| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Dillingen an der Donau | |
| Höhe: | 439 m ü. NN | |
| Fläche: | 44,39 km² | |
| Einwohner: | 10.974 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 247 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 89415 | |
| Vorwahl: | 09072 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DLG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 73 144 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Herzog-Georg-Straße 17 89415 Lauingen (Donau) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Schenk (SPD) | |
Lauingen (Donau) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau.
Inhaltsverzeichnis |
Lauingen liegt im schwäbischen Donautal (Region Dillingen), am Rande der Schwäbischen Alb. Die Donau wird kurz vor Lauingen, genauer gesagt beim Ortsteil Faimingen, zu einem See (Faiminger Stausee) aufgestaut. Kurz nach der Staustufe mündet die Brenz in die Donau.
Es existieren folgende Gemarkungen: Faimingen, Frauenriedhausen, Lauingen, Veitriedhausen
Der Ort Lauingen entstand aus einer alemannischen Ansiedlung des 6. Jahrhunderts. Durch eine Schenkung kam Lauingen im 8. Jahrhundert an das Kloster Fulda und wurde um 1150 staufisch. Nach dem Tod des letzten Staufers Konradin fiel Lauingen an die Wittelsbacher. Später gehörte die Stadt zum Gericht Höchstädt des Herzogtums Pfalz-Neuburg, dessen zweite Residenz Lauingen war; 1777 wurde das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Lauingen besaß ein Stadtgericht mit magistratischen Eigenrechten. 1944 - 1945 war die Stadt Standort eines Außenlagers des KZ Dachau. Die Häftlinge wurden vor allem in der Flugzeugproduktion eingesetzt.
Faimingen, Frauenriedhausen und Veitriedhausen
Der Stadtrat hat 24 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:
Bürgermeister ist seit 2004 Wolfgang Schenk (SPD).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 6.624.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.687.000 €.
Das Wappen zeigt einen gekrönten Mohr auf einen senkrecht geteiltem Schild in silber und blau. Der „Mohrenkopf“ war ursprünglich der Kopf Kaiser Friedrich Barbarossas. Das älteste Siegel in dieser Form findet sich an einer Urkunde aus dem Stadtarchiv von 1270.
Im Stadtteil Faimingen finden sich die Reste eines römischen Tempels, der Apollo-Grannus (Grannus war der keltische Gott, der dem römischen Apollo entsprach, siehe auch Keltische Religion) geweiht war. Mit 1000 m² war er der größte römische Tempel nördlich der Alpen und aus Funden ist zu schließen, dass er wohl als überregionales Heiligtum diente. 1981 wurden in Gundelfingen zwei Meilensteine und 2002 in Sontheim ein Meilenstein gefunden. Diese Fundstücke und der Beinamen "Phoebus" des Apollo deuten darauf hin, dass der Name der römischen Siedlung „Phoebiana“ war.
Seit 1987 ist der Tempel teilweise rekonstruiert und als kleines Freilichtmuseum mit Schautafeln ausgebaut. Der Eintritt ist kostenlos.
Am Gumpigen Donnerstag (Donnerstag vor Faschingsdienstag) wird ein Fastnachtsspiel vor dem Schimmelturm aufgeführt. Dabei kämpft die Hexe "Schwertgoschin", die Anführerin der Winterhexen, gegen die Frühlingsnarren beim Tauziehen, welchen sie unterliegt. Der "Herr der Jahreszeiten" verurteilt sie zum Tode, woraufhin sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Die restlichen Hexen (Zuschauer) tanzen anschließend die ganze Nacht durch die Kneipen der Stadt in den Morgen hinein, bis sie dann endgültig vom Frühling vertrieben sind.
Der Hexentanz ist eine über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Veranstaltung und wird jedes Jahr von mehreren tausend Narren besucht, die sich zum Großteil als Hexen mit spitzem Hut, Hakennase und Besen verkleiden.
Die früher durch die Stadt führende B 16 wird mittlerweile durch eine Umgehung an der Stadt vorbeigeführt. Lauingen liegt an der Donautalbahn Ulm–Donauwörth und hat einen Bahnhof. Der Donauradweg sowie die Via Danubia führen durch die Stadt.
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 25, im Produzierenden Gewerbe 1969 und im Bereich Handel und Verkehr 524 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1.327 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 3.802. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe elf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3.291 ha. Davon waren 2.968 ha Ackerfläche und 315 ha Dauergrünfläche.
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