
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Neumarkt in der Oberpfalz | |
| Höhe: | 424 m ü. NN | |
| Fläche: | 79,03 km² | |
| Einwohner: | 39.351 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 498 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92318 | |
| Vorwahl: | 09181 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 73 147 | |
| Stadtgliederung: | 45 Ortsteile bzw. Stadtbezirke | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 92318 Neumarkt i.d.OPf. |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Thomas Thumann (Freie Wähler) | |
| Karte | ||
Neumarkt in der Oberpfalz (amtlich: Neumarkt i.d.OPf., bairisch: Neimack, Neimoark) ist eine Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz sowie der Verwaltungssitz des Landkreises. Sie ist Sitz verschiedenster Unternehmen und stellt das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der westlichen Oberpfalz zwischen Nürnberg, Ingolstadt und Regensburg dar. Mit etwa 40.000 Einwohnern ist Neumarkt nach Regensburg, Weiden und Amberg die viertgrößte Stadt in der Oberpfalz und im bayerischen Landesentwicklungsplan als mögliches Oberzentrum eingetragen.
Im 15. und 16. Jahrhundert war Neumarkt eine Residenzstadt der wittelsbachischen Linien Pfalz-Neumarkt und Pfalz-Mosbach. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte die Stadt sich zunehmend zu einem Wirtschafts- und Industriestandort, mehrere größere Unternehmen haben hier heute ihren Sitz. Wahrzeichen der Stadt sind die markanten Kirchtürme der Altstadt und vor allem die Burgruine Wolfstein, die auf einem Bergrücken über der Stadt liegt. 1998 fand hier die bayerische Landesgartenschau statt.
Neumarkt liegt am Westrand der Fränkischen Alb bzw. des Oberpfälzer Jura eingebettet in einen Talkessel. Das Stadtgebiet reicht im Osten bis auf die Hochfläche des Oberpfälzer Jura, ansonsten ist es begrenzt durch die Zeugenberge Dillberg, Staufer Berg und Buchberg. Der Neumarkter Talkessel entwässert nach Norden über die Schwarzach und Regnitz in den Main, nach Süden über Sulz und Altmühl in die Donau. Der Ludwigskanal durchquert das Stadtgebiet in Nord-Süd-Richtung und überwindet hier die Europäische Wasserscheide. Die Höhenlage variiert zwischen 406 Metern an der Beckenmühle im Norden und 595 Metern in der Nähe des Stadtteils Fuchsberg, als Richtwert wird die Höhe des Rathauses von 423 Meter über Normalnull angegeben.
Die folgenden Gemeinden, die alle zum Landkreis Neumarkt gehören, grenzen an die Große Kreisstadt. Sie werden im Uhrzeigersinn im Norden beginnend genannt: Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Pilsach, Velburg, Deining, Sengenthal, Berngau und Postbauer-Heng.
Neumarkt befindet sich an der westlichen Kante eines einstigen Korallenriffes (des heutigen Oberpfälzer Juras) der ehemaligen Tethys der Jurazeit. Der Boden im Talkessel ist überwiegend sandig (daher auch der frühere Name Neumarkt auf dem Sand), am Rand gibt es vereinzelt Lehmvorkommen. Die Berge und die Jura-Hochfläche bestehen aus härteren Jurakalken, denen mehrere Quellen entspringen, so z. B. auch die Weiße Laber im Stadtteil Voggenthal.
| Fläche und Flächennutzung | |
|---|---|
| Fläche in ha | 7901 |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche in % | 24,3 |
| Landwirtschaftsfläche in % | 39,6 |
| Waldfläche in % | 34,9 |
Das Stadtgebiet Neumarkts besteht aus der eigentlichen Kernstadt Neumarkt sowie mehreren Dörfern und Einödhöfen. Die Große Kreisstadt setzt sich aus neun Gemarkungen zusammen, die Flächen der ehemals selbständigen Gemeinden darstellen.
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Kern des Stadtgebiets ist die Altstadt in ihren heute noch erkenntlichen Umrissen. Diese wird noch heute in die historischen Viertel Schloßviertel, Kastenviertel, Johannesviertel und Kreuzviertel eingeteilt, welche durch die Achsen Marktstraße und Hallertorstraße / Klostergasse getrennt werden. Ab 1850 entstanden erste Wohnsiedlungen außerhalb der Stadtmauer in Richtung Osten, entlang der heutigen Mühlstraße, Mariahilfstraße und Badstraße. Im Süden entwickelte sich ab 1920 das heutige Industriegebiet Süd. Nach 1945 wurde die Stadt auch nach Westen und Norden erweitert und wuchs mit den Gemeinden Woffenbach und Holzheim zusammen. Es entstanden zahlreiche weitere Siedlungsgebiete um das Zentrum, die im Uhrzeigersinn von Nord nach Süd genannt werden: Altenhof, Koppenmühle, Kohlenbrunnermühle, Mühlen, Wolfstein, Weinberg, Schlosserhügel und Hasenheide.
Geografisch wird das geschlossene Stadtgebiet heute von der Stadtumgehung Berliner Ring bzw. Münchener Ring im Norden, Westen und Süden sowie vom Albtrauf des Oberpfälzer Jura im Osten (Mariahilfberg, Wolfsteinberg) begrenzt.
Durch die Gebietsreform 1972 wurden neun Gemeinden der Stadt angeschlossen und das Stadtgebiet damit erheblich erweitert.
Im Norden befinden sich die Stadtteile Ischhofen und Rödelberg, die die ehemalige Gemeinde Mühlen bildeten, sowie das ehemals selbstständige Labersricht. Pölling, Woffenbach ebenfalls zwei eingegliederte Gemeinden, und Rittershof stellen die westlichsten Stadtteile dar, im Südwesten gehört Stauf, Hauptort der ehemaligen Gemeinde, zur Stadt.
Auf der Jura-Hochfläche der Fränkischen Alb im Osten existieren die Stadtteile Frickenhofen, Fuchsberg, Höhenberg, Höhenberg im Tal, Lampertshofen, Lippertshofen, Ottosau, Pelchenhofen, St. Helena und Voggenthal noch als eigene, dörflich geprägte Ortschaften.
Außerdem finden sich im gesamtem Stadtgebiet verschiedene Mühlen und Einödhöfe (z. B. Tiefenbrunn, Bodenmühle, Habershöhe).
| Gebäudebestand am 31.12.2006 | |
|---|---|
| Wohngebäude je 1000 Einwohner | 243,0 |
| Anteil der Gebäude mit 1 Wohnung | 72,3 % |
| Anteil der Gebäude mit 2 Wohnungen | 17,6 % |
| Anteil der Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen | 10,2 % |
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Seit dem 19. Jahrhundert ist die Einwohnerzahl bis 2005 ständig angewachsen und liegt heute bei 38.895. Ein außergewöhnlicher Wachstumsschub war 1972 zu verzeichnen, als sich im Rahmen der Gebietsreform das Stadtgebiet mehr als verdoppelte. Seit 1995 hatte die Bevölkerung um ca. 2,2 % zugenommen. Seit 2006 stagniert die Einwohnerzahl und ging im Vergleich zur letzten Erhebung 2007 um 0,2 % zurück.
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Durch seine Lage in Mitteleuropa befindet sich Neumarkt in der warmgemäßigten Klimazone. Dabei liegt die Stadt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima.
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Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
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→ Hauptartikel Geschichte der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz
Spuren einer ersten Besiedlung lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen, rund um Neumarkt existieren zahlreiche Grabhügel und mehrere keltische Wallanlagen. Erste Ortsgründungen werden für das 6. und 7. Jahrhundert durch die Bajuwaren vermutet, zum Beispiel der heutige Stadtteil Pölling.
Die genauen Gründungsdaten von Neumarkt sind nicht bekannt, aber die Gründung als „neuer Markt“ wird für den Anfang des 12. Jahrhunderts an der Handelsstraße zwischen Nürnberg und Regensburg angenommen. 1135 und 1160 wird die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, 1315 wird zum ersten Mal von einer Stadtbefestigung berichtet. Im 13. Jahrhundert gewährt Kaiser Friedrich II. Zollfreiheit zwischen Neumarkt und Nürnberg und der Stadt damit auch die Reichsunmittelbarkeit. Diesen Status kann die Stadt jedoch nie durchsetzen, 1329 fällt die Stadt durch den Hausvertrag von Pavia an die Wittelsbacher.
Im 15. Jahrhundert und 16. Jahrhundert war Neumarkt pfälzische Residenzstadt. Pfalzgraf Johann verlegte seinen Regierungssitz hierher und begann damit, die Stadt zur Residenz auszubauen, es entstanden unter anderem die Kirche St. Johannes, die Hofkirche und das Pfalzgrafenschloss. Johann folgten die Pfalzgrafen Otto I., sein Sohn Otto II. und Friedrich II. von der Pfalz, der später Kurfürst wurde und nach Heidelberg übersiedelte.
Nach den Pfalzgrafen verlor Neumarkt immens an Bedeutung. Im politischen und wirtschaftlichen Leben spielte die Stadt anschließend nur noch für die umgebende Region eine Rolle, das Wachstum kam nahezu zum Stillstand. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts machte sich wieder ein Aufschwung bemerkbar. Bedeutende Ereignisse waren in den nächsten 300 Jahren nicht zu verzeichnen. Im Dreißigjährigen Krieg wird Neumarkt von schwedischen Truppen besetzt, nämlich von 1633 bis 1635 und von 1646 bis 1649. In beiden Fällen wird die Stadt geplündert und teilweise zerstört.
In den Koalitionskriegen kam es im Sommer 1796 zu einer dramatischen Begegnung zwischen französischen und österreichischen Truppen, als sich die Franzosen in der Stadt verbarrikadierten und die Österreicher die komplette Zerstörung androhten. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Neumarkter Schmiedes, der eigenmächtig das Obere Tor aufschlug, konnte Schlimmeres verhindert werden. Als Bayern ab 1806 unter Napoleon I. Königreich wurde, erhielt Neumarkt den Status einer königlich-bayerischen Stadt und wurde Sitz eines Landgerichts.
Im 19. Jahrhundert wandelte sich Neumarkt allmählich zum Industriestandort. Ab 1830 arbeiteten auch im Raum Neumarkt mehrere Tausend Menschen am Bau des Ludwigskanals, mit seiner Fertigstellung 1846 wurde Neumarkt Hafenstadt. 1884 entstand mit den Express Werken die erste Fahrrad-Fabrik in Kontinentaleuropa.
Die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs wurden auch in Neumarkt bald spürbar. Über 300 Neumarkter blieben als Gefallene auf den Schlachtfeldern dieses Krieges.
In den 20er Jahren war Stadtverwaltung sehr bemüht, neue Industrien anzusiedeln. 1921 wurde der ehemalige Exerzierplatz an die „Holzgroßhandlung Pfleiderer“ aus Heilbronn verkauft, die später als Pfleiderer AG ihren Firmensitz hierher verlegt. 1922 gründete die „Bleistiftfabrik Eberhard Faber“ ein Werk an der heutigen EFA-Straße.
Im September 1923 wurde in Neumarkt eine erste Ortsgruppe der NSDAP gegründet, die bereits am Deutschen Tag am 23. September öffentlich auftrat. Der Wegzug aktiver Parteigänger aus Neumarkt führte jedoch dazu, dass die nationalsozialistische Bewegung bald wieder zerfiel. Erst 1928 gelang eine Neugründung der Partei.
Ab 1933 übernahm auch in Neumarkt die NSDAP die Macht. Als Geburtsort von Dietrich Eckart trug sie den offiziellen Namenszusatz Dietrich-Eckart-Stadt. Für die zahlreichen Zwangsarbeiter in der Industrie richteten die Nationalsozialisten 1942 im heutigen Stadtteil Wolfstein ein Internierungslager ein. Wie im ganzen Reich fanden auch hier umfangreiche Judenverfolgungen statt, die Synagoge in der Hallertorstraße wurde im November 1938 zerstört. Am Karfreitag 1942 wurde Neumarkt „judenfrei“, als die 15 letzten Juden in Konzentrationslager gebracht wurden. Kurz vor Kriegsende wurde Neumarkt durch zwei Luftangriffe am 23. Februar und am 11. April 1945 größtenteils zerstört. Versuche der Bevölkerung, die Stadt kampflos an die amerikanischen Truppen zu übergeben, scheiterten an den in Neumarkt stationierten SS-Truppen, die zudem noch von einer ungarischen SS-Division verstärkt wurden. Erst als am 22. April 1945 der Widerstand der SS nach einer Häuserschlacht gebrochen war, konnten die amerikanischen Truppen die Stadt einnehmen.
Der dem Weltkrieg folgende Wiederaufbau führte zu einem Überwiegen der zeittypischen Architektur im Stadtbild. Jedoch gelang es, den historischen Charakter der Altstadt zu bewahren. Im Rahmen der Gebietsreform von 1972 wurde die kreisfreie Stadt Neumarkt am 1. Juni in den Landkreis Neumarkt eingegliedert und zur Großen Kreisstadt erklärt. Die 1990 begonnene Altstadtsanierung belebt das Stadtbild ganz erheblich, der Rathausplatz und die Klostergasse wurden in eine Fußgängerzone umgewandelt. 1997 wurde der ehemalige Schlachthof abgerissen, um Platz für die Jura-Galerie, ein modernes Einkaufszentrum, zu schaffen. Das Vorhaben war von Anfang an umstritten, ein Bürgerentscheid 2000 stoppte das Projekt zunächst. Die Neuplanungen dauern bis heute an. 1998 fand vom 24. April bis zum 4. Oktober in Neumarkt die 8. Bayerische Landesgartenschau statt, der Zuschlag dafür wurde erst 1995, nachdem Landshut aus finanziellen Gründen zurücktrat, erteilt. Im Juli 2004 wurde das viel diskutierte Museum Lothar Fischer eröffnet.
Wie in der gesamten Oberpfalz ist auch in Neumarkt der überwiegende Teil der Bevölkerung römisch-katholisch, der Anteil liegt bei circa 82 %, weitere 11 % sind Mitglieder der evangelischen Kirche. Das katholische Dekanat Neumarkt gehört zum Bistum Eichstätt, das evangelische Dekanat Neumarkt untersteht dem lutherischen Regionalbischof in Regensburg.
Die ersten katholischen Pfarrgemeinden waren die heutigen Pfarreien St. Johannes und Zu Unserer Lieben Frau. Die Kirche St. Johannes, an deren Stelle sich bereits um 1200 eine Vorgängerkirche befand, ist Pfarrkirche der ältesten Pfarrei der Stadt. Diese ist heute mit knapp 13.800 Katholiken die größte Pfarrei in der Diözese Eichstätt. Zu ihr gehören die Kirchen St. Helena im gleichnamigen Stadtteil, St. Anna am Klinikum, St. Pius im Stadtteil Hasenheide und die Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Mariahilfberg sowie kirchenrechtlich das Kloster St. Josef und die kleine Klinikkapelle. Zu unserer Lieben Frau entstand ab 1410, die neue Kirche diente zunächst als Hofkirche für das benachbarte Pfalzgrafenschloss. Zu ihr gehören heute ca. 10.100 Katholiken.
Die Pfarrkirche Heilig Kreuz ist die Hauptkirche der gleichnamigen Pfarrei mit ca. 3.100 Katholiken in den Stadtteilen Mühlen, Labersricht und Wolfstein. Die Pfarrei St. Ägidius als Filiale der Pfarrei Heilig Kreuz umfasst neben Pelchenhofen auch noch die Kirche in Lampertshofen sowie die Kapellen in Steinberg, Lippertshofen und Voggenthal. In den äußeren Stadtteilen befinden sich noch weitere katholische Pfarrgemeinden: In Pölling existiert die Pfarrei St. Martin mit der Kirche St. Martin, zu der auch die Kirchen und Kapellen in Holzheim und Rittershof gehören. Ihr gehören ca. 3.400 Katholiken an. Die Kirche St. Willibald in Woffenbach ist Zentrum der Pfarrei Woffenbach mit etwa 2.900 Katholiken, zu der auch die Kirche St. Walburga in Stauf gehört. Am ehemaligen Schloss in Woffenbach befindet sich auch die evangelische Schlosskapelle.
Als sich im beginnenden 16. Jahrhundert die Lehren Martin Luthers auch in die katholische Oberpfalz verbreiteten, wurde auch hier die Evangelische Kirche zunehmend favorisiert und unter Pfalzgraf Friedrich II. als Staatsreligion eingeführt. Die nächsten 100 Jahre waren geprägt von einem ständigen Wechsel der religiösen Lehren, je nachdem, ob der jeweilige Pfalzgraf gerade Lutheraner oder Calvinist war. 1628 kam Neumarkt an das Kurfürstentum Bayern und wurde rekatholisiert, vorerst nur kurz, da schwedische Truppen von 1633 bis 1635 und von 1646 bis 1649 Neumarkt besetzten und die Protestanten schützten. Erst danach wurde Neumarkt endgültig katholisch.
Die evangelische Hauptkirche ist die Christuskirche in der Kapuzinerstraße. Sie war Klosterkirche des ehemaligen Kapuzinerklosters, das bis zur Säkularisation 1803 bestand. Weitere evangelische Gemeinden existieren in den Stadtteilen Wolfstein, Altenhof und Hasenheide.
In der Badstraße im ehemaligen Kurhaus Wildbad befindet sich heute das Kloster St. Josef, das zum Orden der Niederbronner Schwestern gehört und bis 2005 Provinzmutterhaus war.
Neben der Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg existierte von 1907 bis 2001 ein Kloster des Ordens der Unbeschuhte Karmeliten. Seit 2004 leben dort wieder zwei polnische Redemptoristen-Patres.
An die Christuskirche grenzen heute noch die Gebäude des ehemaligen Kapuzinerklosters an, welches von etwa 1650 bis 1802 existierte. Das ehemalige Klostergebäude ist in einem schlechten Zustand und vom Abriss bedroht.
Das Kloster Heilig Geist befand sich in etwa an der Stelle des heutigen Klinikums und übernahm im Mittelalter auch die Krankenversorgung.
Mindestens seit dem 13. Jahrhundert existierte auch in Neumarkt eine jüdische Gemeinde. Ein Pogrom ist für den 12. Juli 1298 belegt. Die jüdische Gemeinde unterhielt ab 1862 eine Synagoge in der Hallertorstraße, die jedoch im Zuge der Novemberpogrome 1938 demoliert und bei Luftangriffen im Februar 1945 zerstört wurde. Am Karfreitag 1942 wurden die letzten Juden deportiert. Heute existiert wieder eine kleine jüdische Gemeinde in Neumarkt, ein jüdischer Friedhof liegt neben dem Hauptfriedhof an der Ingolstädter Straße.
Ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung bekennt sich zum Islam, eine Moschee existiert in der Regensburger Straße. Zurzeit wird die Errichtung eines eigenen Friedhofteils für die Verstorbenen der islamischen Gemeinde erörtert. Besonders Gläubige der so genannten „Dritten Generation“ hätten oftmals das Bedürfnis, sich in ihrer Geburtsstadt beerdigen zu lassen. Für dieses Projekt ist der Friedhof an der Schafhofstraße im Stadtteil Wolfstein vorgesehen.[1]
Weitere Glaubensgemeinschaften sind die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Gemeinde der Christen Ecclesia, die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas.
Das politische Leben Neumarkts ist seit 1945 von einer Dominanz der CSU geprägt, die bis 2005 durchgehend auch den Oberbürgermeister stellte. Während die drei großen Volksvertreter im Stadtrat, CSU, SPD und Freie Wähler, bei zahlreichen Themen zumindest in Teilbereichen übereinstimmen, bilden die Stadträte der Freien Liste Zukunft und der Grünen die kritische Sektion des Gremiums. Die Kommunalwahl 2008 hat die Mehrheitsverhältnisse erstmals erheblich zu Gunsten der Freien Wähler verschoben.
Größere Diskussionen und Debatten zwischen den einzelnen Lagern im Stadtrat drehten sich in den letzten Jahren um die Gestaltung des Geländes am Unteren Tor, um die Errichtung einer Stadthalle im Stadtpark oder um den Neubau eines Ganzjahresbades.
Der Stadtrat besteht aus 40 ehrenamtlichen Mitgliedern und setzt sich seit 2. März 2008 wie folgt zusammen:[2]
| Partei | Prozent | Sitze |
|---|---|---|
| CSU | 39,30 % | 16 |
| Unabhängige Parteifreie Wahlvereinigung/Freie Wähler (UPW/FW) | 36,27 % | 15 |
| SPD | 10,22 % | 4 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 6,00 % | 2 |
| Freie Liste Zukunft (FLitZ) | 5,78 % | 2 |
| FDP | 2,43 % | 1 |
Parteien in Fettschrift sind Parteien, die mit Fraktionen im Deutschen Bundestag vertreten sind.
| Name | Partei | Im Amt seit … |
| Dr. Heinz Sperber | CSU | 08.04.2008 |
| Gertrud Heßlinger | SPD | 06.05.2008 |
| Dr. Werner Mümmler | UPW/FW | 24.01.2006 |
| Name | Partei | Funktion | Im Amt seit … |
| Thomas Thumann | UPW/FW | Oberbürgermeister | 2005 |
| Ruth Dorner | CSU | Bürgermeister | 2008 |
| Franz Düring | UPW | 2. Bürgermeister | 2008 |
| Name | Partei | Funktion | Regierungszeit |
| Königreich Bayern (1868−1918) | |||
| Josef Max Feldbauer | Bayerische Patriotenpartei | Bürgermeister | 1868−1876 |
| Josef Weißenfeld | Bayerische Volkspartei | Bürgermeister | 1879−1915 |
| Dr. Friedrich Gruber | unbekannt | Bürgermeister (1916–1919), danach Oberbürgermeister | 1916−1920 |
| Weimarer Republik (1918−1933) | |||
| Georg Weidner | DDP | Oberbürgermeister | 1920−1931 |
| Thomas Rössert | unbekannt | Oberbürgermeister | 1931−1934 |
| Zeit des Nationalsozialismus (1933−1945) | |||
| Johann Baptist Dotzler | NSDAP | Oberbürgermeister | 1934−1941 |
| Karl Gortner | NSDAP | Oberbürgermeister | 1941−1945 |
| Alliierte Verwaltung (1945−1949) | |||
| Theo Betz | CSU | Oberbürgermeister unter US-Kontrolle | 1945–1949 |
| Bayern bis zur Gebietsreform (1949−1972) | |||
| Theo Betz | CSU | Oberbürgermeister der Kreisfreien Stadt Neumarkt | 1949–1972 |
| Bayern nach der Gebietsreform (1972−heute) | |||
| Kurt Romstöck | CSU | Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Neumarkt | 1972–1990 |
| Alois Karl | CSU | Oberbürgermeister | 1990–2005 |
| Thomas Thumann | UPW/FW | Oberbürgermeister | seit 2005 |
Neumarkt wird immer wieder als Beispiel für eine florierende Kommune herangezogen. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird für 2006 mit 20,55 € angegeben. In den letzten Jahrzehnten gebildete Rücklagen werden heute mit einem Betrag von 64 Millionen € angegeben und lassen auch heute noch größere Investitionen zu wie z. B. den Bau des „Hauses für Jugend, Bildung und Kultur“ oder auch die geplante Errichtung einer Stadthalle am Stadtpark.
Zum ersten Mal in Deutschland wurde im Juli 2004 unter diesem Motto ein Leitbild beschlossen, das im Rahmen des Projekts Agenda 21 eine Lokale Nachhaltigkeitsstrategie in der Stadtentwicklung sicherstellen soll. Zahlreiche Bürgerbefragungen, ein Tag der Visionen, Bürgerkonferenzen und Workshops mit mehreren Tausend Teilnehmern gingen diesem Stadtratsbeschluss voraus. Das Bürgerhaus Neumarkt als offenes Forum für alle interessierten und engagierten Bürger ist ein erstes Ergebnis dieses Prozesses. Für dieses Projekt wurde Neumarkt neben Hamburg und Heidelberg der Titel „Offizielle Stadt der Weltdekade“ durch die UNESCO verliehen.[3]
Die Altstadt ist seit Januar 2002 offiziell ein Teil des Förderprogramms 'Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt'. Dieses Programm besteht nicht nur aus herkömmlicher Städtebauförderung, sondern zielt vor allem auch darauf ab, den Lebenswert in Vierteln zu steigern, indem Problemgebiete sozial stabilisiert werden. Dabei stehen neben städtebaulichen Aufgaben auch soziale, ökologische und beschäftigungspolitische Ziele im Vordergrund.
Das Stadtwappen zeigt einen schwarzen Adler auf rotem Grund, der auf die zumindest theoretische Reichsunmittelbarkeit der Stadt vom 13. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert hinweist.
Der Adler tauchte erstmals auf einem Siegel im Jahr 1260 auf. Im Wernigeroder Wappenbuch von 1486 wurde das Wappen erstmals farbig dargestellt. In den nächsten Jahrhunderten wurde das Wappen nicht einheitlich verwendet: Der schwarze Adler auf rotem Grund überwiegt zwar, in einigen Fällen zeigt es den Adler jedoch auf silbernem oder goldenem Grund.
Am Mittelpfeiler des Unteren Tors befindet sich ein steinernes Wappen aus dem 19. Jahrhundert, das nach der Zerstörung des Tores 1945 aus den Trümmern gerettet, restauriert und nach dem Wiederaufbau 1989 wieder an seinem alten Platz angebracht wurde.
Partnerschaften bestehen zu Issoire (Frankreich) und Mistelbach (Österreich). Diese Partnerschaften werden intensiv gepflegt, beispielsweise durch gegenseitige Besuche offizieller Delegationen während der Altstadtfeste.
Das Ostendorfer-Gymnasium betreibt ebenso wie das Willibald-Gluck-Gymnasium einen jährlichen Schüleraustausch mit einer Schule in Issoire. Mehrere Parks und Straßennamen würdigen in Neumarkt diese Partnerschaften (Mistelbacher Allee, Parc d'Issoire, Abtsdorfer Gasse).
Die Stadt Neumarkt hat 1988 die Patenschaft für die aufgrund der Beneš-Dekrete vertriebenen Deutschen aus der Gemeinde Opatov v Čechách (Abtsdorf) im ehemaligen Sudetenland übernommen.
Seit März 2005 trägt ein Flugzeug der Lufthansa CityLine den Namen Neumarkt i.d.OPf. Das Flugzeug vom Typ Canadair Jet CRJ 700 ist in großen Teilen des europäischen Flugstreckennetzes unterwegs.[4]
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen vor allem die historische Altstadt mit der Kirche St. Johannes und dem Rathaus, das Schlossviertel um das Pfalzgrafenschloss mit der Hofkirche und das Landesgartenschaugelände (heutiger LGS-Park) am Ludwig-Donau-Main-Kanal. Am Stadtrand bzw. außerhalb der Stadt lohnen die barocke Wallfahrtskirche Mariahilf und die Burgruine Wolfstein einen Besuch. Neben thematischen Stadtführungen werden auch Führungen in den Museen sowie auf der Burgruine Wolfstein angeboten. Neumarkt kann über die Touristik-Route Straße der Kaiser und Könige erreicht werden. Pro Jahr werden ca. 45.000 bis 50.000 Übernachtungen gezählt.[5]
Das Stadtmuseum in der Adolf-Kolping-Straße zeigt Exponate und wechselnde Themen-Ausstellungen zur Geschichte der Stadt (z. B. „Alle Neune für Neumarkt“ zur Gebietsreform 1972). Eine Abteilung befasst sich mit dem bäuerlichen und bürgerlichen Leben im 19. Jahrhundert, in einer weiteren Abteilung können alte Fahr- und Motorräder der in Neumarkt produzierten „Marke Express“ besichtigt werden.
Das im Sommer 2004 eröffnete Museum Lothar Fischer am Stadtpark zeigt zum einen Werke Lothar Fischers, zum anderen bietet es aber auch Platz für wechselnde Ausstellungen mit Arbeiten anderer namhafter Künstler. Diese orientieren sich zumeist an Lothar Fischer oder stehen zumindest mit ihm in Verbindung (z. B. Mitglieder der Gruppe SPUR); zusätzlich stellt eine Ausstellung pro Jahr beispielhafte Werke des Empfängers des Lothar-Fischer-Preises des Vorjahres vor.
Das Brauereimuseum der Brauerei Glossner in der Schwesternhausgasse gibt Auskunft über die Geschichte des Brauereiwesens seit dem Mittelalter, die am Beispiel der Brauereifamilie Glossner dargestellt wird. Gerätschaften, Dokumente und auch eine Braumeister-Galerie erlauben einen näheren Blick auf dieses Handwerk.
Bis 2003 existierte in den Kellern der Stadtbücherei ein Modelleisenbahnmuseum, das jetzt ein neues Domizil sucht. Neben typischen Modellbahnanlagen konnte hier auch eine komplett selbst entworfene und konstruierte Modellbahn besichtigt werden. Das Bayerische Nationalmuseum unterhielt bis 1997 im Westflügel des Pfalzgrafenschlosses eine Außenstelle, in der barocke Krippenkunst ausgestellt wurde. Mangelndes Interesse führte zur Schließung und Rückverlegung des Museums nach München.
Da sich in Neumarkt die größte private Maybach-Sammlung der Welt, bestehend aus 15 historischen Fahrzeugen, befindet, entstand die Idee, den Oldtimern dieser Edelmarke ein Museum in den ehemaligen Express-Werken zu widmen. Dort sollen auch die Sammlung des ehemaligen Modelleisenbahnmuseums und die Ausstellung über die Express-Werke aus dem Stadtmuseum untergebracht werden. Die Bauarbeiten dafür haben im Dezember 2006 begonnen. Am 31. März 2009 soll das Museum für historische Maybach-Fahrzeuge eröffnet werden.
Daneben ist auch der Bau eines Museums auf der Burgruine Wolfstein geplant, dass zum einen Funde und Ergebnisse der dortigen Grabungsarbeiten vorstellen, zum anderen aber auch über Geologie und Erdgeschichte des Neumarkter Raumes informieren soll.
Trotz schwerer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg gelang es, die historischen Gebäude in der Altstadt weitgehend zu bewahren. Dominiert wird die Altstadt von den drei großen Kirchtürmen der Kirche St. Johannes, der Hofkirche und der Christuskirche. St. Johannes wurde unter Pfalzgraf Johann von 1404 bis 1434 als gotische Hallenkirche errichtet und erinnert vor allem im Turm stark an die Lorenzkirche in Nürnberg. Die Hofkirche „Zu unserer Lieben Frau“, eine ehemalige Marienkapelle, wurde ab 1418 zur Schlosskirche erweitert und unter Friedrich II. um 1523 vollendet. Die evangelische Christuskirche war Bestandteil des ehemaligen Kapuzinerklosters, das ab 1670 bestand und befindet sich außerhalb der Stadtmauer, auf dem Gelände des ehemaligen Schlossgartens.
Das Pfalzgrafenschloss am Residenzplatz besteht seit ca. 1200 und wurde in seiner heutigen Form als ehemaliges Wasserschloss im Stil der Renaissance von Friedrich II. zwischen 1520 und 1539 vollendet. Der Reitstadel (um 1415), ebenfalls im Schlossviertel gelegen, diente zunächst als Zeughaus und später als Pferdestallung. 1945 brannte das Gebäude komplett aus, erst 1980 erfolgte der Wiederaufbau als Konzertsaal.
Der langgezogene Straßenmarkt als Hauptachse der Altstadt wird vom Rathaus in den Oberen und den Unteren Markt geteilt. Es wurde ebenfalls um 1415 als gotisches Ratsgebäude errichtet und nach der Zerstörung 1945 in den Jahren 1956 und 1957 originalgetreu wieder aufgebaut. Umgeben wird die Altstadt von der Stadtmauer, die, ebenso wie der Stadtgraben nur noch teilweise erhalten ist. An ihr befinden sich der Pulverturm, der Schuldturm, der Bertleinsturm und der Gimplturm. Von den ehemals drei Stadttoren haben sich nur noch das Klostertor als Durchgang zur Christuskirche und das Untere Tor erhalten, das nach der Sprengung 1945 ab 1989 wieder aufgebaut wurde. Bestandteil der Stadtbefestigung sind die ehemaligen Kasernen aus dem Jahr 1720, die von 1814 bis 1909 bayerische Chevauleger-Regimenter beherbergten. In der Bräugasse wird das wohl älteste noch erhaltene Bürgerhaus der Stadt saniert, das sog. Schreiberhaus. Bestandteile der Mauern lassen sich teilweise bis 1430 zurückdatieren.
Am ehemaligen Siechenhaus, dem heutigen Klinikum des Landkreises, steht die restaurierte barocke Kirche St. Anna. Ganz in der Nähe liegt der Hafen des Ludwig-Donau-Main-Kanals, der das Stadtgebiet von Nord nach Süd durchzieht. Am Hang des Wolfsteinberges kann die moderne Heilig-Kreuz-Kirche besichtigt werden, die in den Jahren 1959 und 1960 errichtet wurde. Weitere Kirchenbauwerke der Moderne sind die Willibaldskirche (1966) im Stadtteil Woffenbach und die Kirche St. Pius in der Hasenheide.
Das Kloster St. Josef mit der dazugehörigen Klosterkirche beherbergt seit 1920 den Orden der Niederbronner Schwestern, die Gebäude wurden zuvor seit ca. 1850 als Kurhaus Wildbad genutzt. Eine dort noch heute vorhandene Heilquelle ermöglichte einen umfassenden Kurbetrieb im Bad Neumarkt, der erst um 1900 eingestellt wurde. 2006 wurde durch die Neumarkter Lammsbräu und das Kloster eine Quelle errichtet, die seitdem unter dem Namen „Kloster St. Josef-Wasser“ firmiert. Auch eine kleine öffentliche Abfüllanlage befindet sich auf dem Areal des Klosters.
Hoch über der Stadt kann man bereits von weitem die Burgruine Wolfstein sehen, eine Burganlage aus dem 12. Jahrhundert. Von hier aus bietet sich ein großartiger Ausblick. Archäologische Ausgrabungen und umfangreiche Instandsetzungen bewahren die Ruine vor dem weiteren Verfall.
Auf dem benachbarten Mariahilfberg liegt im Wald die Wallfahrtskirche Maria-Hilf mit Karmeliterkloster, ein wahres Kleinod des Barock, das um 1727 errichtet wurde. Die Kirche ist zugleich Endpunkt des Kreuzweges, auf dem auf 367 Stufen die zwölf Stationen der Passion Jesu Christi verfolgt werden können. Etwas unterhalb liegen die kleine Hl.-Grab-Kapelle und eine Nachbildung der berühmten Mariengrotte in Lourdes.
Die Altstadt wird im Bereich des ehemaligen Stadtgrabens fast durchgehend von einem Grüngürtel umgeben. Hinter dem Schloss liegt der im im Jahr 2004 neu gestaltete Stadtpark Leitgraben zum Ludwigskanal und dem anschließenden Schlossweiher. Vom Museum Lothar Fischer aus ist hier über den Residenzplatz bis hin zum Rathaus die Anlage eines Skulpturenpfades mit Werken des Künstlers geplant. Die geplante Stadthalle soll sich im Norden an der Mühlstraße an den Park anschließen. Ein Denkmal erinnert an den in Neumarkt geborenen Christoph von Neumarkt, der später als Christoph III. von Dänemark, Schweden und Norwegen in die Geschichte einging. Die Schanze ist ein Relikt der ehemaligen Befestigungsanlagen, hier wurde der Stadtgraben mit einer Zugbrücke direkt zum Schloß überwunden. Der Schloßweiher wurde im 15. Jahrhundert angelegt und diente als Fischteich für die Schloßküche. Später wurde hier aus das Eis für die Kühlräume der Neumarkter Brauereien gewonnen. Als Statue bewacht der Hl. Nepomuk den Übergang über den Stadtgraben am Klostertor.
Zwischen Weißenfeldplatz und Theo-Betz-Platz bildet der Ludwigshain einen weiteren Teil des Grüngürtels. Hier befindet sich u. a. ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Das zentrale Mahnmal Neumarkts steht jedoch im Eichelgarten am Hauptfriedhof. Der Grüngürtel wird entlang der Freystädter Straße und der Ringstraße fortgesetzt; in Höhe der Hallertorstraße bewahrt ein Gedenkstein die Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten Juden in Neumarkt. An der Kreuzung Viehmarkt / Freystädter Straße befindet sich ein ehemaliger Schutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Entlang des Kurt-Romstöck-Rings und der Mühlstraße wird wieder der Ausgangspunkt des Grüngürtels hinter der Residenz erreicht.
Zum Volksfestplatz führen entlang des Ludwigskanals zwei weitere Grünanlagen, die an die beiden Partnerstädte Neumarkts erinnern. In der Mistelbacher Allee fristete versteckt eine alte Weinpresse aus Mistelbach ihr Dasein, sie wurde restauriert und steht heute im LGS-Park. Im Parc d'Issoire können verschiedene Skulpturen besichtigt werden.
1998 fand in Neumarkt die 8. Bayerische Landesgartenschau statt. Das zu diesem Zweck in eine Parklandschaft umgewandelte Gelände der ehemaligen Kläranlage stellt heute eine viel besuchte Grün- und Freizeitanlage in der Stadt dar. Der sogenannte LGS-Park fügt sich ein in das Gebiet zwischen dem Stadtteil Holzheim und der Altdorfer Straße und wird vom Ludwig-Donau-Main-Kanal durchgezogen. Im Sommer lädt die Veranstaltungsreihe „Sommer im Park“ mit Konzerten und Kleinkunst zum Besuch ein.
Im Norden ist der LGS-Park entlang der Schwarzachaue bis zum Stadtrand am Berliner Ring verlängert. Dort kann neben einem keltischen Baumkalender und einer Sonnenuhr auch eine Kopie des „Goldkegels“ besichtigt werden, der bei Ezelsdorf gefunden wurde und heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg steht und eine Büste Sebastian Kneipps. Im Juli 2005 wurde eine Statue des Hl. Christophorus aufgestellt.
Im Süden der Stadt, versteckt hinter mehreren Industriebetrieben, befindet sich der Wasag-Park. Ende der 1980er Jahre geriet diese Grünanlage in die Schlagzeilen wegen Schadstoffbelastungen, die noch von der Waffen- und Sprengstofffabrik aus den 1930er und 1940er Jahren stammten. Deren bauliche Überreste sind heute noch im Park zu finden, genauso wie ein Denkmal von Friedrich Ebert.
Der Faberpark an der Pelchenhofener Straße dient vor allem dem Stadtteil Mühlen als Naherholungsgebiet. Rund um das ehemalige Schloss in Woffenbach liegt der Woffenbacher Schlosspark, durch den auch die Schwarzach fließt.
Am östlichen Stadtrand bietet der Wolfstein-Park einen Trimm-Dich-Pfad an. Dieser Park geht fließend in die Wälder des Wolfsteinberges und des Mariahilfberges über.
Neumarkt wird auch die grünste Stadt der Oberpfalz bezeichnet, ca. 20 % der Stadt sind Grünfläche. Dadurch bietet sie den Menschen ein umfangreiches Naherholungsgebiet.
Über das Stadtgebiet verteilt befinden sich zahlreiche Fußball- und Bolzplätze, außerdem einige Tennisanlagen (z. B. Holzheim, Höhenberg, Pölling und Woffenbach). Im Stadtteil Pölling wurde der Golfplatz „Herrenhof“ als 18-Loch-Meisterschaftsanlage errichtet. Zusammen mit den nahegelegenen Golfplätzen „Am Habsberg“ und „Jura-Golfpark Hilzhofen“ in Lauterhofen wirbt die Region mit dem Slogan „Golfdorado Neumarkt“. Im LGS-Park gibt es einen Minigolfplatz.
Das wichtigste Sportereignis ist der Neumarkter Stadtlauf, ein Halbmarathon, der jedes Jahr im September stattfindet und mehrere tausend Laufsportler anzieht. Die Hauptsportart in Neumarkt ist aber der Fußball. Die höchstklassige Neumarkter Fußballmannschaft ist derzeit der ASV 1860 Neumarkt, der in der bayerischen Landesliga Mitte spielt. Daneben gibt es acht weitere Fußballabteilungen innerhalb der großen Mehrspartenvereine: den DJK Neumarkt, den FC Neumarkt-Süd, den FC Holzheim, den SV Pölling, den SV Stauf, den BSC Woffenbach und den TSV Wolfstein. Der FC Holzheim und der TSV Wolfstein haben inzwischen als Gemeinschaftsprojekt eine Jugendfördergemeinschaft gegründet, die den Namen JFG Neumarkt Stadt und Land trägt. Im Jahr 2007 hat sich die DJK Neumarkt diesem Verbund als dritter Verein angeschlossen.
Im Bereich Tanzsport/Freizeittanz gibt es die ADTV-Tanzschule Tanzcentrum Neumarkt (TCN), die Tanzsportabteilung Blau-Silber des ASV-Neumarkt, die Rock and Roll Gruppen Funny City Rollers sowie der Rock and Roll Club des DJK SV Berg. Die Tanzsportabteilung Blau Silber des ASV Neumarkt hat im Bereich Standard und Latein schon mehrmals die bayerischen Meister und die bayerischen Vizemeister bis in die höchsten Klassen der Amateurliga (S-Klasse Hauptgruppe und Senioren, A-Klasse Jugend) gestellt. Die Lateinformation der TSA war bereits in der zweiten Bundesliga vertreten. Die Dancefloorformation des ADTV-Tancentrums belegte auch schon mehrfach den deutschen Meister und den deutschen Vizemeistertitel im Bereich Formation Dancefloor.
Das Freibad bietet im Sommer ein beheiztes Erlebnisbecken an, mit Wasserrutschen, Sprungtürmen, Wildwasseranlage usw. Im Winter kann das Hallenbad benutzt werden.
Auf der Jura-Hochebene werden vom Stadtteil Höhenberg aus im Winter zahlreiche Loipen gespurt, außerdem wird im Stadtteil Voggenthal ein Skilift betrieben. Die Stadtwerke installieren in den Wintermonaten eine Kunsteislaufbahn auf dem Volksfestplatz, die bis zu Temperaturen von über 10 °C benutzt werden kann.
Darüber hinaus entwickelt sich Neumarkt immer mehr zur Radsport-Stadt. 2003 und 2005 war die Stadt jeweils das Ziel der finalen Etappe der Bayern-Rundfahrt, 2004 führte eine Etappe der Deutschland Tour durch Neumarkt. Radfahrer erreichen Neumarkt über den 5-Flüsse-Radweg oder die Tour de Baroque, sowie entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals. Verschiedene regionale Radrouten haben in Neumarkt ihren Ausgangspunkt.
Neumarkt liegt im Bereich von drei Qualitätswanderwegen des Deutschen Wanderverbands: Die Zeugenbergrunde führt als 48,3 km langer Rundwanderweg rings um die Stadt herum. Der Frankenweg folgt dem Albtrauf der Fränkischen Alb und führt durch die Stadtteile Labersricht und Höhenberg. Der dritte Qualitätswanderweg, der Jurasteig, führt in seiner Hauptroute östlich an der Stadt vorbei, doch einer seiner Schlaufenwege, die Mariahilf-Schlaufe, erreicht Höhenberg mit der Wallfahrtskirche Maria Hilf. Daneben führen zahlreiche weitere markierte Wege zum Beispiel durch das Lengenbachtal nach Deining oder auf den Buchberg. In und um Neumarkt sind diese Wanderwege alle mit dem Label "Wanderzirkus Neumarkt" markiert.
Ein Flugplatz für Motorsegler befindet sich an der Nürnberger Straße, einen Flugplatz für Segelflugzeuge gibt es auf dem Ottenberg bei Pilsach. Auf dem Mariahilfberg besteht ein Flugplatz für Modellflugzeuge.
Regelmäßige Veranstaltungen finden vor allem im Reitstadel und im Festsaal der Residenz statt(Neumarkter Konzertfreunde, Kleinkunst in der Residenz). Die Neumarkter Schlossspiele, eine Theatergruppe, treten im Sommer im Innenhof der Residenz auf. Seit 1973 führt das Woffenbacher Bauerntheater jedes Jahr im Spätherbst ein heiteres Volksstück in bayerischer Mundart auf. Und auch die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Neumarkt tritt regelmäßig mit komödiantischen Stücken auf.
In der Altstadt befinden sich zwei Kinos, das Bavaria-Filmtheater und der Rialto-Palast. Jährlich im August findet mit der Reihe Kino im Park im LGS-Park ein Open-Air-Kino statt, bei dem ca. 10 Tage lang ausgesuchte Filme sowie Kino-Höhepunkte der Saison aufgeführt werden. Der Bau eines Kinocenters ist seit mehreren Jahren immer wieder im Gespräch.
Neben zahlreichen Kneipen und Cafés wird das Nachtleben in Neumarkt hauptsächlich von diesen Diskotheken und Clubs geprägt: Der New Berlin Club, die Coyote Bar und die Nachtschicht und das Trend in Postbauer-Heng sind moderne Diskotheken, die vor allem aktuelle Chartmusik (überwiegend Black Music) bieten. Das Sudhaus ist eine alte Kellerbar, die heute als Lounge genutzt wird. In diesen und zahlreichen weiteren Kneipen treten auch regelmäßig Live-Bands auf. Das "Parapluie" ist eine umfunktionierte Kellerbühne, die heute als beliebter Billiardtreff fungiert.
Seit dem Wiederaufbau des Reitstadels als Konzertsaal hat sich in Neumarkt mit dem Neumarkter Konzertfreunde e. V. und dem "Neumarkter Musikverein e. V." eine Musikszene etabliert, die im Reitstadel regelmäßig klassische Konzerte mit zum Teil internationalen Stars aufführt. Auf Grund seiner oft als fantastisch beschriebenen Akustik wird der Reitstadel außerdem auch oft für CD-Aufnahmen verschiedener Chöre und Orchester verwendet.
Namhafte Künstler der Rock- und Pop-Musik wie z. B. Die Ärzte, Robert Plant, The Ramones, Tokio Hotel oder Wir sind Helden treten in der Großen Jura-Halle und der Kleinen Jura-Halle auf, dazu finden auch immer wieder Open-Air-Konzerte auf dem Volksfestplatz statt.
In der Stadt existiert eine aktive Musikszene, die sich aus Gruppen und Künstlern der unterschiedlichsten Richtungen zusammensetzt. Punk-, Rock- und Metalbands sind ebenso zu finden wie Blaskapellen, Chöre und Folkmusic-Gruppen. Mehrere Kneipen und vor allem das Internetcafé G6 des Jugendbüros stellen jungen Nachwuchstalenten ihre Bühnen zur Verfügung.
Der Circus Sambesi ist auf den ersten Blick ein gewöhnlicher Zirkus, unterscheidet sich jedoch von seinen weltberühmten Gegenstücken ganz erheblich: Zusammen mit dem Neumarkter Zirkusverein betreibt Karl Nidermayer seit 1987 diesen Zirkus ehrenamtlich, ebenso treten alle Künstler umsonst auf. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch erwünscht, die dann in vollem Umfang an die Afrika-Stiftung Menschen für Menschen unter der Leitung von Karl-Heinz Böhm gehen. Bis heute konnten so über 400.000 € für notleidende Menschen in Äthiopien gesammelt werden. Die Tournee führt den Zirkus meist in den Sommermonaten durch die Oberpfalz, Mittelfranken und Oberbayern.
Das Frühlingsfest findet Anfang Mai auf dem Volksfestplatz und in den Jura-Hallen statt und wird seit 2003 durch eine Landwirtschaftsausstellung erweitert.
Während des Altstadtfestes im Juni verwandelt sich die Altstadt für drei Tage in eine quirlige Flaniermeile. Konzerte verschiedener Musikrichtungen auf mehreren Bühnen, Führungen und Theater bieten einen bunten Veranstaltungsmix, der rege besucht wird.
Das große, zehntägige Neumarkter Jura-Volksfest im August ist der Höhepunkt des jährlichen Veranstaltungskalenders. Allein der große Festzug durch die Innenstadt am ersten Sonntag und der traditionelle Rossmarkt am letzten Montag locken jeweils bis zu 20.000 Besucher aus ganz Nordbayern an.
Von Mai bis August finden im LGS-Park im Rahmen der Reihe Sommer im Park verschiedene Konzerte und andere künstlerische Darbietungen statt, direkt im Anschluss daran kann Mitte August das Open-Air-Kino am Kanalufer besucht werden.
Unter dem Motto Bands'n'Clubs findet im April und im Oktober jeweils das Neumarkter Kneipenfestival statt, bei dem in zahlreichen Kneipen, Diskotheken und Cafés Live-Bands auftreten.
Auf dem Unteren Markt finden zwei Wochenmärkte statt. Der Wochenmarkt (donnerstags) wartet mit Waren verschiedenster Herkunft (u. a. Kleidung, Lebensmitte, Haushaltsgeräte, Schmuck) auf. Der Bauernmarkt am Samstag bietet Lebensmittel und Erzeugnisse vorwiegend regionaler Landwirte an.
Auf dem Volksfestplatz finden neben den beliebten monatlichen Flohmärkten auch mehrere Jahrmärkte statt wie z. B. der Michaelismarkt oder der Lichtmessjahrmarkt, die meist auch mit einem verkaufsoffenen Sonntag in der Altstadt verknüpft sind.
Auf dem Platz vor dem Rathaus in unmittelbarer Nähe zur Johanneskirche findet in der Adventszeit der Neumarkter Weihnachtsmarkt statt. Seit 2007 findet in diesem Rahmen auf dem Unteren Markt eine Art „Künstler-Weihnachtsmarkt“ statt, bei dem man selbstgebastelte und selbstproduzierte Waren von Privatleuten oder Sozialprojekten im Raum Neumarkt erwerben kann.
Bereits im 17. und 18. Jahrhundert wurden Passionsspiele in Neumarkt aufgeführt, zum letzten mal 1793. 1901 organisierte dann der Katholische Gesellenverein eine erneute Aufführung, die 1922 wiederholt wurden. Bereits hier entstand die Idee, die Spiele alle fünf Jahre aufzuführen, was jedoch auf Grund der wirtschaftlichen und politischen Umstände dann nicht mehr geschah.
Später übernahmen dann die Kolpingsfamilie die Verantwortung für die Spiele und arrangierte Aufführungen in den Jahren 1959, 1964, 1984 und 1989. Hier wurde dann auch der aktuelle zehnjährige Rhythmus eingeführt. 1999 fanden wieder Passionsspiele statt, die nächste Aufführung folgt im Frühjahr 2009.[6]
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Neumarkt industriell völlig unbedeutend. Erst danach begann auch hier, zunächst mit Holz und Metall verarbeitender Industrie, die Industrialisierung sich durchzusetzen. Die günstige Lage zum Großraum Nürnberg und die Schaffung einer guten Infrastruktur trugen dazu bei, dass sich hier auch bedeutende Traditionsunternehmen wie z. B. die Express Werke (bis 1959), die Pfleiderer AG oder die Dehn und Söhne GmbH ansiedelten. Die Arbeitslosenquote liegt seit mehreren Jahren zwischen 6 % und 7 %.
Neumarkt liegt direkt an der Bundesautobahn 3 zwischen Nürnberg und Regensburg, ca. 30 km vom Großraum Nürnberg entfernt. Westlich bzw. nördlich in jeweils 20 km Entfernung verlaufen die Bundesautobahnen A9 (Ausfahrten Hilpoltstein bzw. Allersberg) und A6 (Ausfahrten Alfeld und Amberg-West). An der A 3 ist der Bau einer zweiten Anschlussstelle Neumarkt-Ost in Höhe des Stadtteiles Frickenhofen geplant. Die bisherige Anschlussstelle Neumarkt in der Oberpfalz wird umbenannt in Neumarkt-Nord.
Die Bundesstraßen B 8 und B 299 kreuzen sich in Neumarkt und werden heute über die Stadtumgehung (Berliner Ring und Münchener Ring) geführt. Der Bau eines kompletten Rings um die Stadt mit einem Tunnel unter dem Mariahilfberg war in den 1970ern geplant. Von 2001 bis 2008 wurde über eine Tangente von den südlichen Stadtteilen auf die Jura-Hochebene zur neuen Ausfahrt Neumarkt-Ost diskutiert, welche aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen wieder verworfen wurde. Im August 2008 wurde der letzte Abschnitt der Stadtumgehung eröffnet, die B 299 führt jetzt von Süden kommend nicht mehr direkt an Sengenthal und Neumarkt-Hasenheide vorbei, sondern geht direkt in den Münchener Ring über.
Bedeutende Straßen im Stadtgebiet sind die Amberger Straße, die Dammstraße und der Kurt-Romstöck-Ring, die fast durchgehend mit zwei Fahrspuren je Richtung ausgebaut sind. Die Nürnberger Straße, die Freystädter Straße, die Pelchenhofener Straße und die Regensburger Straße stellen weitere wichtige Einfallstraßen dar. Der Bau von Kreisverkehren wird immer weiter vorangetrieben. Ist der Miniaturkreisverkehr im Stadtteil Wolfstein noch als misslungen anzusehen, so tragen die neuen Kreisverkehre am Weißenfeldplatz oder auch im Verlauf des Berliner Rings zu einer Entzerrung des Verkehrsflusses bei. Eine größere Umstrukturierung der Verkehrsströme ist im Bereich des Unteren Tores am Schnittpunkt von Nürnberger Straße, Amberger Straße, Altdorfer Straße, Mühlstraße und Kurt-Romstöck-Ring zu erwarten, wenn dort die Bauarbeiten für ein Einkaufszentrum aufgenommen werden.
In Neumarkt gibt es zwei Parkhäuser (Ringstraße und Rosengasse) und eine Tiefgarage (Residenzplatz), die von den Stadtwerken Neumarkt betrieben werden. Das Parkhaus Dammstraße wurde im Frühjahr 2007 abgerissen, im Zuge der Errichtung des Einkaufszentrums am Unteren Tor wird dort eine neue Tiefgarage errichtet. Eine weitere Tiefgarage soll gegenüber am Rande des Stadtparks zusammen mit der Stadthalle entstehen. Daneben existieren noch größere Parkplätze am Festplatz neben den Jura-Hallen, sowie an der Ringstraße und der Freystädter Straße.
Das Radwegenetz hat eine Länge von circa 70 Kilometern und erschließt fast alle Stadtteile. Entlang der Hauptstraßen sind fast durchgehend Radwege auf beiden Straßenseiten angelegt, Problemstellen sind noch an der Querung einiger Straßen vorhanden. Durch den Bau von Ampeln, Unterführungen oder Querungshilfen in Form von Verkehrsinseln wi