
Ein Lagerfeuer ist ein Nutzfeuer, welches beim Lagern im Freien ohne Hilfsmittel wie Grill oder Ofen zum Kochen, als Wärme- und Lichtquelle verwendet wird. Es wird meist unterwegs auf Wanderungen und Fahrten gemacht.
Aufgrund ihrer besonderen Licht- und Wärmewirkung haben Lagerfeuer auf die meisten Menschen eine verträumte, romantisierende Wirkung, die sich in einer friedliebenden Stimmung widerspiegelt.
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Zumeist werden mit Lagerfeuern Speisen gebraten, gegrillt, gekocht usw., bzw. Wasser abgekocht (z. B. für Kaffee) und als Wärmespender für den Körper genutzt. Das Feuer hat aber auch einen hohen motivatorischen, psychologischen Wert und dient nicht nur der reinen Energielieferung. Es stellt sowohl in großen, längeren Lagern als auch in kleineren, kürzeren Lagern für eine Nacht meist den räumlichen und sozialen Mittelpunkt dar.
Üblicherweise baut man zunächst ein Pyramidenfeuer oder Stapelfeuer auf und baut um, wenn das Lagerfeuer brennt. Dabei muss in jedem Fall ein unkontrolliertes Ausbreiten des Feuers verhindert werden.
Entweder es wird eine kleine Grube ausgehoben oder die Feuerstelle wird auf ebenem Grund mit Steinen abgegrenzt. Alternativ können auch spezielle Feuerschalen verwendet werden. Auf Moorgrund sollte auf keinen Fall ein Lagerfeuer entzündet werden, da sich das Feuer (auch noch Tage nach dem Brennen) an einer anderen Stelle durch einen unterirdischen Torfbrand wiederentzünden kann. Bei Wind ist auf einen genügend großen Abstand zu Wäldern zu achten.
Als Brennholz wird gesammeltes, trockenes Hartholz aus der Umgebung verwendet, zum Anzünden auch Weichholz oder Birkenrinde, Moos oder Papier. Frisches Holz zu verwenden ist schlechter, da es feuchter ist. Außerdem ist es in den meisten Fällen illegal.
Beim klassischen Pyramidenfeuer werden die Holzscheite pyramidenförmig aufgestellt; das erleichtert das Anbrennen von unten nach oben und von innen nach außen. Pyramidenfeuer können in allen Größen errichtet werden.
Wachfeuer sind kleine Feuer für einzelne Personen oder kleine Gruppen.
Größere Feuer wie das Schicht-, Stapel- oder Pagodenfeuer werden im Kreuzstapel aufgebaut, durch die luftige Konstruktion ähnlich die einem Normbrand Klasse A
Das Schwedenfeuer ist zwar kein Lagerfeuer im eigentlichen Sinn, entspricht aber allen Kriterien.
Vor dem Verlassen eines Lagerfeuers muss es sorgfältig gelöscht werden, damit es nicht zu einem Waldbrand kommt.
Moorgebiete sollten gemieden werden, da Lagerfeuer auf Moorgrund nicht zuverlässig gelöscht werden und noch nach Tagen Brände verursachen können.
Vorsicht mit Steinen, die in Wasser lagen, sowie Sandsteinen! Diese können durch die Hitze bersten.
Da es, unter anderem durch heißes Baumharz, zu Funkenschlag kommen kann, sollten in der Nähe des Lagerfeuers keine hitzeunbeständigen Gegenstände gelagert werden. Dies gilt ganz besonders für selbstaufblasende Isomatten.
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