Landkreis Fritzlar-Homberg


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Der Landkreis Fritzlar-Homberg war ein ehemaliger preußischer und später hessischer Landkreis im Regierungsbezirk Kassel. Er entstand 1932 im Zuge der sogenannten kleinen Verwaltungsreform in Preußen durch Zusammenlegung der Kreise Fritzlar und Homberg. Kreisstadt war Fritzlar, das Kfz-Kennzeichen FZ (ab 1956). Der Kreis hatte eine Fläche von 661,9 km². Zu ihm gehörten die Städte Fritzlar, Homberg (Efze), Borken, Gudensberg und Niedenstein sowie 108 Landgemeinden, von denen 98 weniger als 1000 Einwohner hatten (Stand 1956).

Inhaltsverzeichnis

Veränderungen

  • 31. Dezember 1971: Abgabe der Gemeinden Mühlbach, Raboldshausen, Saasen und Salzberg an den Kreis Hersfeld
  • 1. August 1972: Eingliederung der Gemeinde Rengshausen (ehemals Landkreis Rotenburg)[1]

Gebietsreform 1974

Bei der hessischen Gebietsreform wurde der Kreis Fritzlar-Homberg mit Wirkung zum 1. Januar 1974 mit den Landkreisen Melsungen und Ziegenhain zum Schwalm-Eder-Kreis vereinigt. Kreisstadt des neuen Großkreises wurde Homberg.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung im Landkreis Fritzlar-Homberg verlief wie in der Tabelle dargestellt:[2]

Jahr Einwohner
1933 55.792
1939 58.023
1945 74.600
1950 87.944
1957 79.242
1960 78.400
1968 84.100

Der starke Bevölkerungszuwachs nach dem 2. Weltkrieg ist auf eine hohe Zahl von Evakuierten und Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten zurückzuführen.

Politik

Deutsches Reich

Bei den Wahlen vom 5. März 1933 wurde wie folgt gewählt:[2]

Wahlen 5. März 1933
Wahlbeteiligung 90,9 %
Partei Stimmen Prozent
NSDAP 20.157 61,7
SPD 7.838 24,0
KPD 1.113 3,4
Zentrum 1.318 4,0
DNVP (Kampffront Schwarz-weiß-rot) 1.458 4,5
DVP - Deutsche Volkspartei 139 0,4
Christlich-sozialer Volksdienst 415 1,3
Deutsche Bauernpartei 7 0,02
Deutsch-Hannoversche Partei 13 0,04
DDP (Deutsche Staatspartei) 220 0,7
Andere Parteien - -
Abgegebene gültige Stimmen insgesamt 32.678 100

Dies war die letzte freie Wahl bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Landräte

  • 1. Januar 1932 bis 1945: Karl Freiherr von Funck[3]

Literatur

  • Werner Ide: Von Adorf bis Zwesten: Ortsgeschichtliches Taschenbuch für den Kreis Fritzlar-Homberg, Bernecker Verlag, Melsungen, 1972

Einzelnachweise

  1. HADIS
  2. a b Deutsche Verwaltungsgeschichte
  3. Territoriale Veränderungen in Deutschland






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