
| Physikalische Größe | |||||||
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| Name | magnetische Leitfähigkeit | ||||||
| Größenart | Tensor | ||||||
| Formelzeichen der Größe | μ | ||||||
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| Siehe auch: Magnetische Feldkonstante | |||||||
Die magnetische Permeabilität μ (auch magnetische Leitfähigkeit oder absolute Permeabilität) bestimmt die Durchlässigkeit von Materie für magnetische Felder. Sie ist eine abgeleitete SI-Größe mit enger Verwandtschaft zur magnetischen Suszeptibilität.
Inhaltsverzeichnis |
Anders ausgedrückt heißt das Verhältnis der magnetischen Flussdichte B zur magnetischen Feldstärke H Permeabilität.

Die magnetische Feldkonstante μ0 gibt die magnetische Permeabilität des Vakuums an. Auch dem Vakuum ist eine Permeabilität zugewiesen, da sich auch dort Magnetfelder einstellen oder elektromagnetische Felder ausbreiten können. Die skalare Größe μ0 ist eine physikalische Konstante. Die Permeabilitätszahl μr, früher auch als relative Permeabilität bezeichnet, ist das Verhältnis von μ zur magnetischen Feldkonstante μ0.

Für das Vakuum ergibt sich folglich eine Permeabilitätszahl von 1. Die dimensionslose Größe μr hängt mit der magnetischen Suszeptibilität χ zusammen über folgende Beziehung:
Wie fast alle physikalischen Materialeigenschaften ist auch die Permeabiliät in der verallgemeinerten Form eigentlich ein dreidimensionaler Tensor zweiter Stufe. Bei den meisten Materialien ist die Anisotropie der magnetischen Eigenschaften aber so klein, dass eine Beschreibung als skalare, komplexe Permeabilität ausreichend ist.

Mit dem Realteil der komplexen Permeabilität μs' kann die Induktivität berechnet werden, er gibt sozusagen die Magnetisierbarkeit an. Der Imaginärteil μs'' hingegen beschreibt die Größe der Ummagnetisierungsverluste, das heißt, den magnetischen Widerstand des Bauteils.
Mit Ausnahme der ferroelektrischen Materialien mit einer deutlich höheren relativen Permeabilität als eins, ist auch der Imaginärteil der komplexen Permeabilität vernachläßigbar, ebenso die Frequenzabhängigkeit der Permeabilität. Es ergibt sich eine skalare, frequenzunabhängige Permeabilität:

Bei ferroelektrischen Materialien kann die Frequenzabhängigkeit für viele technische Anwendungen nicht vernachlässigt werden, es ergibt sich:

wobei f die Frequenz des magnetischen Wechselfeldes ist. Der Imaginärteil μs''(f) ist direkt der Bewegung der Bloch-Wänden im Material zugeordnet und bei einer Resonanz ergibt sich ein Maximum, in der Regel im Bereich 10–1000 kHz.
| Medium | µr | Einteilung |
|---|---|---|
| Supraleiter | 0 | ideal diamagnetisch |
| Blei, Zinn | < 1 (ca. 0,999…) | diamagnetisch |
| Kupfer | 0,9999936 = 1 − 6,4·10−6 | diamagnetisch |
| Vakuum | 1 | (neutral) |
| Platin | 1,000257 | paramagnetisch |
| Wasserstoff | 1 + 8·10−9 | paramagnetisch |
| Luft | > 1 (ca. 1 + 10−6) | paramagnetisch |
| Aluminium | > 1 | paramagnetisch |
| Kobalt | 80…200 | ferromagnetisch |
| Eisen | 300…10.000 | ferromagnetisch |
| Ferrite | 4…15.000 | ferromagnetisch |
| Mumetall (NiFe) | 50.000–140.000 | ferromagnetisch |
| amorphe Metalle | 700…500.000 | ferromagnetisch |
| nanokristalline Metalle | 20.000…150.000 | ferromagnetisch |
Magnetische Materialien lassen sich anhand ihrer Permeabilitätszahl klassifizieren.


Die Permeabilität bei ferromagnetischen Stoffen ist (stark) abhängig vom äußeren Magnetfeld, da durch Ausrichten der so genannten Elementarmagnete im Material eine Verstärkung des äußeren Feldes erzielt wird. Es ist vielfach möglich, einen Ferromagneten komplett zu magnetisieren, so dass die Permeabilität einen Sättigungseffekt zeigt. Außerdem hängt letztere von der vorhergehenden Magnetisierung ab, man sagt sie haben ein Gedächtnis. Das Verhalten wird durch eine Hystereseschleife beschrieben. Anschaulich stellt eine der existierenden Permeabilitätsdefinitionen die Steigung der Hystereseschleife eines magnetischen Werkstoffes dar.
Die Permeabilitätszahl μr, die bei weichmagnetischen Werkstoffen ≫1 ist und gegenüber diamagnetischen oder paramagnetischen Werkstoffen die Durchlässigkeit eines Materials für ein Magnetfeld quantifiziert, ist für technische Anwendungen in DIN 1324 Teil 2 insgesamt elf Mal mit unterschiedlichen Berechnungen definiert. Neben der Permeabilität μ als Quotient aus magnetischer Flussdichte B in Tesla (T) und magnetischer Feldstärke H in Ampere pro Meter (A/m) gelten die in der Tabelle aufgeführten weiteren Definitionen.
Eine Problematik bei der konstant angenommenen Permeabilität kann man anhand der Hysteresekurve sehen. Die Permeabilität μ entspricht der Steigung
bzw. bei magnetischer Anisotropie:
.Aufgrund der magnetischen Sättigung, sowie der magnetischen Remanenz, ist die Permeabilität nicht konstant, sondern lediglich in Teilabschnitten näherungsweise linear. Es wurden daher Überlegungen angestellt, aus der Vielzahl der Definitionen eine universelle Darstellung der Permeabilität zu gewinnen. Eine mögliche Form dieser Darstellung wäre die Differentielle Permeabilität als Funktion der Feldstärke H und der Änderungsgeschwindigkeit der Feldstärke

Mit dieser Regelung wäre die Permeabilität nicht nur eine Information über den ganz bestimmten Betriebsfall (wie heute üblich), sondern würde die Funktion der Feldstärke H und die Vorbeanspruchung des Materials berücksichtigen.
Da eine konkrete, umfassende Formel für die Abhängigkeit der Permeabilität von anderen Faktoren nicht bekannt ist, wird der in einer Anwendung betrachtete Abschnitt nach Linearität (Nichtlinearität), Homogenität (Inhomogenität) und Isotropie (Anisotropie) klassifiziert.
Im allgemeinen Fall ist die magnetische Leitfähigkeit in Materie ein Tensor und beschreibt damit auch die erwähnte Nichtlinearität, Inhomogenität und Anisotropie des Materials. Nur im speziellen (vereinfachten) Fall, wenn Linearität, Homogenität und Isotropie gegeben ist, ist die Permeabilität eine skalare Materialkonstante.
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