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Dieser Artikel beschreibt die KfW Bankengruppe, zum Energiestandard KfW40 siehe Energiestandard. |
| KfW | |
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| Unternehmensform | Anstalt des öffentlichen Rechts |
| Gründung | 16. Dezember 1948 |
| Unternehmenssitz | Frankfurt am Main, Deutschland |
| Unternehmensleitung | |
| Mitarbeiter | 3.571 (2007, Gesamtkonzern) |
| Bilanzsumme | 376 Mrd. EUR (2007) (nach HGB) |
| Branche | Banken |
| Produkte | |
| Website | www.kfw.de |
Die KfW Bankengruppe oder KfW (früher: Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR). Die Gründung der KfW erfolgte auf der Grundlage des „KfW-Gesetzes“[1].
Inhaltsverzeichnis |
Die Aufgabe der KfW besteht in der Realisierung von öffentlichen Aufträgen wie die Förderung von Mittelstand und Existenzgründern, die Gewährung von Investitionskrediten an kleine und mittlere Unternehmen sowie die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben und Wohnungsbau, die Finanzierung von Energiespartechniken und der kommunalen Infrastruktur. Weitere Betätigungsfelder sind Bildungskredite, Export- und Projektfinanzierung sowie der Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Vorstandsvorsitzender der KfW ist Ulrich Schröder.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau wurde nach dem Zweiten Weltkrieg am 16. Dezember 1948 mit dem Ziel gegründet, den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Das Startkapital stammte vor allem aus Mitteln des Europäischen Wiederaufbauprogrammes (engl. European Recovery Program oder ERP, ugs. meist nur kurz „Marshallplan“ genannt). Der erste Vorsitzende des KfW-Verwaltungsrates war Otto Schniewind, sein Stellvertreter war Hermann Josef Abs.
Heute wird das Kapital der KfW Bankengruppe zu vier Fünftel von der Bundesrepublik Deutschland und zu einem Fünftel von den Bundesländern gehalten. Die Bundesrepublik haftet für alle Verbindlichkeiten und Kredite der KfW. Diese Garantie des Bundes ist in § 1a des KfW-Gesetzes verankert. Ferner besteht für die KfW die sogenannte Anstaltslast der Bundesrepublik Deutschland. Von internationalen Ratingagenturen hat die KfW die bestmögliche Bonitätsbewertung (Triple A-Rating/AAA) erhalten. Die Bilanzsumme der KfW betrug 1980 etwa 28 Mrd. Euro, am 31. Dezember 2007 rund 353 Mrd. Euro (für den Gesamtkonzern). Damit ist die KfW mit Stand 2007 die neuntgrößte deutsche Bank.
Die KfW ist unter anderem für die Durchführung von Förderprogrammen in Deutschland zuständig. Seit der deutschen Wiedervereinigung ist die KfW aufgrund der ihr dabei zugewachsenen Aufgaben beim Wiederaufbau der ostdeutschen Wirtschaft wieder stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Zur Inlandsförderung gehören auch die Ende 2000 aufgelegten Kreditverbriefungsprogramme (PROMISE und PROVIDE), über die Kreditinstitute Risiken aus Mittelstandskreditportfolien (PROMISE) oder aus privaten Wohnungsbaudarlehen (PROVIDE) in den Kapitalmarkt transferieren und hierdurch ihre Bilanzen entlasten können.
Ferner ist die KfW für die Durchführung der finanziellen Zusammenarbeit (FZ) der Bundesrepublik Deutschland mit Entwicklungsländern zuständig. Sie ist dem Volumen nach das bedeutendste deutsche Instrument der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Im Jahr 2005 wurden von der KfW 1.233 Mio. Euro aus Mitteln des BMZ-Haushalts für die FZ zugesagt.
Hauptstandort der KfW ist Frankfurt am Main, dort sind etwa 3300 Mitarbeiter beschäftigt. Außerdem bestehen Niederlassungen in Berlin (entstanden durch die Übernahme von Teilen der ehemaligen Staatsbank der DDR) und Bonn (entstanden durch die Fusion mit der Deutschen Ausgleichsbank, DtA). In der KfW-Bankgruppe arbeiten etwas über 3.500 Mitarbeiter (2007). Vorstand, Verwaltungsrat und ein Beratungsgremium für die Mittelstandsförderung (der Mittelstandsrat) sind Organe der KfW.
Das ERP-Sondervermögen des Bundes hat sich aus der früheren Marshallplan-Hilfe der USA zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft gebildet. Damit wurden seit 1947 zinsgünstige Kredite für den Mittelstand sowie Stipendienprogramme für junge Wissenschaftler finanziert. Bis Mitte 2005 kumulierten sich die an die mittelständische Wirtschaft vergebenen zinsgünstigen Kredite auf insgesamt etwa 115 Milliarden Euro.
Um das Kreditmanagement und die Schuldenverwaltung des Bundes zu vereinfachen, hat der Bundestag am 29. März 2007 das Gesetz zur Neuordnung der ERP-Wirtschaftsförderung beschlossen. Mit dem Gesetz soll das ERP-Sondervermögen des Bundes nach Abführung von 2 Milliarden Euro an den Bundeshaushalt in Höhe von etwa 9 Milliarden Euro der KfW übertragen werden. Außerdem sollen dem Sondervermögen Rechte des Bundesministeriums für Finanzen an den Rücklagen der KfW-Bankengruppe in Höhe von etwa einer Milliarde Euro übertragen werden. Weiterhin ist vorgesehen, Rückstellungen für das Sondervermögen in Höhe von einer weiteren Milliarde aufzulösen. 4,65 Milliarden Euro des Sondervermögens werden zu Eigenkapital der KfW, der Rest soll als Darlehen des Bundes verzinst und aus den Zinserträgen die bisherige ERP-Wirtschaftsförderung fortgesetzt werden.
Ende Juli 2007 fielen die Preise für US-Immobilien. Dies führte besonders auf dem „Sub-Prime“-Hypothekenmarkt zu einer Krise. Vor allem die sich kurzfristig refinanzierenden Conduits gerieten hierdurch unter Druck. Am 30. Juli 2007 übernahm die KfW, die an der IKB Deutsche Industriebank zu 38 % beteiligt und damit größter Einzelaktionär war, die Bereitstellungsverpflichtung der Liquiditätslinien für das Conduit Rhineland Funding der IKB und ähnliche Investmentvehikel. Die Bereitstellung der Liquiditätslinie ist aber keinesfalls gleichzusetzen mit einer direkten Verlustübernahme in gleicher Höhe. Das Investmentvolumen von „Rhineland Funding“ betrug nach Angaben der IKB per 31. März 2007 ca. 12,7 Milliarden Euro. Außerdem übernahm die KfW mögliche Verluste aus risikobehafteten Positionen der IKB-Bilanz im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro und stabilisierte durch diese Risikoentlastung der IKB den deutschen Bankenmarkt.
Kritik am Management[2] und internen Kontrollmechanismen der KfW kam im September 2008 auf. Nach einem von der KfW bestätigten Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte die KfW noch am 15. September einen Betrag von etwa 350 Millionen Euro an die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers überwiesen, obwohl deren bevorstehende Insolvenz zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar war. Der KfW-Sprecher Wolfram Schweickhardt berichtete, dass sich der Gesamtschaden infolge der Überweisung auf inzwischen 536 Millionen Euro summiert.[3]
Nach Einschaltung von Anwälten seitens der Bank zur rechtlichen Überprüfung der Vorgänge und dem Vorliegen erster Ergebnisse, beschloss der Verwaltungsrat Ende September die beiden zuständigen Vorstandsmitglieder Peter Fleischer und Detlef Leinberger mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern abzuberufen und die bestehenden Dienstverträge zu kündigen.[4]
Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte nach dem Eingang zahlreicher Anzeigen Betroffener bereits Anfang Oktober angekündigt zu prüfen, ob der Anfangsverdacht einer Straftat vorliegt und ob dann Ermittlungen gegen Vorstände eingeleitet werden müssten. Die Ermittler hatten die KfW gebeten, Revisions- und Wirtschaftsprüfberichte im Zusammenhang mit der Millionen-Überweisung zu übersenden. Am 22. Oktober 2008 durchsuchte dann die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit Fahndern des Bundeskriminalamts die KfW-Zentrale. Ermittlungsverfahren sind gegen drei aktive Vorstände - unter ihnen der seit einigen Wochen amtierende KfW-Chef Ulrich Schröder – , die beiden bereits entlassenen Vorstände, sowie gegen den damaligen Leiter der Risikomanagementabteilung eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft sucht nach Hinweisen, ob die Beschuldigten ihre Pflichten verletzt haben, indem sie „trotz Kenntnis der sich abzeichnenden Liquiditätsprobleme bei Lehman die Überweisung vom 15. September 2008 nicht verhindert haben“ (Vermögensbetreuungspflichten). [5] [6] [7]
Ein Sprecher der KfW teilte am 6. November 2008 mit, dass die Bank im Rahmen von Fördertätigkeit und Anlagen in Island 288 Millionen Euro angelegt habe und einen Teil davon verloren habe. Außerdem müsse ein an die isländische Glitnir-Bank gezahltes Globaldarlehen in Höhe von 150 Millionen Euro zunächst abgeschrieben werden. Darüber hinaus legte die KfW 138 Millionen Euro in Anleihen bei den drei maroden isländischen Banken Glitnir, Landsbanki und Kaupthing Bank an. Laut Bundesfinanzministerium hält die KfW außer den oben genannten Papieren noch Wertpapiere der Republik Island in Höhe von 52 Millionen Euro. Ob diese ebenfalls ausfallen, ist noch ungeklärt. Darüber hinaus hat die KfW über eine dänische Tochter einer isländischen Bank Darlehen in Höhe von 300 Millionen Euro gegeben. Diese unterliegen allerdings einer Garantie des dänischen Staates.[8],[9][10]
Das Historische Archiv der KfW erforscht die Bedeutung der Anstalt für den Wiederaufbau Deutschlands nach 1945 (KfW, Historisches Archiv, Charlottenstr. 33, 10117 Berlin).
Auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bibliothek am Südende des Palmengartens wird derzeit das Gebäude „Westarkade“, ein 57 Meter hohes Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch (100 Kilowattstunden/m² und Jahr // der von der KfW für private Bauherren gesetzte Standard beträgt 40 kWh/m²a), für 700 Mitarbeiter direkt neben dem KfW-Hauptgebäude errichtet. Es soll 2009 fertiggestellt sein. Neben bisher in der Umgebung in angemieteten Gebäuden untergebrachten Mitarbeitern wird die Westarkade wahrscheinlich auch die KfW IPEX-Bank aufnehmen, deren 400 Mitarbeiter derzeit am Frankfurter Messekreisel im Gebäude der ehemaligen Oberpostdirektion (Ludwig-Erhard-Anlage 60–64) untergebracht sind.
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