
Eine Landesgartenschau (Abk. LGS oder auch LaGa) ist eine in mehreren deutschen und österreichischen Bundesländern stattfindende Ausstellung zum Gartenbau. In Deutschland bildet eine Landesgartenschau auf Landesebene das kleinere Pendant zur Bundesgartenschau, in Österreich gibt es dazu bisher kein Pendant.
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Landesgartenschauen finden in Deutschland seit 1980 in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern statt, andere deutsche Bundesländer haben das erfolgreiche Modell später übernommen. Auch in den österreichischen Bundesländern Ober- und Niederösterreich finden seit mehreren Jahren in abwechselnd zweijährigem Turnus Landesgartenschauen statt.
Die Lebensqualität in den Städten und das ökologische Klima sollen durch die Landesgartenschauen verbessert werden. Häufig dienen die Gartenschauen auch stadt- bzw. regionalpolitischen Entwicklungszielen. Deshalb werden Gartenschauen häufig nicht in besonders schönen Landschaften platziert, sondern im Gegenteil eher in solchen Ortsteilen, die eine besondere Benachteiligung aufweisen (z. B. durch Bergbauschäden), wo sie strukturfördernd wirken und dabei helfen, städteplanerische Ziele zu verwirklichen. Die Investitionen, die im Rahmen der LGS getätigt werden, verhelfen dem jeweiligen Ortsteil zu größerer und i. d. R. auch bleibender Attraktivität. Außerdem sind Landesgartenschauen heute auch Maßnahmen des Stadtmarketings, da sie als ein halbes Jahr dauernde Großveranstaltung auch den Bekanntheitsgrad einer Stadt vergrößern können.
Die Kommunen, die oft mit Hilfe von Landesmitteln eine LGS realisieren, gehen ein kalkuliertes finanzielles Risiko ein. Während einige LGS mit einer „schwarzen 0“ oder sogar mit leichten Gewinnen abschließen, überschritten andere ihren Etat und mussten nachträglich bezuschusst werden. Besonders in Kommunen mit angespannter Haushaltslage sind Landesgartenschauen deshalb trotz ihrer langzeitigen Vorteile manchmal umstritten, in einigen Fällen kam es darüber bereits zu Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheiden.
Seit einigen Jahren finden in Baden-Württemberg die „großen Landesgartenschauen“ nicht mehr jährlich statt. In den Zwischenjahren gibt es dafür „kleine Landesgartenschauen“, genannt „Grünprojekt“.
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Glaselefant im Maximilianpark Hamm |
Blick über das Olga-Gelände (Oberhausen) |
Aussichtsturm auf dem Olga-Gelände (Oberhausen) |
Blick vom Aussichtsturm über die Landesgartenschau in Rietberg |
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Dinosaurier auf dem Landesgartenschau- Gelände von Kaiserslautern |
Baumstämme als Kunstobjekt auf dem Landesgartenschau- Gelände von Kaiserslautern |
Der erste OÖ. Landesgartenschau fand 1997 im damaligen Vogelpark Schmiding in der Gemeinde Krenglbach statt.
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