Landkreis Ludwigslust


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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Ludwigslust Deutschlandkarte, Position des Landkreises Ludwigslust hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Ludwigslust
Fläche: 2.517 km²
Einwohner: 126.099 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LWL
Kreisschlüssel: 13 0 54
Kreisgliederung: 89 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Garnisonsstraße 1
19288 Ludwigslust
Webpräsenz:
Landrat: Rolf Christiansen (SPD)
Lage des Landkreises Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern
Karte

Der Landkreis Ludwigslust ist der flächengrößte und einwohnerstärkste Landkreis des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Er liegt im Südwesten des Landes. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Nordwestmecklenburg und die kreisfreie Stadt Schwerin, im Osten der Landkreis Parchim, im Südosten der brandenburgische Landkreis Prignitz, im Süden der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg, im Südwesten der ebenfalls niedersächsische Landkreis Lüneburg und im Westen der schleswig-holsteinische Kreis Herzogtum Lauenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Kreisgebiet von Ludwigslust erreicht bei Boizenburg/Elbe und Dömitz die Elbe, im Norden die Landeshauptstadt Schwerin.

Geschichte

Der Landkreis erhielt seine heutige Gestalt 1994, als der Kreis Hagenow und die Ämter Rastow und Stralendorf des Kreises Schwerin-Land mit dem Kreis Ludwigslust vereinigt wurden.

Den Landkreis Ludwigslust gibt es seit 1933, als in Mecklenburg die Ämter in Kreise umbenannt wurden, aus dem Amt Ludwigslust also der Kreis Ludwigslust wurde. 1925 waren die Ämter Boizenburg, Grabow, Hagenow und Neustadt, die 1920 geschaffen worden waren, neu strukturiert worden; es waren die Ämter Ludwigslust und Hagenow entstanden.

Religion

Im Landkreis Ludwigslust gibt es evangelisch-lutherische Kirchgemeinden, diese gehören zum Kirchenkreis Parchim der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Die katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Ludwigslust des Erzbistums Hamburg. Im Landkreis gibt es vier Gemeinden der Neuapostolischen Kirche, sie gehören zum Teil zum Bezirk Schwerin und zum Teil zum Bezirk Elbe-Prignitz in der Gebietskirche Mecklenburg-Vorpommern, die dem Apostelbezirk Norddeutschland untersteht.

Verkehr

Durch das Kreisgebiet verlaufen die Bundesautobahnen 14 und 24 und die Eisenbahnhauptstrecken Hamburg-Berlin, Hamburg-Schwerin und einige Nebenbahnen.

Politik

Kreistag

Mandatsverteilung im Kreistag des Landkreises Ludwigslust nach der Wahl 2004

Als Kreistagspräsidentin wurde Maika Friemann-Jennert (CDU) von der Mehrheit der Abgeordneten gewählt. Der Kreistag des Landkreises Ludwigslust besteht aus 53 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 13. Juni 2004 setzt er sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 21
SPD 14
Die Linke 8
FDP 2
Grüne 2
NPD 2
BBLR 3
BfB 1

Der Landkreis (Wahlkreisnummer 54) besteht aus 210 Wahlkbezirken mit 109.760 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 56.250, die 6.219 ungültige und 158.047 gültige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 51,2% (alle Daten aus 2004).

Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Wappen

Das Wappen wurde am 20. Februar 1997 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 121 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt durch einen Wellenschnitt von Rot und Silber; oben ein schreitendes goldenes Pferd; unten drei fächerförmig zusammengewachsene grüne Eichenblätter.“

Das Wappen wurde von dem Glaisiner Manfred Sturzenbecher gestaltet.

Die einzelnen Wappen der Städte und Gemeinden im Landkreis findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Ludwigslust.

Flagge

Die Flagge des Landkreises Ludwigslust ist gleichmäßig längsgestreift von Gold (Gelb) und Grün. In der Mitte des Flaggentuchs liegt - auf jeweils fünf Neuntel der Höhe des goldenen (gelben) und des grünen Streifens übergreifend - das Wappen des Landkreises. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2007)

Amtsfreie Gemeinden

  1. Boizenburg/Elbe, Stadt * (10.715)
  2. Hagenow, Stadt * (12.024)
  3. Lübtheen, Stadt (4.688)
  4. Ludwigslust, Stadt * (12.700)

Ämter mit amtsangehörigen Städten und Gemeinden

Sitz der Amtsverwaltung *

  1. Bengerstorf (583)
  2. Besitz (506)
  3. Brahlstorf (771)
  4. Dersenow (499)
  5. Gresse (648)
  6. Greven (826)
  7. Neu Gülze (797)
  8. Nostorf (776)
  9. Schwanheide (785)
  10. Teldau (894)
  11. Tessin b. Boizenburg (394)
  1. Dömitz, Stadt * (3.299)
  2. Grebs-Niendorf (690)
  3. Karenz (301)
  4. Malk Göhren (542)
  5. Malliß (1.378)
  6. Neu Kaliß (2.043)
  7. Vielank (1.449)
  1. Balow (329)
  2. Brunow (378)
  3. Dambeck (307)
  4. Eldena (1.346)
  5. Gorlosen (563)
  6. Grabow, Stadt * (6.033)
  7. Karstädt (584)
  8. Kremmin (262)
  9. Milow (437)
  10. Möllenbeck (225)
  11. Muchow (379)
  12. Prislich (810)
  13. Steesow (209)
  14. Zierzow (436)
  1. Alt Zachun (388)
  2. Bandenitz (491)
  3. Belsch (253)
  4. Bobzin (290)
  5. Bresegard bei Picher (353)
  6. Gammelin (508)
  7. Groß Krams (205)
  8. Hoort (613)
  9. Hülseburg (166)
  10. Kirch Jesar (667)
  11. Kuhstorf (807)
  12. Moraas (500)
  13. Pätow-Steegen (404)
  14. Picher (721)
  15. Pritzier (500)
  16. Redefin (564)
  17. Setzin (535)
  18. Strohkirchen (332)
  19. Toddin (522)
  20. Warlitz (485)
  1. Alt Krenzlin (813)
  2. Bresegard bei Eldena (246)
  3. Göhlen (389)
  4. Groß Laasch (1.056)
  5. Leussow (295)
  6. Lübesse (762)
  7. Lüblow (659)
  8. Rastow (1.993)
  9. Sülstorf (949)
  10. Uelitz (440)
  11. Warlow (535)
  12. Wöbbelin (939)
  1. Blievenstorf (484)
  2. Brenz (561)
  3. Neustadt-Glewe, Stadt * (6.764)
  1. Dümmer (1.419)
  2. Holthusen (868)
  3. Klein Rogahn (1.310)
  4. Pampow (2.894)
  5. Schossin (270)
  6. Stralendorf * (1.439)
  7. Warsow (672)
  8. Wittenförden (2.773)
  9. Zülow (152)
  1. Körchow (871)
  2. Lehsen (358)
  3. Wittenburg, Stadt * (4.878)
  4. Wittendörp (3.003)
  1. Gallin (513)
  2. Kogel (603)
  3. Lüttow-Valluhn (819)
  4. Vellahn (2.815)
  5. Zarrentin am Schaalsee, Stadt * (4.647)

Gebietsänderungen

In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Ludwigslust wie im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Gebietsänderungen statt.

Aus den ursprünglich 13 Ämtern wurden nach Abschluss der Gebietsreform am 1. Januar 2005 9 Ämter. Die Städte Wittenburg und Grabow verloren ihre Amtsfreiheit, die Stadt Lübtheen wurde amtsfrei. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 123 auf 89.

Ämterauflösungen, Ämterfusionen

Eingemeindungen, Gemeindeneubildungen

  • Auflösung der Gemeinde Parum - Eingemeindung nach Dümmer (außer Ortsteil Pogreß, 13. Juni 1999)
  • Auflösung der Gemeinden Boddin, Dodow, Dreilützow, Drönnewitz, Karft, Luckwitz, Tessin b. Wittenburg, Waschow und des Parumer Ortsteils Pogreß - Neubildung der Gemeinde Wittendörp (13. Juni 1999)
  • Auflösung der Gemeinden Heidhof, Polz und Rüterberg - Eingemeindung nach Dömitz (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Dadow - Eingemeindung nach Gorlosen (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Garlitz, Gößlow und Jessenitz - Eingemeindung nach Lübtheen (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Krinitz - Eingemeindung nach Milow (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Werle - Eingemeindung nach Prislich (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Banzin, Bennin, Camin, Kloddram, Melkof und Rodenwalde - Eingemeindung nach Vellahn (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Tewswoos und Woosmer - Eingemeindung nach Vielank (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Bantin, Lassahn und Neuhof - Eingemeindung nach Zarrentin am Schaalsee (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Grebs und Niendorf an der Rögnitz - Neubildung der Gemeinde Grebs-Niendorf (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Lüttow und Valluhn - Neubildung der Gemeinde Lüttow-Valluhn (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Glaisin und Kummer - Eingemeindung nach Ludwigslust (1. Januar 2005)
  • Auflösung der Gemeinde Fahrbinde - Eingemeindung nach Rastow (1. Januar 2005)
  • Auflösung der Gemeinden Klein Bengerstorf und Wiebendorf - Neubildung der Gemeinde Bengerstorf (1. Januar 2005)

Namensänderungen

  • von Gemeinde Bresegard (in der Nähe von Eldena) zu Gemeinde Bresegard bei Eldena (7. Dezember 1995)
  • von Gemeinde Bresegard (in der Nähe von Picher) zu Gemeinde Bresegard bei Picher (7. Dezember 1995)
  • von Rüterberg („Dorfrepublik“ 1961 – 1989) zu Rüterberg („Dorfrepublik“ 1967 – 1989) (1. Juli 2001)
  • von Rüterberg („Dorfrepublik“ 1967 – 1989) zu Rüterberg (21. Oktober 2002)
  • von Zarrentin zu Zarrentin am Schaalsee (13. Juni 2004)

Sonstiges

Politischen Planungen nach sollte der Landkreis Ludwigslust in einem neu zu gründenden „Landkreis Westmecklenburg“ mit der Kreisstadt Schwerin, dem Landkreis Parchim und dem Landkreis Nordwestmecklenburg aufgehen. Nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichtes vom 26. Juli 2007 kann das Reformgesetz als mit der Verfassung des Landes unvereinbar nicht umgesetzt werden. [1]

Quellen

  1. Urteil des Landesverfassungsgerichtes vom 26. Juli 2007

Weblinks

Commons Commons: Landkreis Ludwigslust – Bilder, Videos und Audiodateien






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