Otto Telschow


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Otto Telschow (* 27. Februar 1876 in Wittenberge; † 31. Mai 1945 in Lüneburg) war Mitglied der NSDAP, Gauleiter, Staatsrat und Reichsverteidigungskommissar.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Von 1901 bis 1924 war Telschow Polizeibeamter, wurde aber entlassen, da er 1922 bis 1924 Kreisleiter der Deutschvölkischen Freiheitspartei im Landkreis Harburg war. Bereits 1905 war er der antisemitischen Deutschsozialen Partei beigetreten; zudem war er Mitglied im Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund.[1] Nach der Wiederzulassung der NSDAP 1925 trat er umgehend der Partei bei und erhielt die niedrige Mitgliedsnummer 7057. Vom 27. Februar 1925 bis 30. Oktober 1928 war Telschow Gauleiter des Gau Lüneburg-Stade, vom 1. Oktober 1928 bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945 Gauleiter des Gaus Ost-Hannover. Telschow gründete die nationalsozialistische Wochenzeitung Niedersachsen-Stürmer. Vom 1. September 1930 bis zum 8. Mai 1945 war er zudem Abgeordneter des Reichstages. Sein Stellvertreter war Heinrich Peper, der wegen der häufigen Abwesenheit von Telschow eine hohe Bedeutung hatte. Zudem vertrat Telschow von 1929 bis 1933 den Wahlbezirk Celle-Land und Stadt im hannoverschen Provinziallandtag.

Als die britische Armee am 18. April 1945 in Lüneburg einmarschierte, versteckte Telschow sich in einer Hütte bei Sommerbeck und versuchte sich seiner Verantwortung durch Suizid mittels Öffnen der Pulsadern zu entziehen. Er starb am 31. Mai 1945 im Lüneburger Krankenhaus.

Ehrenbürgerschaften

Einzelnachweise

  1. Uwe Lohalm: Völkischer Radikalismus : Die Geschichte des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes. 1919 - 1923. Leibniz-Verlag, Hamburg 1970, S. 325. ISBN 3-87473-000-X.
  2. [1] Stadt Lüneburg, Bürgerinformationssystem
  3. Vorlage DS 06-11/0325 Rat der Stadt Buchholz i.d.N. - Aberkennung eines Ehrenbürgerrechtes

Weblinks







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