Newtonsche Ringe (nach Isaac Newton) oder allgemein Interferenzfarben nennt man Farbsäume, die durch Interferenz an dünnen transparenten Schichten entstehen.
Man kann den Effekt nutzen, um die Schichtdicke dünner Schichten abzuschätzen. Eine frühe Form des Reflexvisiers basierte auf dem Effekt, die fotografische Beobachtung bzw. Erzeugung von Schlieren nutzt ähnliche Techniken.
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Es treten Interferenzbilder auf, die bei folgender Anordnung entstehen:
Die Ringe entstehen durch Interferenz an der oberen und unteren Grenzfläche des Luftkeils und heißen Newtonsche Ringe.
Wird monochromatisches Licht von oben auf die Versuchsanordnung gestrahlt, erscheinen durch konstruktive und destruktive Interferenz abwechselnd helle und dunkle konzentrische Kreise, deren Zentren im Berührungspunkt der Linse mit der Glasplatte liegen. Das hängt damit zusammen, dass die dunklen Ringe durch destruktive und die hellen Ringe durch konstruktive Interferenz entstehen. Interferieren können die Lichtwellen, weil sie einmal an der Grenzfläche beim Übergang von der Linse in die Luft und einmal an der Grenzfläche beim Übergang von der Luft in die Glasplatte reflektiert werden. Überlagern sich die jeweils reflektierten Lichtwellen so, dass sie sich gegenseitig auslöschen, entstehen dunkle Ringe, bei gegenseitiger Verstärkung entstehen helle Ringe. Da das mit zunehmendem Abstand vom Auflagepunkt mehrmals der Fall ist und der Abstand zwischen Linsenoberfläche und Glasplatte immer stärker zunimmt, entstehen mehrere Ringe, die mit zunehmendem Radius immer enger zusammenliegen. Wird weißes Licht verwendet, entstehen farbige Ringe, weil die einzelnen Farben wegen ihrer unterschiedlichen Wellenlängen bei verschiedenen Radien ausgelöscht werden. Die Komplementärfarbe ist an der Stelle sichtbar.
Der Weg s, den alle Lichtstrahlen durch die Luft zurücklegen, beträgt
Berücksichtigt man die Phasenverschiebung um 180° bei der Reflexion am optisch dichteren Medium, so gilt:
.Voraussetzung für die Auslöschung ist, dass der Weg ein ungerades Vielfaches der halben Wellenlänge ist. Das heißt:

Setzt man beide Formeln gleich, so ergibt sich:

Gekürzt:

Laut Höhensatz gilt:
Da d sehr viel kleiner ist als R, bleibt:

Also:

In die gekürzte Gleichung eingesetzt:

Wieder gekürzt:

Umgestellt ergibt sich für den Radius des k-ten Ringes:

Aus Interferenzfarben erhält man Hinweise auf die Schichtdicken. Der Ölfleck im Bild rechts hat eine Ausdehnung von ca. 30 x 30 cm. Jeder Farbwiederholung entspricht eine Schichtdicke von ca. 500 nm, der mittleren Wellenlänge des Lichts. Der Tropfen, der den Ölfleck verursachte, hatte demnach ein Volumen von 30-50 mm³.
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