| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Artikel zum gleichnamigen Bantukönigreich siehe Luanda (Königreich). |
Luanda (auch São Paulo de Luanda oder Loanda) ist die Hauptstadt Angolas und hat ca. 5 Millionen Einwohner (Zahl errechnet aus dem Ergebnis der Wählerregistrierung von 2007).
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Luanda liegt in der Provinz Luanda nördlich der Mündung des Flusses Cuanza in den Atlantik.
Luanda befindet sich in der tropischen Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 24,4 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 368 Millimeter im Mittel.
Die wärmsten Monate sind Februar bis April mit durchschnittlich 26,7 bis 27,0 Grad Celsius, die kältesten Juli und August mit 20,2 bis 20,4 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten März und April mit durchschnittlich 97 bis 124 Millimeter, der wenigste zwischen Juni und Oktober mit null bis sieben Millimeter im Mittel.
1575 wurde die Stadt durch Portugiesen als São Paulo de Luanda gegründet. Sie ist das Verwaltungszentrum von Angola seit 1627 (mit Ausnahme der Jahre 1640 bis 1648). Die Stadt war bis circa 1850 Zentrum des Sklavenhandels nach Brasilien. Nach der Unabhängigkeit Angolas 1975 verließ ein Großteil der portugiesischen Bevölkerung Angola. Durch den langjährigen Bürgerkrieg in Angola hat auch die Hauptstadt gelitten.
Die Einwohnerzahl Luandas verdreifachte sich zwischen 1927 und 1940 von 20.000 auf 61.000. Im Jahre 1950 hatte die Stadt 137.000 Einwohner und 1987 lebten in Luanda bereits 1,1 Millionen Menschen. Bis 2005 stieg die Bevölkerungszahl im Stadtgebiet auf 2,8 Millionen und in der Agglomeration auf 3,8 Millionen.
Die Einwohner Luandas sind in der überwiegenden Mehrheit Angehörige afrikanischer Ethnien wie der Ovimbundu, Kimbundu und Bakongo. Offizielle Landessprache ist Portugiesisch, es werden jedoch auch einheimische Bantu-Sprachen gesprochen.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.
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In Luanda werden unter anderem Raffiniertes Öl, Bekleidung, Fahrzeuge und Lebensmittel hergestellt. Die wichtigsten Exportgüter sind Rohöl, Diamanten, Eisenerz, Kaffee und Fischprodukte.
In der Stadt liegt der wichtigste Hafen des Landes. Eine Bahnlinie verbindet die Hauptstadt mit den Eisenerzminen in N´dalatando und den Kaffeeanbaugebieten um Malanje im Landesinneren. Luanda hat einen internationalen Flughafen. Ab April 2008 wird Lufthansa von Frankfurt/Main einmal wöchentlich Luanda anfliegen.
Die 1963 eröffnete Universität von Angola und die 1962 eröffnete Fachhochschule für Sozialarbeit haben ihren Sitz in der Hauptstadt. Die portugiesische Universität Lusíada unterhält in Luanda eine Zweigstelle.
Koordinaten: 8° 49' 51" S, 13° 14' 42" O
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