
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Bayern | ||
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | ||
| Verwaltungssitz: | Forchheim | ||
| Fläche: | 643 km² | ||
| Einwohner: | 113.486 (30. Sep. 2006) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 177 Einwohner je km² | ||
| Kfz-Kennzeichen: | FO | ||
| Kreisschlüssel: | 09 4 74
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| Kreisgliederung: | 29 Gemeinden | ||
| Adresse der Kreisverwaltung: | Am Streckerplatz 3 91301 Forchheim |
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| Webpräsenz: | |||
| Landrat: | Reinhardt Glauber (FW) | ||
| Lage des Landkreises Forchheim in Bayern | |||
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Der Landkreis Forchheim liegt im Süden des Regierungsbezirks Oberfranken in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Bamberg, im Nordosten und Osten der Landkreis Bayreuth, im Südosten der Landkreis Nürnberger Land und im Süden und Westen der Landkreis Erlangen-Höchstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Ein großer Teil des Landkreises liegt in der Fränkischen Schweiz. Den Westen des Landkreises durchfließt, von Nürnberg/Erlangen kommend, von Süd nach Nord die Regnitz, die bei der Kreisstadt Forchheim die von Osten kommende Wiesent und weiter flussabwärts, an der Kreisgrenze zum Landkreis Bamberg, die von Westen kommende Aisch aufnimmt. Etwa parallel zur Regnitz durchzieht der Main-Donau-Kanal ebenfalls das Kreisgebiet. Der höchste Punkt des Landkreises ist die Silberecke (602 Meter über NN) bei Hiltpoltstein.
Der größte Teil der Gegend um Forchheim stand bis zur Besetzung des Hochstifts Bamberg durch bayerische Truppen am 29. November 1802 fast 800 Jahre lang unter der Oberhoheit des Bischofs von Bamberg. Nach der Eingliederung nach Bayern wurden 1803 im heutigen Kreisgebiet die Landgerichte Forchheim und Gräfenberg gegründet, die sowohl für die Justiz als auch für die Verwaltung zuständig waren. Sie gehörten zunächst zum Pegnitzkreis, ab 1808 zum Regnitzkreis und ab 1817 zum Obermainkreis, der 1838 in Oberfranken umbenannt wurde. 1862 wurden in Bayern Justiz und Verwaltung getrennt. Aus den beiden Verwaltungsbehörden Forchheim und Gräfenberg wurde das „Bezirksamt Forchheim“ errichtet, das schließlich im Jahre 1939 in Landratsamt umbenannt wurde, das nunmehr den Landkreis verwaltete.
Der heutige Landkreis Forchheim entstand im Rahmen der bayerischen Gebietsreform von 1972. Damals wurde die bis dahin kreisfreie Kreisstadt Forchheim in den Landkreis Forchheim eingegliedert und diesem einige Teile der aufgelösten Landkreise Ebermannstadt und Pegnitz angegliedert. Forchheim erhielt für den Verlust der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt.
1991 erhielt der Landkreis Forchheim durch Schenkung von Gudila Freifrau von Pölnitz den 1975 eingerichteten Wildpark bei Schloss Hundshaupten
| CSU | SPD | FW | Junge Bürger | Grüne | FDP | Wählerinitiative Landkreis Forchheim | Republikaner | Gesamt | |
| 2002 | 25 | 11 | 13 | 4 | 3 | 1 | 2 | 1 | 60 |
| 2008 | 22 | 10 | 14 | 5 | 5 | 1 | 2 | 1 | 60 |
Das aktuelle Wappen zeigt über silbernem Schildfuß, darin ein roter Fisch, gespalten von Gold und Rot; vorne ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe, hinten ein schräg liegender silberner Schlüssel in Erinnerung an die Familie von Schlüsselberg.
Das ehemalige Wappen (bis 1974) zeigt gspalten von Gold und Rot; vorne ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe; hinten eine goldene Brautkrone mit abhängenden Bändern über zwei durch die Stiele verbundenen goldenen Kirschen.
Patenschaften bestehen mit Berlin-Wilmersdorf, der französischen Stadt Biscarrosse, dem Landkreis Sächsische Schweiz und dem Stirling District in Schottland.
Die Hauptachse des Fernverkehrs bildet das Regnitztal, in dem schon 1844 vom Königreich Bayern die Strecke Nürnberg-Bamberg der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn erbaut worden ist.
Von der Kreisstadt Forchheim aus nahmen die Bayerischen Staatseisenbahnen zwei Lokalbahnen in Betrieb. Die erste führte 1891 im Wiesenttal aufwärts zur ehemaligen Kreisstadt Ebermannstadt, die zweite 1892 hinüber in den Aischgrund nach Höchstadt.
Von Ebermannstadt aus sollten dann die Täler der Fränkischen Schweiz erschlossen werden. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs konnte 1915 noch die Strecke im Leinleitertal nach Heiligenstadt eröffnet werden. Dagegen zog sich der Bau der Strecke nach Behringersmühle in Etappen bis 1930 hin; danach gab die Deutsche Reichsbahn den Plan auf, die Verbindung über Pottenstein nach Pegnitz herzustellen.
Der Süden des Kreises wurde 1886 durch die Secundairbahn Erlangen–Eschenau–Gräfenberg bedient, die unter dem Namen Seekuh bekannt geworden ist.
Heute dienen dem regulären Personenverkehr noch 34 Kilometer Strecken. Dagegen wurden vier Lokalbahn-Teilstrecken mit 39 Kilometer Länge stillgelegt:
Im Wiesenttal zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle bedient die Dampfbahn Fränkische Schweiz e. V. den touristischen Verkehr mit ihrer Museumsbahn.
Im Landkreis Forchheim sind 22.161 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig (Stand: Juni 2004). Im Gegensatz zu anderen Landkreisen Nordbayerns verzeichnet Forchheim eine relativ stabile Beschäftigtenentwicklung.
Im verarbeitenden Gewerbe (Industrie + Produzierendes Handwerk) waren 2005 6.477 Mitarbeiter tätig (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten), die 2,27 Milliarden Euro umsetzen. 72,3 % des Umsatzes entfallen auf das Ausland.
Größte Arbeitgeber sind laut IHK für Oberfranken die Siemens AG (Forchheim/Medizintechnik), die Kennametal GmbH & Co. KG (Ebermannstadt/Werkzeugbau), die Huhtamaki Forchheim GmbH& Co. KG (Forchheim/Verpackungen) und das Krankenhaus Forchheim der Vereinigten Pfründnerstiftungen (Forchheim).
Sehr viele Einwohner aus der Stadt und dem Landkreis Forchheim pendeln zum Arbeiten nach Erlangen.
(Einwohner am 31. Dezember 2007)
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