte Kanäle durch Hinzufügen von Redundanz gegen Übertragungsfehler zu schützen.
Die mathematischen Grundlagen für die Kanalkodierung stellt die Kodierungstheorie bereit.
Zu unterscheiden ist die Kanalcodierung von der Quellenkodierung, welche Redundanz vermindert, und von der Leitungskodierung, welche eine spektrale Anpassung an die Anforderungen des Übertragungskanals vornimmt.
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Die Kanalkodierung fügt den Daten am Eingang eines Übertragungskanals Redundanz hinzu und dekodiert die Daten an seinem Ausgang. Wenn die Zusatzinformationen lediglich auf einen Fehler hindeuten und eine Neuübertragung der Daten erfordern, spricht man von Rückwärtsfehlerkorrektur. Genügt die Redundanzinformation, den Fehler zu korrigieren, handelt es sich um eine Vorwärtsfehlerkorrektur. Eine effiziente Kanalkodierung erhöht das Signal-Rausch-Verhältnis bei unveränderter Bitfehlerhäufigkeit. Je nach Kanalcodierungsverfahren beträgt der Codegewinn mehrere dB.
Eine wesentliche Eigenschaft eines Kanalkodes ist seine (Kode-) Coderate R = k / n, wobei k die Anzahl der Symbole am Eingang des Kodierers (Informationssymbole) ist und n die Anzahl am Ausgang (Codesymbole). Es werden also k Informationssymbole auf n Codesymbole abgebildet. Eine kleine Rate (großes n) bedeutet einen höheren Anteil der Codesymbole an den übertragenden Symbolen, also eine kleinere Datenübertragungsrate . Üblicherweise kann ein Kanalcode mit einer niedrigeren Koderate mehr Fehler korrigieren als ein vergleichbarer Kanalkode mit einer hohen Koderate - es ist also ein Abtausch zwischen Datenübertragungsrate und Fehlerkorrekturfähigkeit möglich.
Durch geschicktes Verketten von Codes (z. B. bei Turbo-Codes) kann die Korrekturfähigkeit des so entstandenden verketteten Codes sehr viel höher sein als die der einzelnen Codes (Komponentencodes).
Unter Punktierung versteht man das gezielte streichen einzelner Codesymbole, so dass die Anzahl der übertragenden Codesymbole von n auf n' reduziert wird. Damit ergibt sich für den punktierten Code eine höhere Rate R' = k / n' > k / n = R. Punktierung ermöglicht die Nutzung desselben Codierer/Decodierer-Paares für Codes unterschiedlicher Raten.
Beispiel für einen Quellencode: Huffman-Code
Kennt man die Fehlerarten, die in einem Übertragungskanal auftreten, kann man verschiedene Codes konstruieren, die die häufigen Fehlerarten gut, weniger häufigere Fehlerarten weniger gut korrigieren können. Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht häufig verwendeter Codeklassen.
Beispiel für einen Leitungscode: Manchesterkodierung
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