
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||
| Verwaltungssitz: | Diepholz | ||
| Fläche: | 1.987,6 km² | ||
| Einwohner: | 215.142 (31. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 108 Einwohner je km² | ||
| Kfz-Kennzeichen: | DH | ||
| Kreisschlüssel: | 03 2 51
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| Kreisgliederung: | 47 Gemeinden | ||
| Adresse der Kreisverwaltung: | Niedersachsenstraße 2 49356 Diepholz |
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| Webpräsenz: | |||
| Landrat: | Gerd Stötzel (parteilos) | ||
| Lage des Landkreises Diepholz in Niedersachsen | |||
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Der Landkreis Diepholz ist ein Landkreis im Mittelteil von Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Der Landkreis Diepholz verbindet Deutschlands kleinstes und Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland miteinander, nämlich Bremen und Nordrhein-Westfalen. Im Norden grenzt der Kreis Diepholz direkt an Bremen, im Süden an den nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke, im Nordosten und Osten an den Landkreis Verden, im Südosten und Süd-Südosten an den Landkreis Nienburg/Weser, im Süd-Südwesten und Westen an den Landkreis Osnabrück, im Südwesten und Westen an den Landkreis Vechta, im Nordwesten an den Landkreis Oldenburg und im Nord-Nordwesten an die kreisfreie Stadt Delmenhorst.
Bei der Kreisreform 1977 ging der Landkreis Diepholz durch Fusion aus den Landkreisen Grafschaft Hoya und Grafschaft Diepholz hervor.
Das Wappen zeigt den Löwen des Diepholzer Grafen, eingerahmt durch die Klauen des Bären, der den Grafen von Hoya repräsentiert.
Blasonierung: In Gold zwei rot bewehrte, abwendig gekehrte schwarze Bärentatzen, unten miteinander durch schwarzes Brustfell verbunden; darin ein aufgerichteter, blau bewehrter und blau bezungter roter Löwe.
Der Kreistag setzt sich wie folgt zusammen:
| CDU | SPD | FDP | GRÜNE | Die Linke | Gesamt | |
| 2006 | 27 | 22 | 7 | 5 | 1 | 62 |
(Stand: Wahl am 10. September 2006)
Die Behörde „Kreisverwaltung“ mit ihren verschiedenen Fachämtern („Fachdienste“) ist zum größten Teil im Kreishaus in Diepholz untergebracht. Kleinere Teile der Verwaltung befinden sich nach Auflösung der „Außenstelle Syke“ im Jahr 2004 noch im Kreishaus in Syke (Schloßweide/Amtshof). Chef der Verwaltung war von 1977 bis 2001 der Oberkreisdirektor (OKD). Seit 2001 ist es der von der Bevölkerung gewählte hauptamtliche Landrat.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt des Kreisgebietes liegt im Norden im Speckgürtel um Bremen. Hier liegen die größten Gemeinden/Städte des Landkreises: Stuhr, Weyhe und Syke (Stadt). In den ausgedehnten Gewerbegebieten befinden sich mehrere Großmärkte bekannter Unternehmen (z.B. IKEA). Der Süden in Richtung Westfalen ist ländlich geprägt, wenngleich die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde dank der Industrieunternehmen ZF Lemförder Fahrwerktechnik und Elastogran (BASF-Gruppe) die höchste Arbeitsplatzdichte aufweist.
Durch das Kreisgebiet verläuft die Bundesautobahn 1 von Bremen nach Osnabrück, an welche die Bundesautobahn 28 (Richtung Oldenburg und Niederlande) am Autobahndreieck Stuhr zukünftig direkt angeschlossen wird. Folgende Bundesstraßen erschließen den Landkreis: Bundesstraße 6 (Bremen - Hannover), Bundesstraße 51 (Stuhr-Brinkum - Osnabrück), Bundesstraße 61 (Bassum - Minden), Bundesstraße 69 (Emstek-Schneiderkrug - Diepholz), Bundesstraße 214 (Lingen - Celle), Bundesstraße 239 (Rehden - Herford), Bundesstraße 322 (Delmenhorst - Weyhe-Erichshof), Bundesstraße 439 (Stuhr-Heiligenrode - Stuhr-Fahrenhorst).
Der Kreis Diepholz wird in Nord-Süd-Richtung von der Hauptbahn Bremen - Osnabrück (Rollbahn) durchzogen, die 1873 durch die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft in Betrieb genommen wurde. An ihr liegen mehrere wichtige Gemeinden des Kreises.
In Bassum ließ die Preußische Staatsbahn ab 1900/01 eine weitere Bahn in südlicher Richtung über Rahden nach Bielefeld in Westfalen abzweigen, die in Sulingen mit der erst 1921-23 von der Deutschen Reichsbahn eröffneten Bahnstrecke Nienburg–Diepholz kreuzte. Diese Verbindungen sind heute stillgelegt und nach dem Ausbau von Weichen und Gleisstücken größtenteils nicht mehr befahrbar. Zeitweise gab es Überlegungen über eine Reaktivierung der kürzesten Eisenbahnverbindung zwischen Bremen und Ostwestfalen-Lippe. Im Güterverkehr wird heute lediglich der Streckenabschnitt Diepholz - Rehden (Terminal der Fa. BTR-Logistik) - Sulingen - Barenburg (Gleisanschluss der Fa. BEB, Erdöl- und Schwefelverladung) bedient. Hierfür ist die Schaffung einer Umgehungskurve um Sulingen vorgesehen, damit die Züge im künftig überflüssigen Sulinger Bahnhof nicht mehr die Richtung wechseln müssen und die frei werdenden Flächen anderweitig genutzt werden können. Damit wären auch die genannten Reaktivierungspläne hinfällig.
Im früheren Landkreis Grafschaft Hoya ergänzten noch drei Kleinbahnen das Schienennetz:
Seit 1900 führte von Syke die schmalspurige Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf GmbH in östlicher Richtung nach Hoya an der Weser. Auf ihrer Abzweigung Bruchhausen-Vilsen - Asendorf hat der Deutsche Eisenbahn-Verein e. V. die "Erste Museumseisenbahn Deutschlands" eingerichtet.
Im Nahbereich der Stadt Bremen berührt die Strecke Bremen-Huchting - Thedinghausen, die zwischen 1908 und 1910 von der Bremisch-Hannoverschen Kleinbahn AG erbaut worden ist, mehrere Stationen in den Gemeinden Stuhr und Weyhe.
In Stuhr liegen auch drei Bahnhöfe der 1912 als Kleinbahn Delmenhorst-Harpstedt eröffneten Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn GmbH.
Der reguläre Personenverkehr wurde bis auf die Hauptlinie Bremen - Osnabrück völlig eingestellt:
Es blieben also von 231 km Strecken nur 83 km übrig, von denen jedoch 53 km als Touristikbahnen weiter befahren werden.
Die vier Krankenhäuser im Landkreis Diepholz in Bassum, Sulingen, Diepholz und Twistringen bilden den Klinikverbund St. Ansgar.
Im Landkreis Diepholz gibt es zahlreiche Naturschutzgebiete: Moore, "Meere", Schlatts u.a.. Sie stehen unter besonderem Schutz. Die 46 Naturschutzgebiete (Stand: 31. Dezember 2005) haben eine Gesamtfläche von 129,366 km². Größtes Naturschutzgebiet ist das Nördliche Wietingsmoor (15,99 km²), kleinstes die Lachmöwenkolonie Stelle (2,0 ha).
Um kulturelle Belange kümmert sich der Landschaftsverband Weser-Hunte, der Verein „Kunst in der Provinz“, die Kreismusikschule des hiesigen Landkreises, die kommunalen Kulturbeauftragten innerhalb der Städte und Gemeinden, die Kirchengemeinden, die Kreissparkasse und private Kulturinitiativen (der Kultur- und Kunst Verein e. V. Bruchhausen-Vilsen (KuK), der Heimat-, Umwelt- und Kulturverein "Eule" e. V. in Schwarme, der Kulturverein Sulingen e. V., „Jazz Folk Klassik in Syke e. V.“, „Rüttelschuh in der Wassermühle e. V.“ in Syke-Barrien, "KunstVereinSyke e. V." u. a.).
Der Landkreis Diepholz vergibt seit 1989 den Kulturpreis des Landkreises Diepholz, um Künstler und Kulturschaffende aus der Region zu fördern oder aber um sie für ihr Lebenswerk auszuzeichnen.
Das „Kreisarchiv Landkreis Diepholz“ ist das Verwaltungsarchiv des hiesigen Landkreises. Es ist quasi das „Gedächtnis“, in dem die historischen Akten (das Archivgut) des jetzigen Landkreises und seiner Vorgänger sachgerecht archiviert - gesammelt, sortiert und geordnet - zur Einsicht für Nutzer vorgehalten werden. So stehen im Kreisarchiv Akten (seit ca. 1770), Karten, Urkunden (seit 1458), Nachlässe und alte Ausgaben der regionalen Zeitungen für forschende Schüler, Studenten, Wissenschaftler und Autoren zur Einsicht zur Verfügung. Untergebracht sind diese Unikate - dieses Kulturgut - in Räumen der alten Landwirtschaftsschule in der Nähe des Diepholzer Bahnhofs.
Im Landkreis Diepholz sind zahlreiche Museen in unterschiedlicher Trägerschaft vorhanden: Kreismuseum in Syke (Träger: Landkreis Diepholz); Automobil-Museum Asendorf; Kleinbahn-Museum und Erste Museums-Eisenbahn Deutschlands Bruchhausen-Vilsen – Asendorf; Papiermühle Bruchmühlen in Bruchhausen-Vilsen; Museum im Schlossturm (Diepholz), Heimatmuseum Aschen in Diepholz-Aschen; Dümmer-Museum in Lembruch; Scheune der Klostermühle in Stuhr-Heiligenrode; Museum am Stadtsee in Sulingen; Dorfmuseum in Syke-Henstedt; Museum der Strohverarbeitung in Twistringen.
Im Landkreis Diepholz gibt es 8 Jüdische Friedhöfe: in Barenburg, Barnstorf, Bassum, Lemförde-Quernheim, Sulingen, Syke, Twistringen und Wagenfeld. Es sind schützenswerte Kulturdenkmäler – steinerne Zeugen für ehemals existierende jüdische Gemeinden und eines regen jüdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre. Die Friedhöfe sind meist schlecht aufzufinden, zumal sie sich vorwiegend am Rande der Gemeinden befinden. In Diepholz gab es ebenfalls einen jüdischen Friedhof, der bis 1938 belegt wurde. Er wurde aber in der NS-Zeit verwüstet und die Grabsteine zum Straßenbau verwendet.
(Einwohner am 31. Dezember 2007)[1]
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Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
* Sitz der Samtgemeindeverwaltung
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