
Ein Landinformationssystem (LIS) ist ein informationstechnisches Werkzeug, mit dem man die in ihm enthaltenen großmaßstäbigen Geodaten erfassen, verwalten, visualisieren, manipulieren und ausgeben kann.
Ein LIS vereint demnach eine Datenbank und die zur Bearbeitung und Darstellung dieser Daten nützlichen Methoden. Zusammen mit GIS (die kleinmaßstäbiger arbeiten) und anderen Informationssystemen zählt es zu den raumbezogenen Informationssystemen (RIS). Zu Datenbestand und Details der Methodik:
Definition von Landinformationssystem nach der Fédération Internationale des Géomètres (FIG):
Ein LIS ist ein Instrument zur Entscheidungsfindung in Recht, Verwaltung und Wirtschaft sowie ein Hilfsmittel für Planung und Entwicklung. Es besteht
LIS werden von den Vermessungsämtern aufgebaut und geführt, wobei sie sich in erster Linie auf die vermessungstechnische Abbildung der Erdoberfläche in der Form von digitalen Karten und Eigentumsnachweisen beziehen.
Um 1990 war die Datenerfassung und Softwareentwicklung weit genug fortgeschritten, dass fast alle deutschen Bundesländer und Großstädte die Basisdaten in LIS organisiert hatten (siehe "Geoinformationsbörse" / GeoLIS-2, Geowiss.Mitt. TU Wien, Band 37).
Inzwischen hat auch der Großteil der Gemeinden seine Daten in LIS eingebracht und verarbeitet damit u.a. Pläne für Gebäude, Kanäle, Wasser, elektrische Leitungen - oder idealerweise den gesamten digitalen Stadtplan samt Leitungskataster.
In Deutschland gehören die Vorhaben ALK, ALB (zukünftig in ALKIS kombiniert) sowie ATKIS in diesen Bereich. Sie stellen Geobasisdaten zu Liegenschaften und zur Topografie für andere Fachanwendungen bereit.
In Österreich ist der Aufbau analog, wird aber nicht von den einzelnen Bundesländern, sondern durch das gesamtstaatliche Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen durchgeführt.
In der Schweiz liegt die Zuständigkeit weitgehend bei der Swisstopo (früher: Bundesamt für Landestopografie).
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