Klaus Dicke


Klaus Dicke (* 1953 in Koblenz-Rübenach) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Inhaltsverzeichnis

Akademische Laufbahn

Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geschichte, katholische Theologie und Philosophie in Marburg und Tübingen arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt Menschenrechte an der Universität Tübingen 1979 - 1983. Im Anschluss daran war er bis 1992 Mitglied im Akademischen Rat am Institut für Internationales Recht an der Universität Kiel. Er übernahm Lehrstuhlvertretungen in Berlin und Mainz und erhielt später Rufe nach Mainz (1994) und Jena (1995). Seit dem Sommersemester 1995 ist Dicke Professor an der FSU Jena.

Forschungsschwerpunkte

Dickes Forschungsschwerpunkte sind die Politische Ideengeschichte besonders der Neuzeit (Forschungsprojekt "Historische Politikwissenschaft in Thüringen 1997/1998). Des Weiteren befasst er sich mit den Menschenrechten: Geschichte, Begründung und Politik (Forschungsprojekt "Wirkungsgeschichte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte", 1998/00). Weitere seiner Schwerpunkte sind die Politische Philosophie des demokratischen Verfassungsstaates, die Vereinten Nationen, das Völkerrecht und die Politik in der Globalisierung.

Publikationen

Einen Verweis zu einem vollständigen Schrifttumsverzeichnis finden sie unter Weblinks (oder hier) Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören:

  • Menschenrechte und europäische Integration, 1986
  • Effizienz und Effektivität internationaler Organisationen, 1994
  • Menschenrechte und Entwicklung (hrsg. zusammen mit M. Edinger/O. Lembcke), 1998
  • Republik und Weltbürgerrecht (hrsg. zusammen mit K.-M. Kodalle), 1998
  • Mitherausgeber der Zeitschrift für Politikwissenschaft (seit 1996, geschäftsführend von 1997-2005)

Akademische Selbstverwaltung

Von 1996-1998 Mitglied und seit 2004 Direktor des Instituts für Politikwissenschaft. In den Jahren 1999/2000 Prorektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dem Forschungsausschuss des Senats gehört er seit 2003 an. Er ist des Weiteren seit 2001 in der Ethik-Kommission der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften. Seit 2004 ist Dicke auch Vorsitzender dieser Kommission. Seit längerer Zeit sitzt Dicke auch im Vorstand des Ethik-Zentrums der Friedrich-Schiller-Universität.

Funktionen und Mitgliedschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft (Vorsitz 1997-1999)
  • Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (Bundesvorstand 1987-2002; Vorsitz 1998-2002)
  • Deutsche Gesellschaft für Völkerrecht
  • Deutsche UNESCO-Kommission (1997-1999)
  • Mitglied VN-politischer Beirat des Auswärtigen Amtes
  • Wissenschaftlicher Beirat der Zeitschrift "Politische Meinung" (seit 2003)

Lehrstuhl

Da Dicke zur Zeit Rektor der FSU Jena ist, übt er seine Lehrtätigkeit nicht aus. Professor Dr. Klaus Dicke ist mit Professor Dr. Michael Dreyer gemeinsamer Inhaber des Lehrstuhls "Politische Theorie und Ideengeschichte".

Weblinks


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