
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Thüringen | ||
| Verwaltungssitz: | Heilbad Heiligenstadt | ||
| Fläche: | 939,8 km² | ||
| Einwohner: | 107.924 (31. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 115 Einwohner je km² | ||
| Kfz-Kennzeichen: | EIC | ||
| Kreisschlüssel: | 16 0 61
|
||
| Kreisgliederung: | 90 Gemeinden | ||
| Adresse der Kreisverwaltung: | Friedensplatz 8 37308 Heilbad Heiligenstadt |
||
| Webpräsenz: | |||
| Landrat: | Dr. Werner Henning (CDU) | ||
| Lage des Landkreises Eichsfeld in Thüringen | |||
Der Landkreis Eichsfeld ist ein Landkreis im äußersten Nordwesten von Thüringen. Die meisten Ortschaften des Landkreises gehören zur namensgebenden historischen Landschaft Eichsfeld. Nachbarkreise sind im Norden die niedersächsischen Landkreise Göttingen und Osterode am Harz, im Osten der Landkreis Nordhausen, im Südosten der Kyffhäuserkreis, im Süden der Unstrut-Hainich-Kreis und im Westen der hessische Werra-Meißner-Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
Der Landkreis Eichsfeld liegt im Nordwesten des Landes Thüringen. Eingebettet zwischen Harz im Norden, Hessischem Bergland und dem Flusstal der Leine im Westen sowie dem Hainich im Süden, nach Osten abfallend zum Thüringer Becken hin. Vom Norden her nimmt die Landschaft immer mehr die Gestalt einer Hügellandschaft an, die vor allem aus Teilen des Dün besteht. Im Norden des Landkreises bestimmt das Ohmgebirge (höchster Berg der Birkenberg mit 533 m) das Landschaftsbild.
Siehe auch: Eichsfeld
Bis 1803 gehörte das Eichsfeld zu Kurmainz, daher ist es bis heute vornehmlich katholisch geprägt. Danach gehörte es zunächst zu Preußen, 1815 kam es aber zur heute noch bestehenden Teilung des Eichsfeldes zwischen Hannover und Preußen. Der preußische Teil kam 1945 an Thüringen und wurde mit diesem später Teil der Deutschen Demokratischen Republik.
Der heutige Landkreis wurde 1994 durch Zusammenlegung der Landkreise Heiligenstadt und Worbis geschaffen.
Durch die Teilung Deutschlands und den Verbleib der Zugehörigkeit zu Thüringen wird im Obereichsfeld ein spezieller Eichsfelder Dialekt gesprochen. Man hört hier den Thüringer raus, speziell bei harten Konsonanten. Der Dialekt ist aber deutlich nicht so „verwaschen“ und thüringisch angehaucht, wie in den angrenzenden thüringischen Landkreisen. Im Untereichsfeld wird ein ziemlich reines Hochdeutsch gesprochen.
Siehe auch: Artikel Eichsfeld.
Landrat des Kreises Eichsfeld ist seit 1994 bis heute Dr. Werner Henning (CDU).
Die 46 Sitze im Kreistag verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:
|
Partei
|
Sitze
|
| CDU |
34
|
| Die Linke |
7
|
| SPD |
5
|
Blasonierung: „Auf Silber ein roter, goldbewehrter Adler, auf der Brust ein silbernes sechsspeichiges Rad.“
Das Wappen wurde aus dem Majestätswappen König Friedrich Wilhelms von Preußen vom 9. Januar 1817 in der Fassung der Berichtigung vom 11. Januar 1864 übernommen. Während das sechsspeichige silberne Mainzer Rad an die Herrschaft der Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz vom 9. Jahrhundert bis 1802 über deren eichsfeldische Exklave erinnert, verdeutlicht der rote brandenburgisch-preußische Adler die nachfolgende Zugehörigkeit zum Königreich Preußen.
Die einzelnen Wappen der Städte und Gemeinden im Landkreis findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Eichsfeld.
Der Landkreis Eichsfeld ist und war auch in seiner Geschichte schon immer eine strukturschwächere Region. Diese Tendenz hatte sich verstärkt, als das Kaliwerk in Bischofferode geschlossen wurde. Vorwiegend beherrschen Klein- und Kleinstbetriebe die Wirtschaft des Eichsfeld. Nur vereinzelt finden sich Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten. Aufgrund dessen weichen viele Eichsfelder in den Raum Göttingen-Kassel aus.
Im Landkreis Eichsfeld und der Region Südniedersachsen hat sich die Südniedersachsenstiftung die Förderung der Entwicklung und des Wachstums der Region Südniedersachsen in ihrer wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Gesamtheit zur Aufgabe gemacht.
Die Magdeburg-Leipziger Eisenbahn machte 1867 mit der Strecke Nordhausen - Kassel über Leinefelde - Heiligenstadt den Anfang mit dem hiesigen Bahnbau (Halle-Kasseler Eisenbahn). Als 1870 die Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft mit der Bahnstrecke Gotha–Leinefelde eine Verbindung mit Erfurt schuf, wurde der Abzweigbahnhof Leinefelde zum Bahnknotenpunkt des Eichsfeldes.
Auch die „Kanonenbahn“ der Preußischen Staatsbahn (KPStE) über Dingelstädt nach Geismar - Schwebda nahm 1880 ihren Ausgang in Leinefelde, lief aber bis Silberhausen Trennungsbahnhof parallel zur Erfurter Strecke.
Weitere Linien der Preußischen Staatsbahn wurden erbaut:
Die Obereichsfelder Kleinbahn AG führte seit 1913 von Silberhausen Kleinbahnhof zum Bergbauort Hüpstedt im Kreis Unstrut-Hainich.
Infolge der Teilung Deutschlands wurden zunächst 53 km Strecke stillgelegt:
Nach der Wende folgten weitere Strecken mit 41 km Länge im Kreisgebiet:
Derzeit findet Personenverkehr nur noch auf Strecken von 57 km Länge von Eichenberg über Heiligenstadt–Leinefelde nach Nordhausen und Mühlhausen–Erfurt statt. Ihn betreiben die Deutsche Bahn und – seit 1998 – die Erfurter Bahn (EIB).
In Ost-West-Richtung verläuft die A 38 und die B 80 durch den Landkreis Eichsfeld. In Nord-Süd-Richtung ist die B 247 Duderstadt-Leinefelde-Mühlhausen-Gotha von Bedeutung.
Das Segelfluggelände Günterode/Heiligenstadt wurde 2005 mit einer 750 m langen Asphaltbahn ausgestattet, die nun auch größeren Privatflugzeugen eine Landung ermöglicht.
(Einwohner am 31. Dezember 2007)
* Sitz der Verwaltungsgemeinschaft
Altenburger Land | Eichsfeld | Eisenach | Erfurt | Gera | Gotha | Greiz | Hildburghausen | Ilm-Kreis | Jena | Kyffhäuserkreis | Nordhausen | Saale-Holzland-Kreis | Saale-Orla-Kreis | Saalfeld-Rudolstadt | Schmalkalden-Meiningen | Sömmerda | Sonneberg | Suhl | Unstrut-Hainich-Kreis | Wartburgkreis | Weimar | Weimarer Land
Why are we here?
All text is available under the terms of the GNU Free Documentation License
This page is cache of Wikipedia. History