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Dieser Artikel beschreibt die deutsche Gemeinde Oberried im Schwarzwald, andere Orte siehe unter Oberried . |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Breisgau-Hochschwarzwald | |
| Höhe: | 460 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,32 km² | |
| Einwohner: | 2860 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79254 | |
| Vorwahl: | 07661 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FR | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 15 084 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Klosterplatz 4 79254 Oberried |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz-Josef Winterhalter (FWV) | |
| Lage der Gemeinde Oberried im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | ||
Oberried ist eine deutsche Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald des Landes Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Oberried liegt im südlichen Dreisamtal und zieht sich mit seinem Gemeindegebiet bis zu den höchsten Bergen des Schwarzwalds: Feldberg, Toter Mann, Hinterwaldkopf, Schauinsland. Das Oberrieder Tal mit seinem Flüsschen Brugga zieht sich östlich vom Schauinsland hinauf bis zum Pass Notschrei. Von ihm zweigen des Zastlertal und das St. Wilhelmer Tal nach Osten Richtung Feldberg / Toter Mann ab. Der Ortsteil Hofsgrund liegt in einer Mulde südlich des Schauinsland-Gipfels.
Zur Gemeinde Oberried mit den bis in die 1970er Jahre selbstständigen Gemeinden, St. Wilhelm, Schauinsland und Zastler gehören 53 Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser. Zur Gemeinde Oberried in den Grenzen von 1973 gehören das Dorf Oberried, der Gemeindeteil Weilersbach und die Zinken Geroldstal, Hintertal, Obertal und Vörlinsbach. Zur ehemaligen Gemeinde St. Wilhelm gehören die Zinken Katzensteig und Wittenbach, das Gehöft Gfällmatte und die Wohnplätze Erlenbach(erhütte), Hinterer Schneeberg, Schmelzplatz, Steinwasen (t.w. auch zum Gemeindeteil Schauinsland), Stübenwasen, Vorderer Schneeberg und Vordertal. Zur ehemaligen Gemeinde Schauinsland gehören das Dorf Hofsgrund, die Zinken Brenden, Gegendrum, Holzarbeit, Rain, Steinwasen (t.w. auch zum Gemeindeteil St. Wilhelm) und Talbach, die Höfe Bodenmatte, Lochmatte und Poche und die Wohnplätze Halde(n) und Muggenmatte (Schneeloch). Zur ehemaligen Gemeinde Zastler gehören die Höfe Adamshof, Burghardtshof, Gassenbauernhof, Glaserhausenhof, Jockelehof und –berghaus, Mederlehof, Schweizerhaus, Schweizerhof, Stefansgütle, Stollenbacherhof und Winterhalterhof und Schmiede und die Wohnplätze Antoniushäusle, Breiterackerhaus, Bürstenholzfabrik, Försterhaus, Holzmacherhaus, Kleislehof, Krummholzengütle, Mederleberghaus, Roteck, Schulhaus, Taddäushäusle, Weilersbacher Viehhütte und Zähringerhaus. Im Gemeindeteil St. Wilhelm liegt die abgegangene Burg Wilde Schneeburg.[2]
Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn von Norden): Kirchzarten, Buchenbach, Breitnau, Hinterzarten und Feldberg (Schwarzwald) im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Todtnau im Landkreis Lörrach, Münstertal/Schwarzwald (Breisgau-Hochschwarzwald) sowie die Stadt Freiburg im Breisgau.
Das „Tal ob dem Ried“ wurde wohl seit dem frühen 12. Jahrhundert besiedelt. 1237 wurde dort ein Zisterzienserinnen-Kloster erbaut, das aber schon 1252 an die Wilhelmiten überging. Nachdem die Vogteirechte über Oberried an die Schnewelins übergegangen waren, fielen sie 1496 an die Stadt Freiburg im Breisgau. 1507 wurde das Kloster aufgegeben, aber 1679 neu errichtet. 1684–1687 wurden die heute noch bestehenden Klostergebäude errichtet, die barocke Klosterkirche wurde 1699 geweiht. 1724 übernahmen die Benediktiner aus St. Blasien das Kloster und führten es als Priorat weiter.
1806 fiel Oberried im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses an das neu errichtete Großherzogtum Baden. Dort wurde es zunächst dem Landamt Freiburg II, ab 1819 dem vereinigten Landamt Freiburg zugeteilt. Seit 1939 gehörte Oberried zum Landkreis Freiburg, bevor es im Zuge der Kommunalreform der 1970er Jahre in den neuen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald kam.
siehe auch Burg Oberried, Wilde Schneeburg
| Jahr | 1871 | 1890 | 1910 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1973 | 1985 | 1996 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1359 | 1315 | 1362 | 1431 | 1516 | 1700 | 1795 | 2296 | 2569 | 2631 | 2904 |
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2008
Hofsgrund ist seit 1974 Ortsteil der Gemeinde Oberried. Der kleine Ort mit etwa 600 Einwohnern liegt am Fuße des Schauinslands (1284 üM).
St. Wilhelm: 1266 wurde von Johannes von Urberg eine Zweigstelle des Oberrieder Klosters gegründet. Die sich entwickelnde Siedlung um das Kloster wurde bald nach den Wilhelmiten „St. Wilhelm“ genannt. Obwohl das Kloster wohl noch bis zum dreißigjährigen Krieg bestand, gingen die Vogteirechte 1496 an Österreich über. 1806 fiel St. Wilhelm an das Großherzogtum Baden. Dort wurde es zunächst dem Landamt Freiburg II, ab 1819 dem vereinigten Landamt Freiburg zugeteilt. Seit 1939 gehörte St. Wilhelm zum Landkreis Freiburg. Zum 1. Oktober 1974 wurde St. Wilhelm nach Oberried eingemeindet. Der Ortsteil hat etwa 260 Einwohner.
Zastler ist seit 1974 Ortsteil der Gemeinde Oberried. Hier leben etwa 450 Einwohner.
Oberried gehört mit den Gemeinden Kirchzarten, Buchenbach und Stegen zum Gemeindeverwaltungsverband Dreisamtal mit Sitz in Kirchzarten.
Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
| CDU | 47,0 % | -0,3 | 8 Sitze | +1 |
| FWG | 30,4 % | -3,1 | 5 Sitze | +1 |
| SPD | 22,6 % | +3,4 | 3 Sitze | +1 |
Das Rathaus befindet sich in einem Flügel des Klostergebäudes, die beiden anderen Flügel gehören der Kirchengemeinde.
Der Tourismus spielt in Oberried eine nicht unbeträchtliche Rolle. Dazu tragen im Winter die Skiliftanlagen bei der Stollenbacher Hütte und in Hofsgrund sowie die Langlaufmöglichkeiten auf dem Schauinsland und im Notschrei-Gebiet bei, im Sommer der Steinwasen-Park und die ausgezeichneten, teilweise anspruchsvollen Wandermöglichkeiten, etwa im Notschrei-Gebiet, von der Erlenbacher Hütte aus oder auf dem Alpinen Pfad.
Der Kulturkreis Oberried veranstaltet jährlich eine kleine Konzertreihe „Konzert im Kloster“ mit 5–6 Konzerten Alter Kammermusik, die in der Wallfahrtskirche oder im Innenhof des Klosters aufgeführt werden. Wegen der besonderen Akustik werden einige Konzerte vom Rundfunk (SWR 2) aufgezeichnet.
Bei Oberried liegt der Barbarastollen. In diesem ausgedienten Silberbergwerkstollen lagert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe seit 1975 (damals noch als Bundesverband für den Selbstschutz) Mikrofilmkopien wichtiger Kulturgüter ein. Die Archivierung erfolgt aufgrund der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten.
In den Räumen des ehemaligen Klostergebäudes wird ein als „Klosterbibliothek“ bezeichneter Bücherschatz aufbewahrt, der den größten Teil der Schriften des Theologen, Musikwissnschaftlers und Historikers Martin Gerbert, eines einstigen Fürstabts von St. Blasien, in Originalausgaben enthält.
Jährlich im Herbst findet in Oberried eine alemannische Woche statt, die der Pflege der heimischen Mundart und des heimischen Brauchtums gewidmet ist. Einer der Höhepunkte ist der Viehabtrieb der Erlenbacher Wiedegenossenschaft von der Sommerweide bei der Erlenbacher Hütte.
In Oberried wurde 2006 das erste Mal in Deutschland ein Ruheberg eingerichtet. Das Gelände befindet sich in der Nähe der Stollenbacher Hütte.
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