Lailatu 'l-Qadr


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Der Ausdruck Lailatu 'l-Qadr lailatu 'l-qadr / ليلة القدر ‎ / lailatu ʾl-qadr /„die Nacht der Bestimmung, die Nacht der Allmacht, oder die Nacht des Schicksals“ bezeichnet die Nacht, in der der Koran erstmalig offenbart wurde. Das genaue Datum ist ungewiss, und lässt sich lediglich auf die Ungeraden der letzten Zehn Nächte des Fastenmonats Ramadan festlegen. Der islamische Tag beginnt erst mit Sonnenaufgang, weshalb es sich also entweder um die Nacht des 21., 23., 25., 27., oder 29. Ramadan handelt.

Lailatu 'l-Qadr im Koran

Der Koran widmet dieser besonderen Nacht eine eigene Sure: Suratu 'l-Qadr (arab. Sure vom Schicksal). In dieser heißt es:

„Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. Wir haben ihn (d.h. den Koran) in der Nacht der Bestimmung herabgesandt. Aber wie kannst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist? Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate. Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn hinab, lauter Logos(wesen). Sie ist (voller) Heil (und Segen), bis die Morgenröte sichtbar wird (w. aufgeht).“

Koran: Sure 97, Verse 1–5 [1]

Worauf sich der „Geist“ bezieht, ob um den Erzengel Gabriel, oder um Gottes Gegenwart, ist nicht völlig klar. Einerseits bezieht sich das Wort „heiliger Geist“, oder „Geist“ im Koran wiederholt auf Gabriel. Andererseits deutet der letzte Vers der Sure auf göttliche Gegenwart hin, welche sich im erwähnten Frieden (arab. Salam) ausdrückt.

Signifikanz von der Lailatu 'l-Qadr

Der genaue Termin der Nacht ist ungewiss, deshalb gibt es jedes Jahr Diskussionen darüber, welche Nacht denn nun die Lailatu 'l-Qadr gewesen ist. Diese Nacht ist überdies signifikant, weil in ihr der Koran zum ersten mal offenbart wurde. Nach islamischem Glauben diktierte der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed folgende Worte:

„Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. // Trag vor im Namen deines Herrn, der erschaffen hat, // den Menschen aus einem Embryo erschaffen hat. // Trag (Worte der Schrift) vor! Dein höchst edelmütiger Herr (oder: Dein Herr, edelmütig wie niemand auf der Welt) ist es ja, // der den Gebrauch des Schreibrohrs gelehrt hat (oder: der durch das Schreibrohr gelehrt hat), // den Menschen gelehrt hat, was er (zuvor) nicht wußte.“

Koran: Sure 96, Verse 1–5 [1]

Diese Offenbarung ist jedoch nicht ausschlaggebend für den Termin der Nacht, legt diesen also nicht fest. Die Lailatu 'l-Qadr gab es laut islamische Ansicht schon vor der Offenbarung, und die Offenbarung koinzidierte mit ihr.

  1. a b Übersetzung nach Paret, Kohlhammer, 6. Auflage






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