
Der Kuhturm im westlichen Leipziger Stadtteil Alt-Lindenau, gelegen an der damaligen Frankfurter Chaussee (heute Jahnallee), war ein Überbleibsel der ehemaligen Kuhburg, Besitz der Herren von Koburg.[1] Er stand bis in die 1930er Jahre auf dem ursprünglichen Gebiet der Elster-Pleißen-Aue im Nordosten der vormaligen Rathswiese, auf der 1899 die Parkanlage „Palmengarten“ eröffnet wurde.
Nach der Funktion als Burgturm wurde der Turm seiner Veranlagung nach als Brandwache sowie als Aussichtspunkt genutzt, hauptsächlich von Hirten die ihr Vieh auf der nördlichen Viehweide beobachteten. Seit 1528 beherbergte er die Ratsförsterei, später ein Gasthaus („Vorderes Restaurant Palmengarten“[2]).
1939 wurden der Kuhturm und weitere angrenzende Gebäude zugunsten der geplanten, aber nie veranstalteten Gutenberg-Reichsausstellung gesprengt. Nach dem Kuhturm sind die dem ehemaligen Standort nahe gelegene Kuhturmstraße und die Kuhturmallee sowie eine Galerie in Lindenau benannt.
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