Operation Fortitude


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Operation Fortitude war eine Täuschungsaktion im Zweiten Weltkrieg zur Verschleierung der Operation Overlord. Die übergeordnete Planung zur Verschleierung aller alliierten Pläne betreffend Europa hieß Operation Bodyguard.

Flugzeugattrappe der Briten im Oktober 1943

Die Alliierten stellten ab 1943 für ihre Operationen in Schottland und an der schmalsten Stelle des Ärmelkanals zwischen England und Frankreich bei Dover Attrappen von Panzern, Flugzeugen und Artilleriegeschützen aus Holz oder Gummi und anderem Kriegsmaterial als Ablenkung auf und übten in der Themse Landungsmanöver.

Inhaltsverzeichnis

Operation Quicksilver

1943 starteten die Amerikaner eine Operation, um die deutsche Aufklärung über den Ort und den Beginn einer möglichen Invasion des westeuropäischen Festlands im Unklaren zu lassen. Dies ging soweit, dass eine fiktive 1. US-Heeresgruppe (FUSAG, the First United States Army Group) mit allem was dazu gehörte erfunden wurde, genannt Operation Quicksilver. In gefälschten Funksprüchen wurde George S. Patton als Kommandeur ausgegeben und die verschiedensten Landungsmöglichkeiten vom Pas de Calais bis Norwegen verbreitet. Zusätzlich wurden Meldungen über Hochzeitstermine und Sportereignisse der erfundenen Soldaten abgesetzt.

Operation Skye

Im Verlauf der Operation Fortitude North bzw. der Operation Skye wurde von Schottland aus Funkverkehr simuliert, um die Deutschen glauben zu lassen, dass eine Invasion in Norwegen stattfinden würde. Als Konsequenz beließen die Deutschen Truppen in Norwegen, die sonst nach Frankreich verlegt worden wären. Auch die Briten kreierten eine nicht existente Armee, die 4. Britische Armee, die als fiktiver Verband zur Durchführung einer Invasion in Norwegen dienen sollte.

Double Cross

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Der britische Geheimdienst MI5 richtete das Double Cross System, auch XX System genannt ein, um deutsche Agenten ausfindig zu machen, gefangen zu nehmen und anschließend als eigene Agenten umzudrehen. Diese gaben dann gezielt Falschinformationen an den deutschen Abwehr-, bzw. Sicherheitsdienst weiter. Das Double Cross System arbeitete nicht nur auf der britischen Insel, sondern weltweit.

Durch die Ablenkung und gezielt durch Doppelagenten, z. B. Juan Pujol, gestreute Falschinformationen fühlte sich die Führungsebene des Dritten Reichs in ihrer Ansicht bestärkt.

Literatur

  • Roger Hesketh: Fortitude: The D-Day Deception Campaign, New York, Overlook, 2000, ISBN 1585670758
  • Jock Haswell: The Intelligence and Deception of the D-Day Landings, London, Batsford, 1979 und D-Day: Intelligence and Deception, New York, Times Books, 1979
  • James R. Koch: "Operation FORTITUDE: The Backbone of Deception.",, Military Review 72 (Mar. 1992): 66-77.* Juan Pujol (mit Nigel West): Garbo, London, Weidenfeld and Nicolson, 1985 und Garbo: The Personal Story of the Most Successful Double Agent in World War II New York, Random House, 1986

Siehe auch







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